Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg vereint Strafrecht und Kriminologie in einem interdisziplinären Ansatz. Es geht um Fortschritte in der Theorie des Strafrechts und der strafrechtlichen Sozialkontrolle. So forscht die strafrechtliche Abteilung zur Strafrechtstheorie und analysiert Themen vor allem auf der Grundlage von normativen Untersuchungsansätzen der Strafrechtsvergleichung. Die kriminologische Abteilung arbeitet zu empirischen und theoretischen Ansätzen, die die Ursachen und Formen von Kriminalität erklären und die Möglichkeiten sozialer Kontrolle aufzeigen. Gemeinsame Fragestellungen sind vor allem Risiko, Gefährlichkeit und Prävention, Globalisierung, Internationalisierung und Vernetzung sowie Informationsgesellschaft und Informationstechnologie.

Kontakt

Günterstalstr. 73
79100 Freiburg
Telefon: +49 761 7081-0
Fax: +49 761 7081-294

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS for Comparative Criminal Law

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Faktencheck Jugendkriminalität
Schlagzeilen über jugendliche Gewalttäter scheinen nahezulegen: Die Jugend wird immer brutaler. Tatsächlich begehen Jugendliche mehr Straftaten als Erwachsene. Doch entgegen dem weit verbreiteten Gefühl der Bedrohung, sind heutige Teenager gesetzestreuer als frühere Generationen. Es lohnt sich daher, auf die Zahlen und Fakten hinter den Schlagzeilen zu schauen. mehr
Strafrechtliche Konzepte gegen Terrorismusfinanzierung
Freiburger Max-Planck-Wissenschaftler haben die Möglichkeiten analysiert, Terroristen den Geldhahn zuzudrehen mehr

Deutsche fühlen sich sicher

9. Dezember 2014
Viktimisierungssurvey ist umfassendste Studie seit 15 Jahren mehr
Cybercrime

Cybercrime

4. November 2014
Brauchen wir neue Ansätze für die Strafverfolgung? Das Max-Planck-Forum in Berlin mit Ulrich Sieber mehr
Studie ergibt kaum Hinweise auf ethnische Diskriminierungen mehr

Die Konkurrenz schläft nicht, sie spioniert. Gerade kleine und mittlere Unternehmen werden immer wieder Opfer krimineller Wettbewerber oder Zielscheibe ausländischer Geheimdienste. Doch die meisten Fälle bleiben im Dunkeln. Michael Kilchling und sein Team am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg möchten nun Licht in die Sache bringen. Gemeinsam mit Fraunhofer-Kollegen untersuchen sie das Ausmaß der Wirtschaftsspionage in Deutschland, wie sich Betriebe dagegen wehren und die Behörden Firmen besser unterstützen können.

Immer wieder liefern sich Jugendliche in europäischen Städten Straßenschlachten mit der Polizei, so erst in diesem Sommer in Großbritannien. Meist haben die Ausschrei tun gen einen Anlass, aber viele Ursachen. Ein Faktor kann sein, wie Polizisten mit Jugendlichen umgehen. Das untersuchen Dietrich Oberwittler und Daniela Hunold am Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht im deutschfranzösischen Vergleich und kommen zu überraschenden Ergebnissen.
Individuelle Sozialtherapie kann dazu beitragen, die Rückfallgefahr von Sexualstraftätern zu verringern.
In Den Haag, nach dem Ersten Weltkrieg zum Sitz des Interna­tionalen Gerichtshofs erwählt, können seit dem letzten Jahrzehnt auch Einzelpersonen für Völkerrechts­verbrechen zur Rechen­schaft gezogen werden.
Jugendliche Gewalt, die sich gegen Andere oder Fremde richtet, hat vielerlei Wurzeln und ist mit drakonischen Strafen kaum zu bekämpfen.
Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Behandlung, Resozialisierung, Rückfallgefahr: Sexualstraftäter in den sozialtherapeutischen Anstalten Sachsens

2017 Wößner, Gunda; Albrecht, Hans-Jörg
Rechtswissenschaften Sozialwissenschaften
Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht untersucht, wie verschiedene Faktoren die Rückfallquote von aus der Haft entlassenen Sexualstraftätern beeinflussen. Eine zentrale Frage ist, inwiefern die Behandlung in den sozialtherapeutischen Anstalten eine erneute Sexualdelinquenz vermeiden helfen kann. In Analysen zur Situation nach der Entlassung wird die Rolle des Wiedereingliederungsprozesses betrachtet. Schließlich werden weitere Schutz- und Risikofaktoren, die mit dem Rückfall oder der Legalbewährung im Zusammenhang stehen, untersucht. mehr

Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht analysiert die Voraussetzungen und Grenzen des Einsatzes tödlicher Waffengewalt durch deutsche Hoheitsträger im Ausland: In welchem rechtlichen Rahmen bewegt sich die Bundeswehr, wenn sie bei Auslandseinsätzen terroristische Bedrohungen und asymmetrische Kriegsführung bekämpft? Und was folgt daraus für die Sicherheitsarchitektur in westlichen Demokratien?

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Das Forschungsprojekt POLIS untersuchte auf breiter empirischer Basis die alltäglichen Interaktionen und wechselseitigen Wahrnehmungen von Polizei und Jugendlichen in je zwei deutschen und französischen Großstädten, in denen die Hälfte der jugendlichen Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat. Das Verhältnis zwischen Polizei und Jugendlichen ist in Deutschland erheblich entspannter als in Frankreich, was auch auf eine bürgernahe und kommunikativ ausgerichtete Polizeistrategie zurückzuführen ist.

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Prävention von Wirtschaftskriminalität

2014 Sieber, Ulrich; Engelhart, Marc
Rechtswissenschaften

Eignen sich freiwilligige Verhaltenskodizes von Unternehmen, sogenannte Compliance-Programme, als neue „zweite Spur“ zur Verhinderung von Wirtschaftskriminalität? Forscher am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht analysieren die aktuelle Compliance-Entwicklung und die Effektivität verschiedener kriminalpolitischer Strategien in Deutschland. In ihrer Studie zeigen sie neue Präventionskonzepte, die ein reformiertes Wirtschaftsstrafrecht mit einem System der staatlich-privaten Koregulierung verbinden.

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Studien zur Sicherheit in Deutschland

2013 Haverkamp, Rita; Hummelsheim, Dina; Armborst, Andreas
Rechtswissenschaften Sozialwissenschaften
Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht beschäftigt sich in einem interdisziplinären Verbundprojekt mit dem Sicherheitsempfinden der Bevölkerung. Erste Auswertungen einer Studie zeigen, dass sich die Befragten auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene um jeweils andere Bereiche Sorgen machen. Neben der subjektiv erlebten Sicherheit erfassen die Studien die statistisch-objektivierte wie auch die medial-diskursive Sicherheit und eröffnen damit neue Analysemöglichkeiten. mehr
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