Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

Am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin wird erforscht, wie sich in der jahrhundertelangen Wechselwirkung zwischen den Wissenschaften und den sie umgebenden Kulturen neue Kategorien des Denkens, des Beweisens und der Erfahrung herausgebildet haben. Epochen- und raumübergreifende vergleichende Studien untersuchen dabei, unter welchen historischen Voraussetzungen wissenschaftliche Kultur und Wissenschaft als eine Kultur entstanden sind. Die einzelnen Forschungsprojekte umfassen mehrere Jahrtausende, sie beziehen sich auf die Kulturen des Westens und des Ostens, des Nordens und des Südens, und auf die unterschiedlichsten Disziplinen, von der babylonischen Mathematik bis zur heutigen Genetik, von der Naturgeschichte der Renaissance bis zu den Anfängen der Quantenmechanik.

 

Kontakt

Boltzmannstr. 22
14195 Berlin
Telefon: +49 30 22667-0
Fax: +49 30 22667-299

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Strukturwandel von Wissenssystemen

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Abteilung Ideale und Praktiken der Rationalität

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Abteilung Experimentalsysteme und Räume des Wissens

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Leopoldina plädiert für einen nachhaltigen Ansatz bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt eine Wende hin zu nachhaltigen Wirtschaftsformen, mehr europäischer und internationaler Kooperation sowie eine Stärkung der Daseinsvorsorge und Gemeinschaftsgüter, die unsere Gesellschaften gegenüber zukünftigen Krisen resilienter macht

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<span>„In kürzester Zeit entstand eine Welle der Solidarität“</span>

Dagmar Schäfer, Direktorin am MPI für Wissenschaftsgeschichte, hat die Initiative "History of Science ON CALL" mitbegründet. Sie zeigt: Wissenschaft rückt in Zeiten von Corona noch enger zusammen

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Eine Inventur des fossilen Zeitalters

Der Klimawandel erfordert, dass wir uns von Erdöl und Kohle verabschieden. Doch unsere Gesellschaft, speziell unser Ideal von Freiheit und Wohlstand, ist in ungeahntem Maße von den fossilen Rohstoffen geprägt. Wie stark diese Abhängigkeit ist und welche Wege es gibt, davon loszukommen

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Viermal erfolgreich

Viermal erfolgreich

5. Dezember 2019

Eine Max-Planck-Wissenschaftlerin und drei Max-Planck-Wissenschaftler werden in diesem Jahr mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet

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Forschungsfreiheit - eine unendliche Geschichte

Die akademische Freiheit, wie wir sie heute kennen, fußt ganz wesentlich auf ihrer Ausgestaltung in Deutschland im 19. Jahrhundert. Damals konnten nicht nur die Professoren eigenständig über ihre Themen entscheiden, sondern auch die Studierenden waren aus heutiger Sicht erstaunlich frei. Lorraine Daston vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin hat sich mit der Entwicklung der Wissenschaftsfreiheit und ihren Grenzen befasst

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Der Klimawandel erfordert, dass wir uns von Erdöl und Kohle verabschieden. Doch unsere Gesellschaft, speziell unser Ideal von Freiheit und Wohlstand, ist in ungeahntem Maße von den fossilen Rohstoffen geprägt. Wie stark diese Abhängigkeit ist und welche Wege es gibt, davon loszukommen, das untersuchen Forscherinnen und Forscher am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.

Thomas Turnbull vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin ist in das Projekt „Mississippi. An Anthropocene River“ involviert. Als Teil dieses Projektes ist Turnbull eine Strecke des Mississippis hinuntergepaddelt. Er erzählt von einem Fluss, der sinnbildlich für die menschengemachte Veränderung natürlicher Systeme steht.

Die akademische Freiheit, wie wir sie heute kennen, fußt ganz wesentlich auf ihrer Ausgestaltung in Deutschland im 19. Jahrhundert. Damals konnten nicht nur die Professoren eigenständig über ihre Themen entscheiden, sondern auch die Studierenden waren aus heutiger Sicht erstaunlich frei. Lorraine Daston vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin hat sich mit der Entwicklung der Wissenschaftsfreiheit und ihren Grenzen befasst.

