Max Planck ETH Center for Learning Systems um fünf Jahre verlängert

Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und ETH Zürich verstärken Zusammenarbeit

8. Juni 2020

Die beiden Spitzenforschungseinrichtungen im Bereich der intelligenten Systeme vereinbaren, ihre Forschungspartnerschaft, das Max Planck ETH Center for Learning Systems, für weitere fünf Jahre fortzusetzen. Zudem werden weitere Direktoren des Max-Planck-Institus für Intelligente Systeme als affiliierte Professoren an die ETH berufen, was den akademischen Austausch weiter befördert.

Das Max Planck ETH Center for Learning Systems (CLS) geht in die nächste Runde: Das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) und die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich verlängern ihre Forschungskooperation um weitere fünf Jahre.

Das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) und die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich – beide weltweit führend auf dem Gebiet der intelligenten Systeme – bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Sie verlängern ihre Forschungskooperation, das Max Planck ETH Center for Learning Systems (CLS), um weitere fünf Jahre. Die Max-Planck-Gesellschaft und die ETH Zürich werden gemeinsam bis 2025 zusätzliche 5 Millionen Euro in das Zentrum einbringen und damit die bisherigen Mittel auf insgesamt 10 Millionen Euro verdoppeln. Zusätzlich werden leitende Wissenschaftler des MPI-IS als affiliierte Professoren an die ETH berufen, was den akademischen Austausch weiter intensiviert. Zum 1. Juni wurde Metin Sitti, Direktor am MPI-IS in Stuttgart, zum affiliierten Professor für Physische Intelligenz an der ETH ernannt. Sitti ist auch stellvertretender Co-Direktor des CLS.

Das CLS wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, gemeinsam an interdisziplinären Projekten zu forschen, die sich mit dem Design und der Analyse sowohl natürlicher als auch künstlicher lernender Systeme befassen. Das exzellente ingenieurwissenschaftlichen Fachwissen der Forscherinnen und Forscher der ETH – eine der weltweit führenden technisch-naturwissenschaftlichen Universitäten – ergänzt perfekt die Kompetenzen im Bereich Naturwissenschaften und Informatik am MPI-IS. Die Zusammenarbeit erstreckt sich dabei über alle Ebenen, von Professorinnen und Professoren bis hin zu Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die eine Promotion anstreben  Beide Partnerinstitutionen messen der Kooperation einen hohen Stellenwert bei, da sie der Überzeugung sind, dass ein starker akademischer Austausch in Europa unerlässlich ist, um die Entwicklung der modernen KI aktiv mitzugestalten. Eine enge Zusammenarbeit habe weit höhere Schlagkraft, als wenn jede Forschungseinrichtung ihren eigenen Weg ginge.

„In dem Maße, wie der wirtschaftliche und gesellschaftliche Einfluss von KI zunimmt, nehmen auch die Investitionen zu, insbesondere in den USA und in China. Das CLS wird die weitere Entwicklung Europas auf diesem Gebiet beeinflussen und zeigen, dass es möglich ist, international wettbewerbsfähig zu sein. Das CLS dient auch als Inspiration für ELLIS, ein Netzwerk, das herausragende KI-Forschung in ganz Europa miteinander vernetzt. In der nächsten Phase des CLS wollen wir gemeinsam einen Leuchtturm für Maschinelles Lernen und moderne Künstliche Intelligenz in Europa erschaffen", sagt Bernhard Schölkopf, Co-Direktor und Mitbegründer des CLS, der die gemeinsamen Aktivitäten und den Ausbau des CLS wesentlich vorangetrieben hat. Der weltweit führende Wissenschaftler auf dem Gebiet des Maschinellen Lernens und der Kausalen Inferenz ist Direktor am MPI-IS und affiliierter Professor für Empirische Inferenz an der ETH.

Nachwuchsforschende stellen mit KI die Weichen für ihre Zukunft

Derzeit sind 51 Mitglieder und assoziierte Mitglieder Teil des CLS: 35 Professorinnen und Professoren der ETH Zürich und 16 Direktorinnen und Direktoren sowie Gruppenleiterinnen und -leiter des MPI-IS. Das Herzstück des CLS ist die gemeinsame Graduiertenschule. Doktorandinnen und Doktoranden des CLS haben an jedem Partnerinstitut einen Betreuer, verbringen Zeit an beiden Standorten und promovieren schließlich an der ETH Zürich. Gegenwärtig gehen 24 junge Forscherinnen und Forscher diesen Weg, weitere sechs kommen bald hinzu. Eine weitere Möglichkeit für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sich zu beteiligen, ist die Teilnahme als assoziierte Mitglieder: Derzeit hat das CLS 17 assoziierte Doktorandinnen und Doktoranden, sowie 15 auf der Postdoc-Ebene. Fast 40 Forschende haben bereits ihre Promotion im Rahmen des CLS abgeschlossen. Das Alumni-Netzwerk wächst stetig.

Mit Blick auf die Zukunft wird das CLS die bestehende Kooperation vertiefen und eine Reihe struktureller Maßnahmen auf der Ebene der leitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler umsetzen. Darüber hinaus wird das CLS Synergien mit der Cyber Valley Initiative schaffen und eng mit deren Doktorandenschule IMPRS-IS zusammenarbeiten. Zudem wird sich das CLS in die wachsenden Aktivitäten des ELLIS-Netzwerks einbringen.

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