Erfolgreich bei Starting Grants

Europäischer Forschungsrat fördert 20 Max-Planck-Wissenschaftler

Auch in der jüngsten Ausschreibungsrunde für die ERC Starting Grants hat die Max-Planck-Gesellschaft mit insgesamt 20 Grants wieder ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Nur das französische CNRS hat mit 25 noch mehr Grants eingeworben. Mit einer Erfolgsquote von knapp 30 Prozent waren die Anträge der Max-Planck-Forscher mehr als doppelt so häufig erfolgreich wie der Durchschnitt.

Die Starting Grants des ERC fördern herausragende Forschungsprojekte mit bis zu 1,5 Millionen Euro.

Die ERC Starting Grants fördern vielversprechende Nachwuchswissenschaftler/innen, deren Promotion zwei bis sieben Jahre zurückliegt. Diese können damit eine eigene Arbeitsgruppe aufbauen und am Beginn einer unabhängigen Karriere stehen. Die Begutachtung der Projekte erfolgt in einem zweistufigen Peer Review-Verfahren von unabhängigen Experteninnen und Experten. Das alleinige Auswahlkriterium ist die wissenschaftliche Exzellenz. Von insgesamt 3106 eingereichten Anträgen wurden europaweit 408 Anträge bewilligt. Das entspricht einer Erfolgsquote von 13,1 Prozent.

Im europäischen Vergleich liegt die Max-Planck-Gesellschaft hinter dem CNRS (Centre national de la recherche scientifique) auf Platz Zwei. Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich erhielt 15, die Universitäten Oxford und Universität Cambridge je zehn und acht Grants. Weitere erfolgreiche deutsche Einrichtungen sind die Ludwig-Maximilians-Universität München mit zehn Grants, die Helmholtz-Gemeinschaft und die Technische Universität München sowie die Leibniz-Gemeinschaft mit jeweils drei Grants.

Diese Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler waren bei den diesjährigen ERC Starting Grants erfolgreich:

Chemie, Physik, Technik

  • Karl Bringmann, MPI für Informatik
  • Josep Cornellà, MPI für Kohlenforschung
  • Andreas Geiger, MPI für Intelligente Systeme, Tübingen
  • Markus Heyl, MPI für Physik komplexer Systeme
  • Susanne Mertens, MPI für Physik
  • Guillaume Salomon, MPI für Quantenoptik

Biologie, Medizin

  • Damien Farine, MPI für Verhaltensbiologie
  • Henning Fenselau, MPI für Stoffwechselforschung
  • Moritz Kreysing, MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik
  • Javier Lopez Garrido, MPI für Evolutionsbiologie
  • Lena Pernas, MPI für Biologie des Alterns
  • Jane Reznick, MPI für Biologie des Alterns*
  • Friedhelm Serwane, MPI für medizinische Forschung*
  • Martin Vinck, Ernst Strüngmann Institut (ESI)

Geistes- und Sozialwissenschaften

  • Pavel Grigoriev, MPI für Demographische Forschung
  • Patrick Roberts, MPI für Menschheitsgeschichte
  • Stephan Schiffels, MPI für Menschheitsgeschichte
  • Nicolas Schuck, MPI für Bildungsforschung
  • Michael Artur Skeide, MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften
  • Robert Spengler, MPI für Menschheitsgeschichte

* Vermutlich Wechsel mit dem Grant zu einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung. 

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