Jyothilakshmi Vadassery, Leiterin einer Max-Planck-Partnergruppe in Neu Dehli

Indien

Eine Erfolgsgeschichte der Max-Planck-Programme

Die Max-Planck-Gesellschaft erfreut sich großer Beliebtheit bei den wissenschaftlichen Nachwuchskräften Indiens. 2020 stammte mehr als jeder zehnte ausländische Doktorand an Max-Planck-Instituten aus Indien – ein Anstieg von mehr als 21 Prozent in den letzten fünf Jahren. Damit bilden indische Doktorandinnen und Doktoranden die zweitgrößte ausländische Gruppe an Max-Planck-Instituten insgesamt und die größte Gruppe an den International Max Planck Research Schools (IMPRS).

Dr. Jyothilakshmi Vadassery vom National Institute for Plant Genome Research in New Delhi forscht mit ihrer Partnergruppe zum Thema: „Calcium regulated plant defence strategies upon insect pest attack“.

Dieser schnell gewachsene Anstieg lässt erkennen, dass sich die von der Max-Planck-Gesellschaft entwickelten Programme zum internationalen Austausch und zur Netzwerkbildung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besonders in Indien zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt haben. Ein prägnantes Beispiel hierfür ist auch das Partnergruppenprogramm. In keinem anderen Land sind so viele Partnergruppen aktiv wie in Indien: Seit 2005 wurden 72 Partnergruppen in Indien gegründet, von denen im Februar 2021 37 aktiv sind. Ein Grund für den Erfolg des Partnergruppenprogramms in Indien ist die hohe Anzahl indischer Promovierender und Postdocs an MPIs. In deren Pool finden sich erfolgreiche Nachwuchsforschende. Wenn diese nach Indien zurückkehren, können sie dort mit den Partnergruppenmitteln PhD Students und Postdocs in ihrer eigenen Forschungsgruppe fördern.    

Zusammenarbeit in Max Planck Centern

Eine enge Kooperation ist auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften zu verzeichnen. Hier gibt es mit dem Indo-German Max Planck-NCBS Center on Lipid Research ein gemeinsames Forschungsprojekt auf Spitzenniveau. Es wird federführend vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden sowie dem National Centre of Biological Sciences (NCBS) in Bangalore geleitet. Beteiligt sind aber auch das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam sowie das Institute of Life Sciences in Bhubeneswar. Sie arbeiten gemeinsam daran, das komplette Inventar an Lipiden in Zellen und Organismen zu analysieren. Damit wollen sie Instrumente entwickeln, mit denen sie die einzelnen Fettbestandteile für die biologische Systemanalyse nutzen können. Das erleichterte es, Krankheiten zu erforschen und zu behandeln. [Mehr]

Auch auf dem Gebiet der Computerwissenschaften gibt es eine deutsch-indische Zusammenarbeit auf Center-Niveau. Die Indo Max Planck Collaboration in Computer Science (IMPECS) wird von den Max-Planck-Instituten für Informatik und Softwaresysteme in Saarbrücken und Kaiserlautern seit 2016 am Indian Institute of Technology (IIT) Delhi betrieben.

In Deutschland forschen - mit dem Max-Planck-India Mobility Grant 

Qualifizierte und vielversprechende indische Postdoktorandinnen und -doktoranden, die bereits ein erkennbares wissenschaftliches Profil aufweisen und ihren Doktortitel vor nicht länger als vier Jahren erhalten haben, können sich für Max Planck-India Mobility Grants bewerben. Dies ist das ganze Jahr über möglich. 

Wer den Grant erhält, muss jährlich mindestens einen Monat an einem Max-Planck-Institut verbringen. Das gastgebende Institut erhält für die indischen Postdocs pro Jahr Mittel in Höhe von EUR 3.000 für eine Laufzeit von insgesamt vier Jahren, die für Flug-, Aufenthalts- und lokale Reisekosten verwendet werden können.

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