Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht

Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht

Das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht (ehemals Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht) gliedert sich in drei Forschungsabteilungen: Kriminologie, Öffentliches Recht und Strafrecht. In der Abteilung Kriminologie wird darüber geforscht, welche individuellen Veranlagungen und welche Umweltfaktoren Menschen dazu bringen, eine Straftat zu begehen. Hierfür werden wissenschaftliche Langzeitstudien mit Verhaltensexperimenten in der Virtual Reality-Welt kombiniert. Die Abteilung Öffentliches Recht beschäftigt sich mit dem Recht der öffentlichen Sicherheit. Untersucht wird, wie die Rechtsordnung auf Gefahren reagieren kann, um möglichst Straftaten und andere Schäden bereits im Vorfeld zu verhindern. In der Abteilung Strafrecht wird zu den Grundlagen des Strafrechts, zu Verbotsnormen und Kriminalstrafen unter den Bedingungen von Globalisierung und der sozialen wie kulturellen Fragmentierung von gesellschaften geforscht. Die Forschungsausrichtung des Instituts ist grundlagenorientiert und durch den interdisziplinären rechts-, sozialwissenschaftlichen und psychologischen Forschungsansatz zugleich anwendungsorientiert.

Kontakt

Günterstalstr. 73
79100 Freiburg
Telefon: +49 761 7081-0
Fax: +49 761 7081-294
Symbol der Teamarbeit mit einer Gruppe von sieben Personen, die Tau ziehen.

Neue Messmethodik macht Konfliktverhalten in Gruppen messbar

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Zwei Männer im Anzug stehen in einem hellen Raum vor einem Banner und schütteln sich die Hand bei der Eröffnung des Max Planck Center for Democracy, Security and Human Rights.

Max Planck Center bringt Forschende aus Freiburg und Jerusalem zusammen
 

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Jugendliche stehen und sitzen auf einem Spielplatz. Sie halten Getränkeflaschen in den Händen. Einer trägt bunte Armbänder und eine Uhr und sitzt auf einem Spielplatzgerät (Wippe). Im Hintergrund ist eine Rutsche erkennbar.

Internationale Überblicksstudie zeigt langfristigen Abwärtstrend in Industrienationen

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Sechs analoge Druckmessgeräte mit roten und grünen Skalen auf Messingverbindungen.

Erste  Überwachungsgesamtrechnung für Deutschland zeigt komplexe Regelungsvielfalt

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Polizei

Eine Studie zeigt: Menschen mit Migrationshintergrund haben es bei der Bewerbung oft schwerer

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Was führt zu kriminellem Verhalten? Am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg untersucht ein Team, wie virtuelle Realität dabei helfen kann, Straftaten zu verhindern. Seine Erkenntnis: Der Blick in die Zukunft entscheidet.

In Freiburg schaffen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen virtuelle Räume, um Einbrecher bei ihrer Arbeit zu beobachten. Das hilft, Wohnviertel sicherer zu machen. Und löst zugleich ein altes Problem der Kriminologie.

Demokratie lässt sich mit demokratischen Mitteln abschaffen. Diese Lehre aus der Weimarer Republik war lange nicht mehr so aktuell wie heute. Wie weit können Gesetze die Demokratie schützen, und wo liegen die Grenzen? Forschende des Netzwerks Max Planck Law ergründen Wirkweise und Notwendigkeit rechtlicher Regelungen.

Studien zeigen: Je lauter politische Minderheiten in den sozialen Netzwerken schreien, desto stiller wird die demokratische Mehrheit. Hass, Hetze und Propaganda gedeihen in Echokammern besonders gut, dadurch wird die Wahrnehmung im politischen Diskurs verzerrt. Forschende untersuchen dieses Phänomen sozialwissenschaftlich, juristisch und mathematisch.

Bauernproteste, Demokratie-Demos und Pro-Palästina-Aktionen: Deutschland erlebt eine Demonstrationswelle wie lange nicht mehr. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen Umfragen zufolge hierzulande nicht frei, ihre Meinung zu äußern. Zu Unrecht, wie Rechtsexperte Ralf Poscher am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht feststellt.

