Max-Planck-Institut für Ornithologie

Max-Planck-Institut für Ornithologie

Vögel stellen ideale Untersuchungsobjekte dar für eine Vielzahl grundlegender biologischer Fragestellungen. So hat zum Beispiel der Vogelgesang Gemeinsamkeiten mit der menschlichen Sprache. Forscher am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen wollen wissen, wie sich Vogelgesang durch Lernprozesse entwickelt hat und welche Rolle dabei neuronale Grundlagen und Hormone spielen. Darüber hinaus befassen sie sich mit der Evolution von Partnerwahl und Partnertreue. Warum unterscheiden sich Individuen in ihrem Paarungsverhalten und wie wirkt sich das auf deren Fortpflanzungserfolg aus? Am Teilinstitut „Vogelwarte Radolfzell“ wird am Vogelzug und an anderen Tierwanderungen geforscht: Wie gelangen Tiere von einem Ort zum anderen und wie überleben sie? Die Daten werden in einer internationalen Datenbank gesammelt und sind auch für den Menschen wichtig, da Vögel oder Insekten häufig Krankheiten verbreiten.

Kontakt

Eberhard-Gwinner-Straße
82319 Seewiesen
Telefon: +49 8157 932-0
Fax: +49 8157 932-209

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS for Organismal Biology

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Verhaltensneurobiologie mehr
Abteilung Verhaltensökologie und evolutionäre Genetik mehr
Spitzmäuse schrumpfen im Winter und wachsen im Sommer
Die winzigen Säuger verringern im Winter die Größe ihrer Organe und können dabei sogar Knochen ab- und wiederaufbauen mehr
Glasfassaden – Fallen für Fledermäuse
Fledermäuse nehmen glatte senkrechte Flächen erst kurz vor dem Aufprall wahr und können so einen Zusammenstoß oft nicht vermeiden mehr
Mutation macht Zebrafinken-Spermien schneller
Inversion auf einem der Geschlechtschromosomen verschafft Zebrafinken Fortpflanzungsvorteil mehr
Geckos kommunizieren überraschend flexibel
Zum ersten Mal wurde bei einem Reptil gezeigt, dass es seine Rufe an sich ändernde Umweltbedingungen anpassen kann, wie man es von den komplexen Kommunikationssystemen von Vögeln und Säugetieren kennt mehr
Promiske Graubruststrandläufer balzen auf tausenden von Kilometern
Die Vögel besitzen in der Arktis ein riesiges Brutgebiet mehr
<p>Schlummern zwischen Himmel und Erde</p>
Ein Team um Niels Rattenborg vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen hat erstmals nachgewiesen, dass Vögel im Schlafmodus fliegen können. mehr
Mangel an Gelegenheiten fördert Brutfürsorge
Weibliche Weißbrauenkuckucke müssen sich mit einem einzigen Männchen begnügen mehr
Singen in der Einflugschneise

Singen in der Einflugschneise

Forschungsmeldung 8. September 2016
Vögel stimmen ihr Gesangsverhalten auf Fluglärm ab mehr
Auf dem Land sind Kohlmeisen fitter
In städtischer Umgebung haben die Vögel weniger und kleinere Junge als auf dem Land mehr
Vögel schlafen beim Fliegen
Fregattvögel schlafen im Flug in ähnlichen Mustern wie an Land, aber deutlich weniger mehr
Menschenaffen kommunizieren kooperativ
Gestische Kommunikation von Bonobos und Schimpansen zeichnet sich durch Rollenwechsel und klar unterscheidbare Kommunikationsstile aus mehr
Übermut tut Meisen selten gut

Übermut tut Meisen selten gut

Forschungsmeldung 10. März 2016
Erfolg unterschiedlicher Persönlichkeitstypen hängt bei Kohlmeisen von der Populationsdichte ab mehr
Mutter-Kind-Kommunikation bei Schimpansen
Verständigung über gemeinsamen Ortswechsel zwischen Müttern und Kindern findet über Gesten und Laute statt mehr
Innere Uhr macht fit

