Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen

Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen

Das Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen wurde zum 1.1.2011 gegründet. Es betreibt rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Besteuerung und angrenzenden Themenfeldern in den Finanzwissenschaften sowie im Unternehmensrecht. Beispielhaft sind Arbeiten zum internationalen Steuerwettbewerb, zu staatlichen Haushaltskrisen oder zur Besteuerung multinationaler Unternehmen. Es umfasst die Abteilung für Unternehmens- und Steuerrecht sowie für Finanzwissenschaften, die aus dem früheren Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht hervorgegangen sind.

Kontakt

Marstallplatz 1
80539 München
Telefon: +49 89 24246-0
Fax: +49 89 24246-501

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Unehrliche Menschen entscheiden sich bewusst für Betrugssituationen, wie eine experimentelle Untersuchung ergab

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Eine spieltheoretische Untersuchung zeigt, wann Bürokratien zu überzogener Regulierung neigen

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Obwohl die sozialen Unterschiede zunehmen, formiert sich in demokratischen Staaten kein breites Bündnis für mehr Umverteilung. Die Gründe dafür untersuchen Lisa Windsteiger, Andrea Martinangeli und Marco Serena am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen.

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Am 14. Oktober treffen sich die G20-Finanzminister, um zu klären, welcher Staat künftig Konzerngewinne international operierender Unternehmen besteuern darf. Wir haben mit  Wolfgang Schön gesprochen. Denn kaum jemand kennt das 500-Seiten-starke Entwurfspapier so gut wie er

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Politiker können ihren bishergien Kurs nicht beibehalten, wissen aber auch nicht, wie sich die aktuelle Krise lösen lässt. Ein Meinungsbeitrag von Kai A. Konrad und Marcel Thum

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Obwohl die sozialen Unterschiede zunehmen, formiert sich in demokratischen Staaten kein breites Bündnis für mehr Umverteilung. Am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen untersuchen Lisa Windsteiger, Andrea Martinangeli und Marco Serena die Gründe dafür. Dabei erforschen sie auch, wie Zuwanderung und Armut die Haltung gegenüber staatlichen Eingriffen beeinflussen.

Internationale Konzerne wie Apple, Starbucks oder Amazon vermeiden seit Jahren erfolgreich, Steuern auf ihre Unternehmensgewinne zu zahlen. Im Steuerwettbewerb der Staaten verschieben sie die Gelder in Länder, die niedrige Steuersätze haben und garantieren, nur inländisch erwirtschaftete Gewinne zu versteuern. Unser Autor erklärt, warum es für die Staatengemeinschaft gar nicht so einfach ist, diese Tricks auszuhebeln.

Die Stabilität der Europäischen Währungsunion wankt. Fachleute diskutieren über neue Sanktionsregelungen oder über die Einrichtung eines Währungsfonds. Dabei sind nicht die bestehenden Regeln das Problem, sondern Versäumnisse in ihrer Anwendung.

Wie kann der Staat verhindern, dass internationale Konzerne ihre in Deutschland erwirtschafteten Gewinne am Fiskus vorbei ins Ausland schleusen?

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Internationale Steuergerechtigkeit

2020 Stark, Johanna

Rechtswissenschaften

Die internationale Steuerordnung steht vor einem grundlegenden Umbau. Es mehren sich die Stimmen, die fordern, Gerechtigkeitserwägungen bei der internationalen Verteilung von Besteuerungsrechten stärker zu berücksichtigen. Was aber bedeutet Gerechtigkeit in diesem Kontext? Bisher gibt es darüber keinen Konsens. Ein Blick auf verschiedene philosophische Gerechtigkeitstheorien liefert kein einheitliches Bild, was die moralische Verpflichtung zur Umverteilung von Ressourcen über Staatsgrenzen hinweg angeht.

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Stress und Wettbewerb – eine ungünstige Kombination für Frauen

2019 Cahlíková, Jana; Cingl, Lubomír; Levely, Ian

Sozialwissenschaften

Für Frauen wie Männer gilt: Wettbewerb spornt zu besseren Leistungen an. Sind Frauen jedoch zusätzlich erhöhtem Stress ausgesetzt, haben Wettbewerbssituationen auf sie den gegenteiligen Effekt: Ihre Leistung nimmt ab. Folglich vermeiden gestresste Frauen verstärkt den Wettbewerb. Diese Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten ökonomischen Studie könnten erklären, warum Frauen in gut bezahlten Berufen sowie in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert sind, und stellen manche Managementmethode infrage.

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Die Verstärkte Zusammenarbeit in Steuersachen

2018 Heber, Caroline

Rechtswissenschaften

Im Bereich der europäischen Steuergesetzgebung herrscht wegen des Einstimmigkeitserfordernisses seit Jahren Stillstand. In Bereichen, in denen der Erfolg des legislativen Vorhabens nicht von der Teilnahme aller Mitgliedstaaten abhängt, kann die Verstärkte Zusammenarbeit dazu beitragen, ein Scheitern zu verhindern. Die Verstärkte Zusammenarbeit erlaubt es einer Gruppe von mindestens neun Mitgliedstaaten, gemeinsam Recht zu erlassen. Da diese Form der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten dem Binnenmarkt aber nicht schaden darf, ist sie einer strengen Kontrolle zu unterziehen.

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Quantitative Rechtswissenschaft

2017 Coupette, Corinna; Fleckner, Andreas M.

Rechtswissenschaften

Quantitative Methoden gehören zum Standardrepertoire vieler Forscher – nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in den Sozialwissenschaften und den Geisteswissenschaften. Wenig untersucht ist dagegen, inwieweit quantitative Methoden auch in der Rechtswissenschaft neue Erkenntnisse versprechen. Ein Forschungsprojekt der Otto-Hahn-Gruppe zur Finanzmarktregulierung am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen widmet sich daher der quantitativen Rechtswissenschaft: der statistischen Auswertung zählbarer Daten zur Beantwortung juristischer Fragen.

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Das Geschäftsmodell von Steueroasen unter Druck: Die Rolle von Vertrauen und Koordination

2016 Konrad, Kai A.; Stolper, Tim B. M.

Rechtswissenschaften

Steueroasen locken Kapitalanleger mit dem Versprechen, keine Auskunft über erzielte Kapitalerträge zu geben und so Steuerhinterziehung zu erleichtern. Steueroasen durch politischen Druck zu einem Informationsaustausch zu bewegen, ist schwierig. Ihnen entstehen aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft erhebliche Einnahmen. Eine Studie am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen zeigt, wie ihr Geschäftsmodell auf dem Vertrauen zwischen einer Steueroase und ihren Anlegern sowie den Anlegern untereinander beruht und wie eine Störung des Vertrauens mehr Transparenz schaffen kann.

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