Stabsstelle Büro Brüssel

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Europäische Forschungspolitik mitgestalten

Für die Max-Planck-Gesellschaft ist die Forschungspolitik der Europäischen Union von besonderer Bedeutung. Zum einen vor dem Hintergrund ihrer sehr intensiven Vernetzung mit europäischen Partnern; zum anderen ist Wissen der Rohstoff Europas. Zwar verfügt Europa über eine reiche, durch funktionale Vielfalt geprägte Forschungslandschaft. Es steht aber zugleich in einem harten globalen wissenschaftlichen Wettbewerb. Mobilität, Freizügigkeit und der offene Austausch von Wissen kennzeichnen den europäischen Forschungsraum. Da es primär Forschung und Innovation sind, die Arbeitsplätze und Wohlstand sichern, befürwortet die Max-Planck-Gesellschaft eine Ausrichtung der europäischen Forschungspolitik auf eine konsequente Exzellenzorientierung. Als Berater, Impulsgeber und Akteur engagiert sich Max-Planck dem entsprechend in Brüssel.

Im weltweiten Wettbewerb bestehen

Der Europäische Forschungsrat (ERC) steht für europäische Exzellenzförderung im Weltmaßstab. Seit seiner Gründung in 2007 hat er sich zu einer internationalen Referenz und zum wichtigsten Treiber für die Exzellenz der Forschung in Europa entwickelt. Er ist mittlerweile systemrelevant. Die Max-Planck-Gesellschaft plädiert deshalb dafür, den ERC wissenschaftlich in seiner Autonomie nachhaltig zu festigen und finanziell abzusichern. Die Zahl der bewilligten Grants reicht nicht aus, um alle qualitativ herausragenden Projekte zu fördern. Ihre Erhöhung könnte jedoch dazu beitragen, die dringend benötigten exzellenten Forscherinnen und Forscher in Europa zu halten bzw. aus Drittstaaten für die EU zu gewinnen.

Europa braucht mehr Investitionen in Forschung und Innovation

Die Politik erkennt zwar die tragende Rolle von Forschung und Innovation in Europa an. Doch ist das Ziel der in Lissabon getroffenen Vereinbarung, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) EU-weit in Forschung und Entwicklung zu investieren, noch lange nicht erreicht. Wenn künftig für den EU-Haushalt einschließlich eines Investitions- Programms in Folge der Corona-Krise bis zu zwei Prozent des BIP ausgegeben werden, dann sollte auch eine entsprechende Erhöhung des EU-Forschungsetats die Antwort sein. Die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt daher die Bestrebungen des Europäischen Parlaments, das Forschungsbudget für die Nach-Corona-Zeit massiv aufzustocken.

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