Innere Uhr macht fit

Forschungsmeldung 29. Dezember 2015
Gerät der Taktgeber durcheinander, büßen Mäuse an biologischer Fitness ein mehr
Fledermäuse: Keine stille Nacht

Fledermäuse: Keine stille Nacht

Forschungsmeldung 22. Dezember 2015
Fledermäuse passen ihre Echoortungslaute an Lärm an mehr
Glamour färbt nicht ab

Glamour färbt nicht ab

Forschungsmeldung 4. November 2015
Forscher klären Farbunterschiede zwischen den Geschlechtern bei Vögeln auf mehr
Weibliche Schmetterlingsfinken pfeifen auf Gehirnzellen

Weibliche Schmetterlingsfinken pfeifen auf Gehirnzellen

Forschungsmeldung 3. November 2015
Gesang entwickelt sich unabhängig von Geschlechtsunterschieden im Gehirn mehr
Harmonisches Nestgeflüster

Harmonisches Nestgeflüster

Forschungsmeldung 6. Oktober 2015
Wenn Zebrafinken brüten, ändern sie ihr Rufverhalten in der Gruppe mehr
Zebrafinkenküken profitieren von Liebesheiraten

Zebrafinkenküken profitieren von Liebesheiraten

Forschungsmeldung 14. September 2015
Die Vögel haben mehr Nachkommen, wenn sie ihren Lebenspartner frei wählen können mehr
Gesangslernen in Zeitraffer

Gesangslernen in Zeitraffer

Forschungsmeldung 26. August 2015
Später geschlüpfte Kanarienvögel lernen ihren Gesang ähnlich gut wie früher geborene Artgenossen mehr
Langschläfer werden häufiger betrogen

Langschläfer werden häufiger betrogen

Forschungsmeldung 3. Juni 2015
Tagesrhythmus beeinflusst Vaterschaften bei Kohlmeisen mehr
Mutige Grillen leben kürzer

Mutige Grillen leben kürzer

Forschungsmeldung 23. April 2015
Unterschiedliche Persönlichkeiten bei Feldgrillen beeinflussen ihr Überleben mehr
Nächtliches Kunstlicht lässt Vögel früher singen

Nächtliches Kunstlicht lässt Vögel früher singen

Forschungsmeldung 16. März 2015
Straßenlaternen verändern den saisonalen Beginn des Gesangs mehr
Vogelkinder älterer Eltern haben weniger Nachkommen
Langzeitstudie an Haussperlingen zeigt generationenübergreifenden Alterseffekt mehr
Erbgut des Kanarienvogels entschlüsselt

Erbgut des Kanarienvogels entschlüsselt

Forschungsmeldung 4. Februar 2015
Hormone regulieren Gene saisonal singender Vögel mehr
Paarbindung festigt sich im Gehirn

Paarbindung festigt sich im Gehirn

Forschungsmeldung 23. Oktober 2014
Zebrafinken nutzen ihr spezialisiertes Gesangssystem für einfache Kommunikation mehr
Meisen mit hohem Stoffwechsel sind besonders risikofreudig

Meisen mit hohem Stoffwechsel sind besonders risikofreudig

Forschungsmeldung 29. September 2014
Risikoverhalten von Kohlmeisen hängt vom Energiehaushalt und der Umgebungstemperatur ab mehr
Fledermäuse nutzen Polarisationsmuster zur Orientierung
Max-Planck-Forscher entdecken neue Sinnesleistung bei Säugetieren mehr
Fressfeinde bestimmen die Lebenserwartung von Vögeln
Max-Planck-Forscher entdecken das Geheimnis für ein langes Vogelleben mehr
Vogelschlaf mit Rhythmus

Vogelschlaf mit Rhythmus

Forschungsmeldung 5. März 2014
Die Gehirnaktivität im Tiefschlaf unterscheidet sich bei Säugetieren und Vögeln mehr
Hände weg – bitte

Hände weg – bitte

Forschungsmeldung 26. November 2013
Freundliche Hinweisschilder vermindern Vandalismus an wissenschaftlicher Ausrüstung mehr
Meisterschüler beim Gesangskopieren