Max-Planck-Forschende kooperieren mit Partnern in mehr als 120 Ländern. Hier schreiben sie über ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Patrick Mc Clanahan vom Freiburger Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht ist für sieben Monate nach Pennsylvania gereist. In vier Gefängnissen hat er verurteilte Einbrecher getroffen und sie dazu animiert, im Dienst der Wissenschaft Häuser auszurauben.

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Staaten setzen private Militärdienstleister (private military contractors, PMCs) in Konfliktgebieten ein – in der Hoffnung auf kurzfristige strategische Vorteile. Häufig jedoch werden dadurch in den Einsatzgebieten die Menschenrechte gefährdet. Die Risiken, die diese Praxis für die Staaten selbst mit sich bringen, werden oft übersehen. Was bedeutet es für einen Staat, wenn er militärische Macht an private Akteure auslagert? In meiner Forschungsarbeit untersuche ich die Risiken, die das militärische Outsourcing für die Rechtsstaatlichkeit und das staatliche Gewaltmonopol zur Folge hat.

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Gedanken eines Täters: Wo beginnt strafrechtliche Verantwortung?

2023 Hirsch, Philipp-Alexander; Payer, Andrés; Schwartz, Svenja; Weigel, Johannes Stefan

Rechtswissenschaften

Die  Forschungsgruppe „Strafrechtstheorie“ am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht untersucht die Grenzen strafrechtlicher Verantwortung: die Vorsatz-Fahrlässigkeit-Dichotomie, die Bedeutung von unbewusster Fahrlässigkeit sowie vorwerfbarer Tatsachenunkenntnis und wie das Strafrecht mit Motiven umgeht. Basierend auf einem interdisziplinären Ansatz, der normative und empirische Grundlagen des geltenden Rechts analysiert und internationale Rechtspraktiken vergleicht, soll eine transnationale Grammatikder subjektiven Zurechnung entwickelt werden. 

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Kurzfristig denken, kriminell handeln

2022 Deitzer, Jessica; Kübel, Sebastian; van Gelder, Jean-Louis

Sozialwissenschaften

Kurzfristig denkende – das heißt impulsive, sensationslüsterne und wenig zukunftsorientierte – Menschen begehen mit höherer Wahrscheinlichkeit Straftaten. In unserer Forschung befassen wir uns mit den Einflüssen und Erfahrungen, die solche Denkweisen formen. Demnach sind etwa ein raues und unberechenbares Umfeld, Viktimisierung, und ein früher erster Polizeikontakt mit kurzfristigen Denkweisen verbunden. Unsere Ergebnisse tragen dazu bei, den Zusammenhang zwischen kurzfristigem Denken bei Jugendlichen und späterer Kriminalität zu erklären.

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Entwicklung eines periodischen Überwachungsbarometers für Deutschland

2021 Poscher, Ralf; Kilchling, Michael; Landerer, Lukas

Rechtswissenschaften

In der rechtspolitischen Diskussion wird seit Langem kontrovers über die Notwendigkeit einer gesamtheitlichen Erfassung und verfassungsrechtlichen Bewertung der zahlreichen Überwachungsbefugnisse der Sicherheitsbehörden debattiert. Wir entwickeln nun erstmals ein Konzept zum Aufbau eines periodischen Überwachungsbarometers. Auf der Basis eines theoretisch und empirisch unterlegten Modells entsteht ein Instrumentarium, mit dem die reale Überwachungslast gemessen und bewertet werden kann. Ziel ist die Sichtbarmachung der damit einhergehenden Freiheitsbelastung der Bürgerinnen und Bürger.

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Das Dilemma der Triage

2020 Hörnle, Tatjana

Rechtswissenschaften

Die COVID-19-Pandemie hat zeitweise dazu geführt, dass nicht alle lebensgefährlich Erkrankten behandelt werden konnten. Ein Triage-Gesetz existiert nicht. Welche Auswahlkriterien – wie Alter oder die Erfolgsaussicht einer Behandlung – angemessen und zulässig sind und wer diese festlegt, ist hochumstritten. Welche Vorgaben ergeben sich aus der Verfassung und dem Strafrecht? Ist Ex-post-Triage eine Straftat? Wir haben mit Fachleuten verschiedener Disziplinen solche ethischen und rechtlichen Fragen aufgearbeitet.

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