Grünes Licht für Forschungsprojekte

17 Wissenschaftler an Max-Planck-Instituten werben Starting Grants des ERC ein

17. Dezember 2014

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, kurz: ERC) hat 328 erstklassige Nachwuchsforscherinnen und -forscher mit Starting Grants ausgezeichnet. Im Rahmen dieser ersten Wettbewerbsrunde des Horizon-2020-Programms werden insgesamt 485 Millionen Euro ausgeschüttet. Unter den erfolgreichen Bewerbern um die Starting Grants sind 13 Wissenschaftler und vier Wissenschaftlerinnen, die an Max-Planck-Instituten forschen.

Die ERC Starting Grants fördern vielversprechende Nachwuchswissenschaftler/innen am Beginn einer unabhängigen Karriere.

Insgesamt 3273 Anträge auf Forschungsförderung gingen beim ERC ein. Dabei stieg die Zahl der Bewerbungen von Frauen insgesamt erneut leicht an, von 30 auf 33 Prozent. Unabhängig davon war die Erfolgsquote bei Frauen und Männern jedoch gleich hoch: Durchschnittlich zehn Prozent der Anträge wurden positiv beschieden. Allerdings schnitten die drei Förderbereiche durchaus unterschiedlich ab: Während in den Lebenswissenschaften 12 Prozent aller Anträge bewilligt wurden, erhalten nur 8,3 Prozent der Antragsteller in den Sozial- und Geisteswissenschaften einen Starting Grant, im Bereich Physik/Ingenieurswissenschaften sind es 9,7 Prozent. In diese Sparte fällt auch das Gros der eingereichten und bewilligten Anträge, nämlich rund 45 Prozent.

Es kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 38 verschiedenen Nationen in den Genuss eines Grants, die in 180 Einrichtungen oder Universitäten europaweit forschen werden: 70 davon in Deutschland, 55 in Großbritannien, 43 in Frankreich und 34 in den Niederlanden. Die Max-Planck-Gesellschaft trägt mit 17 Starting Grants maßgeblich zum guten, deutschen Abschneiden bei. Lediglich Europas größte Forschungsorganisation, das französische Centre national de la recherche scientifique (CNRS), konnte mit 23 Grants mehr Förderungen einwerben. Deutschlandweit war die MPG erfolgreichste Einrichtung vor der Ludwig-Maximilians-Universität München mit sechs Grants und Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft mit fünf Grants. 69 Max-Planck-Wissenschaftler hatten Anträge eingereicht, so dass innerhalb der MPG die Erfolgsquote rund 23 Prozent beträgt. In der Gesamtwertung der erfolgreichsten Einrichtungen liegt die MPG weiterhin auf Rang zwei hinter dem CNRS und vor den englischen Universitäten in Cambridge und Oxford.

Die Starting Grants ermöglichen jungen Forscherinnen und Forschern in Europa, die sich im Karriereabschnitt bis zu sieben Jahre nach ihrer Promotion befinden, ihre Laufbahn unabhängig zu entwickeln und den Übergang von der angeleiteten Forschung zum selbständigen Wissenschaftler zu schaffen. Ausschlaggebend für die Vergabe ist ein exzellenter Vorschlag für ein Forschungsprojekt; jeder ausgezeichnete Wissenschaftler erhält bis zu zwei Millionen Euro dafür. In der Max-Planck-Gesellschaft sind dies:

  • Blazej Grabowski (MPI für Eisenforschung)
  • Na Liu, Ludovic Righetti (MPI für intelligente Systeme)
  • Sebastian Loth, Melanie Schnell (MPI für Struktur und Dynamik der Materie)
  • Bettina Lotsch (MPI für Festkörperforschung)
  • Jiayin Yuan (MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung)
  • Henrik Bringmann (MPI für biophysikalische Chemie)
  • Frank Chan, Patrick Müller (Friedrich-Miescher-Laboratorium)
  • Martin Denzel (MPI für Biologie des Alterns)
  • Tobias Erb (MPI für terrestrische Mikrobiologie)
  • Ilona Grunwald Kadow, Gurumoorthy Krishnamoorthy (MPI für Neurobiologie)
  • Thomas Wollert (MPI für Biochemie)
  • Marcel Oberlaender (MPI für biologische Kybernetik)
  • Michael Schmid (Ernst-Strüngmann-Institut)

SB

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