Sie gilt als goldenes Zeitalter der Toleranz: die Convivencia – eine Epoche friedlichen Zusammenlebens von Muslimen, Juden und Christen im mittelalterlichen Spanien. Bis heute lebt der Mythos dieser Ära fort. Forscherinnen und Forscher der Max-Planck-Institute für ethnologische Forschung in Halle und für Wissenschaftsgeschichte in Berlin untersuchen die Historie der Convivencia und ihre Vorbildfunktion für die heutige Zeit.

Für Wissenschaftshistoriker ist Big Data kein neues Phänomen. Auch im 18. und 19. Jahrhundert sammelten Wissenschaft und staatliche Stellen enorme Datenmengen. Und schon damals war es eine Herausforderung, sie sinnvoll auszuwerten. Die Gruppe um Elena Aronova, Christine von Oertzen und David Sepkoski vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin untersucht, mit welchen – teils überraschenden – Methoden in der Vergangenheit gearbeitet wurde und wie der geänderte Umgang mit Daten auch Wissenschaft und Gesellschaft veränderte.

Leitung einer Max-Planck-Forschungsgruppe/ Universitätsprofessur (m/w/d)

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 2. Juli 2020

Heisenberg und die Suche nach einer endgültigen Theorie

2019 Blum, Alexander S

Kulturwissenschaften

Die Suche nach einer endgültigen, grundlegenden Theorie (final theory) war ein Leitmotiv der Physik des zwanzigsten Jahrhunderts. Die von Alexander Blum geleitete Max-Planck-Forschungsgruppe „Historical Epistemology of the Final Theory Program (Historische Epistemologie des Projekts einer endgültigen Theorie)“ untersucht und bewertet diese jahrhundertlange Suche mit den Methoden der historischen Epistemologie. Hier zeigt sie die (gescheiterten) Versuche des späten Werner Heisenberg, eine solche endgültige Theorie aufzustellen.

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Die Arbeitsgruppe "Proteine und Fasern" am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte befasst sich eingehend damit, wie sich Techniken und Verfahren der Verwendung tierischer Stoffe an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten entwickelt haben. Die Geschichte der chirurgischen Seidennaht in Japan verweist auf einen neuen Ansatz in der Geschichte der Tiere. Durch die Beschäftigung mit proteinhaltigen Fasern als Stoff des Lebens, der einer wissenschaftlichen Analyse unterzogen wird, nimmt eine Geschichte der biologischen Stofflichkeit Gestalt an.

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Bergbau war eine der wichtigsten Triebkräfte der dynamischen ökonomischen und technischen Entwicklung im frühneuzeitlichen Europa. Dieses Forschungsprojekt, angesiedelt in Abteilung I des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte und Teil eines größeren Projekts zur Geschichte der Erd- und Umweltwissenschaften im Anthropozän, eröffnet eine neue Perspektive auf die frühneuzeitliche Bergbauindustrie als soziomaterielles Phänomen sui generis – das durch die Verknüpfung ökonomischer Praktiken und wissenschaftlicher Techniken mit bedeutungsstiftenden Affekten und Wünschen entsteht.

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Experiencing the global environment: Zwischen leiblichen und weltumspannenden Maßstäben

2016 Camprubí, Lino; Lehmann, Philipp

Kulturwissenschaften

Wer kommunizieren möchte, wie dringlich eine Verringerung der weltweiten Kohlenstoffemissionen ist, stößt auf eine wesentliche Schwierigkeit: Die Menschen und ihre Regierungen erleben die Gefahren des Klimawandels nur mittelbar. Wir nehmen zwar die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit in unserer unmittelbaren Umgebung zu einem bestimmten Zeitpunkt wahr. Uns fehlt aber jede direkte Erfahrung der globalen Umwelt. Die Arbeitsgruppe Experiencing the Global Environment am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte untersucht die Geschichte dieser Wahrnehmungslücke.

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Wissenschaftsgeschichte zum Nachhören

2015 Tkaczyk, Viktoria

Kulturwissenschaften

Die Max-Planck-Forschungsgruppe „Epistemes of Modern Acoustics“ befasst sich mit der Doppelfunktion von Schall als Forschungsobjekt und als Erkenntnisinstrument. Dazu fragt die Forschungsgruppe nach den Ermöglichungsbedingungen akustischen Wissens. Welches historische Wissen konnte allein auf akustischem Wege gewonnen oder repräsentiert werden? Wann und wie wurden deshalb akustische Apparate, Instrumente und Maschinen als alternative Forschungsmittel eingesetzt?

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