Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern

Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern

Ursprünglich als ein Max-Planck-Institut gegründet, das sich mit der Bereitstellung von Gemeinschaftsgütern befasst, hat sich das Institut mittlerweile zu einer internationalen Forschungsstätte entwickelt, die sich in ihrer Arbeit vor allem auf die angewandte Ökonomie und das Verhaltensrecht konzentriert. Darüber hinaus beherbergt das Institut drei unabhängige Forschungsgruppen zu den Themen Zivilcourage („Moral Courage“), ökonomische Kognition („Economic Cognition“) und Mechanismen normativen Wandels („Mechanisms of Normative Change“). Die Forscher aus verschiedenen Disziplinen – wie den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, der Psychologie und der Soziologie – bilden eine interdisziplinäre Forschergemeinschaft, die von den Ideen der jeweils anderen Disziplin profitiert. Die Kernbereiche des Instituts umfassen ein breites Spektrum an Themen, darunter die Bildung wirtschaftlicher Präferenzen; Teamentscheidungen; die Analyse von Vertrauensgütern (credence goods); die Bestimmung normativer Probleme, die eine rechtliche Intervention erfordern; die Auswirkungen solcher Interventionen; die Generierung und Anwendung von Regeln; die psychologischen Prozesse von Zuschauerinterventionen gegen Normenverstöße; die kognitiven und affektiven Prozesse, die zu Entscheidungen führen; sowie das Reflektieren über soziale Normen.

Kontakt

Kurt-Schumacher-Str. 10
53113 Bonn
Telefon: +49 228 91416-0
Fax: +49 228 91416-355

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS on Adapting Behavior in a Fundamentally Uncertain World

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Mit Ausdauer lässt sich viel erreichen

Das Max-Planck-Forum am 20. November in Bonn widmete sich Faktoren, die das Leben erfolgreich verlaufen lassen

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Geduld zahlt sich aus

„Weiter, immer weiter!“ hieß die Devise des Nationaltorwarts Oliver Kahn. Matthias Sutter vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn hat das, was Erfolg ausmacht, nun wissenschaftlich untersucht und Erfolgsbedingungen definiert, die von Kahns Motto gar nicht so weit entfernt sind. Welche Eigenschaften jemand mitbringen muss und wie man sie am besten lernt, erklärt er im Interview.

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Psychologischer Trick überbrückt Geschlechterdifferenz

Die Bereitschaft von Männern und Frauen, sich im Wettbewerb zu stellen, lässt sich angleichen

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„Zivilcourage ist überall nötig“

Die Psychologin Anna Baumert versucht mit ihrem Team Persönlichkeitsmerkmale zu identifizieren, die mutiges Einschreiten bei Unrecht ermöglichen

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Die Psychologie des Gebens

Warum wir teilen, auch wenn das keinen direkten Nutzen für uns hat

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Sicherheit und Umweltschutz, Infrastruktur und Internet – wenn Gemeinschaftsgüter ihren Segen entfalten sollen, müssen sich alle an Regeln halten. Fabian Winter vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn untersucht die Bedingungen dafür. Und liefert überraschende Belege für politische Eingriffe in die sozialen Medien.

Hier hat jemand ordentlich aufgeräumt. Selbst die Vorhänge sind alle akkurat in dieselbe Richtung geschoben. Das Blau der einzelnen Bildelemente harmoniert fast zu gut. Aber halt: Hätte man nicht auch die Sitzlehnen auf eine Höhe stellen können? Und warum sind die Zahlen auf den Schildchen der Kabinen so durcheinander? Wo sind wir eigentlich? In einem verlassenen Callcenter? In einem Wahllokal? Findet hier Wissenschaft statt, wenn niemand guckt? Lüften wir das Geheimnis: Das Bild zeigt das älteste Labor für experimentelle Wirtschaftsforschung in Europa, das BonnEconLab. Schon seit 1984 untersuchen hier Wissenschaftler das wirtschaftliche Verhalten von Menschen. Fast 30 000 Personen haben bis heute an ihren Experimenten teilgenommen. Auch das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern nutzt das Labor regelmäßig. Experimentierfreudige Probanden können bei den Versuchen im BonnEconLab „spielend“ Geld verdienen. Ob als Marktteilnehmer, als Bieter in einer Auktion oder in Verhandlungen: Ständig treffen die Versuchspersonen mehr oder weniger erfolgreiche Entscheidungen. Der Erfolg, von dem am Ende die Entlohnung der einzelnen Teilnehmer abhängt, wird dabei maßgeblich von den Entscheidungen der Mitspieler beeinflusst. Und auch der Zufall spielt eine Rolle – ganz wie im richtigen Leben. Innerhalb der Wirtschaftswissenschaften war die Experimentalökonomie lange umstritten. Mit der Spieltheorie kamen in den 1960er-Jahren erste ökonomische Experimente auf. Doch die Erkenntnis, dass man sich auch in der ökonomischen Forschung verstärkt auf experimentelle Ergebnisse stützen muss, setzte sich nur langsam durch. Heute ist das Experiment in der Ökonomie als Forschungsmethode anerkannt – deutsche Wissenschaftler waren von Anfang an ganz vorn mit dabei.