Meisterschüler beim Gesangskopieren

Forschungsmeldung 23. Oktober 2013
Forscher finden einen Mechanismus, der das Gesangslernen junger Zebrafinken verbessern kann mehr

Musik aus dem Regenwald

Forschungsmeldung 15. Oktober 2013
Forscher finden erstaunliche Ähnlichkeit zwischen Vogelgesang und menschlicher Musik mehr
Wie der Vater, so nicht der Sohn

Wie der Vater, so nicht der Sohn

Forschungsmeldung 1. Oktober 2013
Gesang und Gehirnstruktur von Zebrafinken hängen stark von Umweltfaktoren ab mehr
Eulenküken schlafen wie Menschenbabys

Eulenküken schlafen wie Menschenbabys

Forschungsmeldung 2. August 2013
Junge Eulen verbringen mehr Zeit im REM-Schlaf als erwachsene Tiere mehr
Der Rhythmus des arktischen Sommers

Der Rhythmus des arktischen Sommers

Forschungsmeldung 19. Juni 2013
Unterschiedlichste Aktivitätsmuster bei Vögeln im arktischen Dauertag mehr
Der Bruder als Vorbild für Vaters Gesang

Der Bruder als Vorbild für Vaters Gesang

Forschungsmeldung 12. Juni 2013
Junge Zebrafinkenmännchen können den Gesang des Vaters von ihrem Bruder lernen mehr
Machtkämpfe lieber ohne Öffentlichkeit

Machtkämpfe lieber ohne Öffentlichkeit

Forschungsmeldung 5. April 2013
Zuschauer beeinflussen zukünftigen Status nach Rivalenkämpfen bei Wachteln mehr
Die evolutionären Folgen von Fremdgehen

Die evolutionären Folgen von Fremdgehen

Forschungsmeldung 2. April 2013
Können Geschlechtsunterschiede durch außerpaarliche Verbindungen erklärt werden? mehr
Lärmende Stadtamseln

Lärmende Stadtamseln

Forschungsmeldung 9. Januar 2013
Vögel können in hohen Stimmlagen lauter singen und übertönen so den Verkehrslärm mehr
Testosteron steuert Sologesang bei tropischen Vögeln

Testosteron steuert Sologesang bei tropischen Vögeln

Forschungsmeldung 30. Oktober 2012
Männliches Geschlechtshormon lässt auch weibliche Vögel singen mehr
Betrogene Sperlings-Männchen singen lauter

Betrogene Sperlings-Männchen singen lauter

Forschungsmeldung 23. August 2012
Steinsperlinge zeigen mit ihrem Gesang ihr Alter und ihren Bruterfolg an und reagieren auf Untreue mit höherer Lautstärke mehr
Schlafmangel erhöht die Fitness

Schlafmangel erhöht die Fitness

Forschungsmeldung 9. August 2012
Wenig Schlaf führt bei männlichen Graubruststrandläufern zu größerer Nachkommenschaft mehr
Tödliches Techtelmechtel

Tödliches Techtelmechtel

Forschungsmeldung 23. Juli 2012
Durch lautes Flügelschlagen während der Paarung werden Fliegen für Fledermäuse zur leichten Beute mehr
"Schau Dir das an!" – Auch Raben verwenden Gesten

"Schau Dir das an!" – Auch Raben verwenden Gesten

Forschungsmeldung 29. November 2011
Raben gestikulieren mit ihren Schnäbeln, um Artgenossen auf Gegenstände aufmerksam zu machen. mehr
Auch bei Vogel-Weibchen: Prächtiges Gefieder durch Testosteron?
Bei weiblichen Bindenlaufhühnchen gibt es – ähnlich wie beim Männchen – einen Zusammenhang zwischen hohen Hormonwerten, Prachtgefieder und guter Körperkondition mehr
Strauße schlummern wie Schnabeltiere

