Europa im Fokus

Europa im Fokus

Der Europäische Forschungsraum entwickelt sich nicht erst seit seiner Proklamation durch die EU-Kommission Anfang des Jahres 2000. Bereits davor knüpften nationale Forschungseinrichtungen intensive bilaterale und multilaterale Beziehungen, die heute eine Basis sind für die weitere Integration. Die Max-Planck-Gesellschaft ist in Europa in hohem Maße vernetzt: Von den insgesamt mehr als 8.000 internationalen Gast- und Nachwuchswissenschaftlern kommt ein gutes Drittel aus Ländern der Europäischen Union.

Der europäische Forschungsraum

Wissen ist der Rohstoff Europas. Europa verfügt über eine reiche, durch funktionale Vielfalt geprägte Forschungslandschaft und steht zugleich in einem harten globalen wissenschaftlichen Wettbewerb. Mobilität, Freizügigkeit und der offene Austausch von Wissen kennzeichnen den europäischen Forschungsraum. Forschung und Innovation sichern Arbeitsplätze und Wohlstand, daher muss Forschungsförderung auf nationaler und europäischer Ebene durch eine konsequente Exzellenzorientierung geprägt sein.

Exzellenz vorantreiben

Der Europäische Forschungsrat (ERC) steht für europäische Exzellenzförderung im Weltmaßstab. Seit seiner Gründung vor elf Jahren hat sich der ERC zu einer internationalen Referenz und zum wichtigsten Treiber für die Exzellenz der Forschung in Europa entwickelt. Der ERC ist daher in Horizon Europe in seiner heutigen Ausgestaltung zu festigen und finanziell über das von der Kommission vorgeschlagene Maß hinaus auszubauen, um die dringend benötigten exzellenten Forscherinnen und Forscher in Europa zu halten und aus Drittstaaten für die EU zu gewinnen.

Europa braucht ein starkes Budget

Das von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Budget für Horizon Europe von 2021 - 2027 liegt bei knapp 100 Milliarden Euro und damit 30 Prozent über dem Vorgänger-Etat. Angesichts der politischen Herausforderungen im Zuge des Brexits würdigt die EU-Kommission mit dieser Mittelsteigerung die Bedeutung von Forschung und Innovation in Zeiten der globalen Konkurrenz um Wissen und Technologie. Gleichzeitig liege das Ziel von Lissabon, 3% des Bruttoinlandsprodukts EU-weit in F&E zu investieren, immer noch in weiter Ferne. Deshalb sind weiterhin große Anstrengungen nötig, um die Europäische Union auf Zukunftskurs zu halten. Mehr denn je ist es von größter Wichtigkeit, die Attraktivität des Europäischen Forschungsraums (EFR) als Standort für Weltklasseforschung aufrecht zu erhalten und zu verbessern.

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