Max-Planck-Institut für medizinische Forschung

Max-Planck-Institut für medizinische Forschung

Am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus der Physik, der Chemie und der Biologie, um Erkenntnisse zu gewinnen, die langfristig für die Medizin wichtig sein könnten. Zentrales Thema sind die immens komplexen Wechselwirkungen zwischen Makromolekülen in der lebenden Zelle - egal ob gesund oder krankhaft. Sie zu beobachten und zu manipulieren, steht dabei im Mittelpunkt. Dazu tragen die derzeit vier Abteilungen am Institut mit ihrer komplementären Expertise bei: Sie widmen sich der optischen Mikroskopie mit Nanometerauflösung, dem Design chemischer Reportermoleküle, der Bestimmung der atomaren Struktur von Makromolekülen und der zellulären Materialwissenschaft und Biophysik.

Kontakt

Jahnstraße 29
69120 Heidelberg
Telefon: +49 6221 486-0
Fax: +49 6221 486-351

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Neues Werkzeug zur Erforschung von Alzheimer

Ein neuer Biomarker ermöglicht es, einen Schlüsselspieler der Krankheit sichtbar zu machen und zu untersuchen

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Neubau für Forschungsnetzwerk „Biologie auf der Nanoskala“

Ministerin und der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft unterzeichnen Absichtserklärung in Heidelberg

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Eine stabile Hülle für künstliche Zellen

Wissenschaftler entwickeln zellähnliche Lipidvesikel, die sie mit natürlichen Zellproteinen ausstatten können

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Molekulare Schalter im Rampenlicht

Erste Einblicke in Strukturänderungen beim „Anschalten“ fluoreszierender Proteine

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Leseproben aus dem Jahrbuch

Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt.

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Leben ist Bewegung und Austausch mit der Umwelt – das gilt auch für Zellen innerhalb eines Organismus. Damit Zellen von einem Ort zum andern gelangen, müssen sie sich aber nicht nur fortbewegen können, sie müssen auch mit ihrer Umgebung in Kontakt treten. Joachim Spatz und sein Team verfolgen am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg, wie Zellen dabei vorgehen. Der Träger des Leibniz-Preises 2017 schickt diese dafür auf den Laufsteg und durch mit Hindernissen gespickte Parcours und testet ihre mechanischen Hafteigenschaften.

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Zellen unterwegs: die kollektive Zellwanderung unter der Lupe

2018 Spatz, Joachim P.; Vishwakarma,Medhavi; Das, Tamal; Grunze, Nina

Strukturbiologie Zellbiologie

Die gemeinsame und koordinierte Bewegung von Zellen in einer Gruppe ist für die Neubildung und den Umbau von Gewebe von großer Bedeutung. Sie spielt nicht nur bei lebenswichtigen Prozessen wie Wundheilung und Embryonalentwicklung eine große Rolle, sondern auch bei der Verbreitung von Krebszellen im Körper. Den Heidelberger Max-Planck-Wissenschaftlern ist es gelungen, die hierbei entscheidenden physikalischen und molekularen Mechanismen zu entschlüsseln, welche die Vernetzung und Orientierung in wandernden Zellgruppen steuern.

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Raketentreibstoff in Bakterien

2017 Dietl, Andreas; Barends, Thomas

Strukturbiologie Zellbiologie

Der Kreislauf des Stickstoffs und sein Austausch zwischen organischer Materie und der Atmosphäre ist wesentlich für alles Leben auf der Erde. Einer der wichtigsten chemischen Wege dieses Kreislaufes wurde erst in den 1990er Jahren entdeckt: Der Anammox-Prozess, der von spezialisierten Bakterien durchgeführt wird, verläuft über Hydrazin, einen extrem reaktiven Stoff, der den Menschen als Raketentreibstoff dient. Eine Untersuchung der Struktur der Enzyme, die Hydrazin in der bakteriellen Zelle verarbeiten, liefert Einblicke in die Möglichkeiten unkonventioneller intrazellulärer Chemie.

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Wie orientieren wir uns?

2016 Sprengel, Rolf; Seeburg, Peter H.

Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Sich in seiner täglichen Umgebung orientieren zu können, ist überlebenswichtig. Doch wie bewältigen wir diese Aufgabe? Die Antwort ist unter anderem essenziell für das Verständnis von Demenzerkrankungen. An der Maus untersuchten Wissenschaftler, wie Informationen über ihre Umgebung gewichtet und für die Orientieren genutzt werden. Sie konnten zeigen, dass Nervenzellen der zentralen Gehirnregion, des Hippokampus, sog. NMDA-Rezeptoren nutzen, um widersprüchliche Informationen bei der Orientierung zu erkennen und zu bewerten – nicht, wie bisher vermutet, um Ortskenntnisse zu speichern.

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Wege zur effizienten Synthese von neuen Glykopeptid-Antibiotika

2015 Cryle, Max

Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Angesichts der rapide steigenden Resistenzen gegenüber Antibiotika ist es dringend notwendig, veränderte Glykopeptid-Antibiotika schnell produzieren zu können. Dies ist industriell zurzeit nicht möglich, weil die entscheidenden Schritte der natürlichen Synthese teilweise unbekannt sind und daher nicht simuliert werden können. Neue Erkenntnisse über diese Mechanismen geben Hoffnung, dass man diese Vorgänge im Labor kopieren kann und entstehenden bakteriellen Resistenzen vielfältige, wesentlich modifizierte Glykopeptid-Antibiotika entgegensetzt.

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Stress bei Zebrafischen

2014 Ryu, Soojin

Entwicklungsbiologie Neurobiologie

Die Fähigkeit eines Tieres, auf Stress zu reagieren, kann in einer ungewohnten und feindlichen Umgebung über Leben und Tod entscheiden. Soojin Ryu erforscht am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung anhand von Zebrafischlarven, wie Stress das Gehirn und das Verhalten verändert.

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