Strauße schlummern wie Schnabeltiere

Forschungsmeldung 24. August 2011
Untersuchungen bei Straußen liefern neue Erkenntnisse über die Evolution des Schlafes mehr
“Casanova-Gen“ bei weiblichen Singvögeln entdeckt
Weibchen bekommen das “Fremdgeh-Gen“ von ihren Vätern vererbt. mehr
Gesang bei Singvögeln unabhängig von Gehirngröße
Geschlechtsunterschiede im Gehirn variieren mit sozialem Status mehr
V&ouml;gel im Tiefschlaf<br />

Vögel im Tiefschlaf

Forschungsmeldung 11. Januar 2011
Auch manche Regionen des Vogelgehirns schlafen tiefer als andere - nämlich die, die zuvor besonders aktiv waren. mehr
Fledermäuse verlassen sich auf ihre Ohren

Fledermäuse verlassen sich auf ihre Ohren

Forschungsmeldung 2. November 2010
Für das Ortungssystem von Fledermäusen hören sich alle glatten, horizontalen Flächen wie Wasser an mehr
Energieoptimierung aus der Vogelperspektive

Energieoptimierung aus der Vogelperspektive

Forschungsmeldung 6. Oktober 2010
Arktische Zugvögel mobilisieren Reserven für die Brutphase auf unterschiedliche Weise mehr
Brutgeschäft im falschen Licht

Brutgeschäft im falschen Licht

Forschungsmeldung 16. September 2010
Nächtliches Kunstlicht verändert das Fortpflanzungsverhalten von Vögeln mehr
Auch unter Blaumeisen gibt es Viel- und Wenigschläfer

Auch unter Blaumeisen gibt es Viel- und Wenigschläfer

Forschungsmeldung 15. September 2010
Das Schlafverhalten der Vögel variiert individuell und ist auch abhängig von ihrem Alter und Geschlecht mehr
Fledermäuse haben einen Magnet- und Sonnenkompass

Fledermäuse haben einen Magnet- und Sonnenkompass

Forschungsmeldung 15. September 2010
Fledermäuse orientieren sich auf ihren nächtlichen Streifzügen am Magnetfeld der Erde und am Sonnenuntergang mehr
Spatzenlatz und Schnabelfarbe - die Statussymbole der Spatzen
Hohe Testosteronwerte verursachen bei Sperlingen dunkle Schnäbel mehr
Das Ohr am Volk

Das Ohr am Volk

Forschungsmeldung 18. Mai 2010
Fledermäuse können andere Fledermausarten anhand ihrer Echoortungsrufe unterscheiden mehr
Kuckucksküken bei Zebrafinken

Kuckucksküken bei Zebrafinken

Forschungsmeldung 22. April 2010
In jedem fünften Nest finden sich Eier von fremden Weibchen mehr
Nach dem nächsten Sonnenuntergang rechts

Nach dem nächsten Sonnenuntergang rechts

Forschungsmeldung 29. März 2010
Fledermäuse navigieren mit Hilfe der Sonne mehr
Der Gesang der Zebrafinken

Der Gesang der Zebrafinken

Forschungsmeldung 1. März 2010

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen messen die elektrischen Signale, mit denen die Nervenzellen im Gehirn den Gesang steuern

mehr
Laute Sänger kommen gut an

Laute Sänger kommen gut an

Forschungsmeldung 22. Februar 2010
Für weibliche Zebrafinken sind laut singende Männchen besonders attraktiv mehr
Dicke Vögel starten durch

Dicke Vögel starten durch

Forschungsmeldung 17. Februar 2010
Schwere Zugvögel benötigen weniger Pausen und gelangen so schneller in ihre Brutgebiete mehr
Kohlmeisen mit Charakter

Kohlmeisen mit Charakter

Forschungsmeldung 9. Februar 2010
Genvariante macht manche Kohlmeisen-Populationen neugieriger als andere mehr
Der Vater ist kein Vorbild

Der Vater ist kein Vorbild

Forschungsmeldung 12. Januar 2010
Partnerwahl ist individuell. Selbst bei Zebrafinkenweibchen, die unterschiedliche Männchen bevorzugen mehr
In der Not frisst die Meise Fledermäuse