Korruption wird in allen Rechtsordnungen der Welt bestraft – aber ganz unterschiedlich. Wie, das untersuchen Christoph Engel, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn, und seine Mitarbeiter Sebastian Goerg und Gaoneng Yu im Rahmen eines Laborexperiments an zwei Universitäten in Deutschland und China.

Machen Boni Beine?

MPF 3 /2009 Kultur & Gesellschaft

Anreize für Manager gab es schon im 19. Jahrhundert. Aber für die Unternehmen erweisen sie sich nicht unbedingt als lohnende Investition.

Die Gier der Hypothekenbanken allein erklärt das Fiasko nicht.

Ausbildung als Kauffrau/-mann für Büromanagement

Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn 7. Dezember 2018

Ausbildung als Fachangestellte/-r für Medien- und Informationsdienste (FaMI) - Fachrichtung Bibliothek

Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn 7. Dezember 2018

Ausbildung als Fachinformatiker/-in Systemintegration

Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn 7. Dezember 2018

Warum braucht der Geist das Recht?

2018 Engel, Christoph

Rechtswissenschaften Sozialwissenschaften

Braucht der Geist das Recht, damit die Werktätigen des Geistes nicht verhungern? Das ist die Position des amerikanischen Rechts. Oder braucht der Geist das Recht, weil die Urheber Anerkennung für ihre geistige Leistung erwarten? Das ist die Position des kontinentaleuropäischen Rechts. Es schützt deshalb nicht nur ein Vermögensrecht, sondern auch ein Persönlichkeitsrecht, etwa zur Namensnennung. Im Experiment zeigt sich, dass nur eine Minderheit von Fotografen bereit ist, auf Persönlichkeitsrechte zu verzichten.

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Kontinentaleuropäisches Rechtsdenken steht Empirie und Statistik traditionell eher fern. Und doch versuchen Juristen schon seit über einhundert Jahren, Erkenntnisse über den Ist- und den Soll-Zustand der Gesellschaft zusammenzubringen. Diese Versuche mussten sich immer wieder an neue Denkparadigmen anpassen und richten sich heute auf die argumentative Bewältigung verschiedener Weltbeschreibungen; insofern sind sie für die Rechtsarbeit unverzichtbar und werden auch die juristische Ausbildung künftig entscheidend prägen. Komplexe Rechtswirklichkeiten erfordern statistisches Rechtsdenken.

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Finanzstabilität und Staatsanleihen

2016 Luck, Stephan; Schempp, Paul

Rechtswissenschaften Sozialwissenschaften

Banken vergeben langfristige Kredite, refinanzieren sich jedoch sehr kurzfristig. Diese Fristentransformation ist nicht nur eine wesentliche Funktion von Banken, sie ist auch einer ihrer größten Risikofaktoren. Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern zeigt, dass ein starker Staat das Refinanzierungsrisiko seiner Banken reduzieren kann, indem er ihnen Staatsanleihen zur Verfügung stellt. Bei international verflochtenen Finanzsystemen kann es im Interesse aller Teilnehmer sein, dass ein starker Staat schwächere Staaten durch eine Bankenunion schützt.

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Die kognitiven Prozesse in sozialen Dilemmaentscheidungen

2015 Fiedler, Susann

Kognitionsforschung Rechtswissenschaften Sozialwissenschaften

Um Entscheidungen im Kontext sozialer Dilemmata besser zu verstehen, werden am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern die beteiligten kognitiven Prozesse untersucht. Mithilfe von Blickbewegungsaufzeichnung kann gezeigt werden, dass Unterschiede in den sozialen Präferenzen mit Unterschieden in der Informationssuche und -verarbeitung einhergehen. Kooperative Personen nutzen für ihre Entscheidungen alle verfügbaren Informationen, wägen eigene Gewinne gegen potenzielle Verluste anderer ab und benötigen länger als individualistische Entscheider.

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Wer persönliche Informationen preisgibt, nimmt dafür nicht selten erhöhten sozialen Druck in Kauf. Für den damit verbundenen Verlust von Verhaltensfreiheit lassen sich die meisten Menschen schon mit minimalen Geldbeträgen entschädigen. Zugleich scheint es nur wenige Menschen zu kümmern, dass persönliche Informationen dauerhaft gespeichert werden. Wenn die Löschung persönlicher Informationen nicht angeregt wird, machen nur wenige Menschen von einem Recht auf Vergessenwerden Gebrauch.

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