
Die Jahrbuch-Highlights der Max-Planck-Gesellschaft
Jedes Jahr legt die Max-Planck-Gesellschaft einen wissenschaftlichen Tätigkeitsbericht in Form des Jahrbuchs als Rechenschaftslegung gegenüber der Öffentlichkeit und ihren Zuwendungsgebern vor. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: Wo stehen wir und wo wollen wir hin? Die Max-Planck-Institute sind gebeten, aus ihren wissenschaftlichen Arbeiten, soweit diese zu einem gewissen Abschluss gekommen sind, jeweils eine Arbeit bzw. ein Projekt herauszugreifen, das sich für eine Darstellung im Jahrbuch eignet. Die Jahrbuch-Beiträge aller Max-Planck-Institute werden im Internet veröffentlicht.
Für diese gedruckte Sammlung wurden 15 Artikel ausgewählt und journalistisch aufbereitet, die aus Sicht der Wissenschaftskommunikation für eine Veröffentlichung besonders geeignet und auch für Nicht-Fachleute besonders interessant erschienen.
Dazu gehört etwa die Forschung am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, die ein neues Licht auf die Alzheimer-Erkrankung wirft. Ein Team konnte zeigen, dass eine bestimmte Untergruppe der Mikroglia – die immunologischen Wächter des Gehirns – entzündungshemmend wirkt und den Krankheitsverlauf bremst. Alzheimer erweist sich damit vor allem als immunologisches Problem, was völlig neue Wege für Therapien eröffnet.
Die Kernfusion als Energiequelle der Zukunft nimmt derweil buchstäblich neue Formen an. Am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik gelang es mithilfe neuer Software, eine Stellarator-Konfiguration in historischer „Figure-8“-Form zu optimieren. Das Überraschende: Diese Geometrie ermöglicht deutlich einfacher herzustellende Magnetspulen, was den Bau künftiger Fusionsreaktoren erheblich vereinfachen und verbilligen könnte.
Das Jahrbuch blickt zudem tief ins All: Rätselhafte „kleine rote Punkte“ auf Aufnahmen des James-Webb-Teleskops haben ein Team am Max-Planck-Institut für Astronomie auf die Spur einer neuen Klasse kosmischer Objekte geführt: sogenannte Schwarzloch-Sterne. Die Entdeckung könnte endlich erklären, wie gigantische schwarze Löcher bereits im frühen Universum entstehen konnten.