In der Not frisst die Meise Fledermäuse

Forschungsmeldung 9. September 2009
In kalten Wintern bessern Kohlmeisen ihren Speiseplan mit Fledermäusen auf mehr
Frauenpower statt Macho-Gehabe

Frauenpower statt Macho-Gehabe

Forschungsmeldung 24. August 2009
Afrikanische Grillkuckuck-Weibchen vertreiben Eindringlinge mit ihrem Gesang mehr
Eine schlechte Darbietung ist besser als keine

Eine schlechte Darbietung ist besser als keine

Forschungsmeldung 27. Mai 2009
Kanarienvögel, die in ihrer Jugend schlechte Vorsänger hören, singen später trotzdem gut mehr
Eine genetische Basis für Gezwitscher

Eine genetische Basis für Gezwitscher

Forschungsmeldung 24. April 2009
Die Klangfarbe der Vogelstimme hängt vom Stimmapparat ab und wird - wie die Größe auch - von den Eltern ererbt mehr
Wer lange rastet, rostet nicht

Wer lange rastet, rostet nicht

Forschungsmeldung 20. März 2009
Ob Zugvögel rasten oder weiterziehen, hängt sehr stark von ihrer körperlichen Fitness ab mehr
Wohnungsnot ändert Fortpflanzungsverhalten bei Blaumeisen
Erfolglose Weibchen, die keine Nistplätze finden, legen ihre Eier - einem Kuckuck gleich - in fremde Nester mehr
Weibchen kompensieren unattraktive Partner

Weibchen kompensieren unattraktive Partner

Forschungsmeldung 5. November 2008
Zebrafinkenweibchen investieren viel in die Qualität ihrer Eier - und gleichen so das Manko ihrer Männchen aus mehr
Duett über Geschlechtergrenzen hinaus

Duett über Geschlechtergrenzen hinaus

Forschungsmeldung 17. September 2008
Waldweberweibchen stehen ihren männlichen Artgenossen trotz kleinerem Gehirnareal gesanglich in Nichts nach mehr
Das große Krabbeln

Das große Krabbeln

Forschungsmeldung 25. August 2008
Insekten verraten sich nächtlichen Jägern durch ihre Laufgeräusche mehr
Ist der Geruchssinn bei Vögeln besser ausgeprägt als bisher gedacht?
Vögel sehen und hören nicht nur gut, auch ihr Geruchssinn ist wahrscheinlich stark ausgeprägt mehr
Gesucht: ein Scheidungsgrund

Gesucht: ein Scheidungsgrund

Forschungsmeldung 23. April 2008
Rosenkriege bei Blaumeisen werden vermutlich von fremden Weibchen ausgelöst mehr
&quot;Power napping&quot; bei Tauben

"Power napping" bei Tauben

Forschungsmeldung 28. Februar 2008
Tauben, die vom Mittagsschlaf abgehalten werden, schlafen nachts intensiver mehr
Man muss flexibel sein

Man muss flexibel sein

Forschungsmeldung 14. Dezember 2007
Kanarengirlitze verlegen angesichts wachsender Grünpflanzen ihren Brutbeginn nach vorne mehr
Quartiersuche bei Fledermäusen

Quartiersuche bei Fledermäusen

Forschungsmeldung 18. Oktober 2007
Wissenschaftler decken auf, welche Sinnesinformationen Fledermäuse bei der Suche nach geeigneten Baumhöhlen nutzen mehr
Mehr Status, mehr Hirn

Mehr Status, mehr Hirn

Forschungsmeldung 5. September 2007
Der Aufstieg in der Gruppenhierarchie verändert bei Singvögeln bestimmte Hirnregionen mehr
Vogelweibchen mit Macho-Allüren reagieren sensibler auf Testosteron
Rollentausch der Geschlechter beim afrikanischen Grillkuckuck ermöglicht neue Einblicke in hormonelle Steuerungsmechanismen mehr
Fledermäuse sorgen für Wirbel

Fledermäuse sorgen für Wirbel

Forschungsmeldung 10. Mai 2007
Wissenschaftler klären die komplexe Aerodynamik des Fledermausflügels auf mehr
&quot;Charakter-Gen&quot; macht Meisen neugierig

