Genom-Editierung

Genom-Editierung

Genschere, molekulares Skalpell – solche Umschreibungen sollen ausdrücken, was die neue Methode mit dem unaussprechlichen Namen CRISPR/Cas9 kann. Das in seiner natürlichen Form aus zwei RNA- und einem Proteinmolekül bestehende System kann demnach das Erbgutmolekül DNA durchtrennen, und das präzise an einer bestimmten Stelle. Forscher können so Gene ausschalten oder an der Schnittstelle neue Abschnitte einfügen. Auf diese Weise lässt sich das Erbgut sehr viel einfacher und schneller verändern als bisher. Dieses Wirkprinzip hört sich zwar einfach an, doch es müssen verschiedene Faktoren exakt aufeinander abgestimmt sein, damit die Genschere so präzise funktionieren kann. Deshalb ist die Funktionsweise von CRISPR/Cas9 auch nach 30 Jahre Forschung noch immer nicht völlig verstanden.

CRISPR/Cas9
Mit der Enzym-RNA-Kombination können Wissenschaftler das Erbgut in bislang unerreichter Weise schneiden und verändern
Weitere Methoden
Restriktionsenzyme, Zinkfingernukleasen und TALENs eignen sich ebenfalls für Veränderungen im Erbgut
Emmanuelle Charpentier: die Künstlerin an der Genschere
Im Flugzeug hatte sie die Idee ihres Leben - aber auch sonst ist die Wissenschaftlerin ständig in Bewegung mehr
„Keine Genehmigung für solche Versuche“
Der Humangenetiker Stefan Mundlos warnt vor Eingriffen in die menschliche Keimbahn, die die Genschere CRISPR/Cas möglich macht
„Entscheidend ist das Endprodukt“
Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, über Genom-Editierung als Möglichkeit, gezielt bessere Nutzpflanzen zu züchten
Mit Hilfe der CRISPR/Cas9-Systeme können die Genome der unterschiedlichsten Organismen bearbeitet werden. Doch wie funktioniert die neue Gentechnik mit dem unaussprechlichen Namen?

Genom-Editierung mit CRISPR/Cas9

Mit Hilfe der CRISPR/Cas9-Systeme können die Genome der unterschiedlichsten Organismen bearbeitet werden. Doch wie funktioniert die neue Gentechnik mit dem unaussprechlichen Namen?
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