"Charakter-Gen" macht Meisen neugierig

Forschungsmeldung 2. Mai 2007
Max-Planck-Wissenschaftler weisen Zusammenhang zwischen Genvariante und Erkundungsverhalten bei Kohlmeisen nach mehr
Vom Vorteil, anders zu sein

Vom Vorteil, anders zu sein

Forschungsmeldung 6. Februar 2007
Wissenschaftler suchen nach dem evolutionären Wert individueller Einzigartigkeit mehr
&quot;Stress and the City&quot;: Stadtvögel bleiben cool

"Stress and the City": Stadtvögel bleiben cool

Forschungsmeldung 30. August 2006
Max-Planck-Ornithologen weisen nach, dass Stadtvögel gegen akuten Stress resistenter sind als ihre Artgenossen aus den Wäldern mehr
Was unterscheidet Stadt- von Waldvögeln?

Was unterscheidet Stadt- von Waldvögeln?

Forschungsmeldung 5. Oktober 2004
Max-Planck-Forscher zeigen, dass das jahreszeitlich frühe Brüten von Stadt-Amseln nicht nur umweltbedingt, sondern auch genetisch verursacht ist mehr
Blaumeisen sorgen durch Fremdgehen für fittere Nachkommen
Max-Planck-Forscher beweisen: Weibliche Promiskuität bei sozial monogamen Vögeln hat das Ziel, die genetische Vielfalt der Nachkommen zu erhöhen mehr
Fledermäuse fliegen mit UV-Augen durch den Regenwald

Fledermäuse fliegen mit UV-Augen durch den Regenwald

Forschungsmeldung 9. Oktober 2003
Max-Planck-Wissenschaftler entdecken neuen Mechanismus der Ultraviolett-Wahrnehmung bei Säugetieren mehr
Weltreisende haben ein gutes Gedächtnis

Weltreisende haben ein gutes Gedächtnis

Forschungsmeldung 29. April 2003
Wissenschaftler der Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie weisen Langzeitgedächtnis von Zugvögeln nach mehr
Beim Autofahren kann schon ein kurzer Anfall von Schläfrigkeit fatale Folgen haben. Fregattvögel schlummern dagegen problemlos in der Luft, ohne abzustürzen. Während ihrer tagelangen Flüge über dem offenen Ozean kommen sie insgesamt aber mit extrem wenig Schlaf aus. Ein Team um Niels Rattenborg vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen hat erstmals nachgewiesen, dass Vögel im Schlafmodus fliegen können.
Vom tropischen Regenwald bis zum Dschungel der Großstadt – Vögel haben viele Lebensräume auf dieser Erde erobert. Und fast überall singen sie. Wie sie dabei miteinander kommunizieren, erforscht Henrik Brumm am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen. Ein außergewöhnlich begabter Sänger hat es ihm dabei besonders angetan.
Der Mensch braucht Gesten, um sprechen zu lernen. Gesten helfen, Gesagtes zu betonen und zu strukturieren. Simone Pika vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen möchte wissen, ob Gesten in der Evolution ein Vorläufer der menschlichen Sprache waren. Die Forscherin untersucht dafür die Kommunikation von Menschenaffen, Rabenvögeln – und Babys.
Galapagos – nicht nur für Biologen hat dieses Wort einen magischen Klang. Auf der fast 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors gelegenen Inselgruppe konnte sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Als Charles Darwin 1835 auf das Archipel kam, waren es neben den Finken vor allem die an die ökologischen Bedingungen der jeweiligen Insel angepassten Unterarten der Riesenschildkröten, die ihn zu seinen Überlegungen zum Ursprung der Arten anregten. Doch schon damals waren mehrere Unterarten ausgestorben, denn ihre Fähigkeit, sehr lange ohne Futter und Wasser auszukommen, machte die Schildkröten zum perfekten Proviant für Seefahrer. Heute leben noch zehn Unterarten auf sechs der Inseln. Bedroht sind sie vor allem durch eingeschleppte Arten wie Ratten und Ziegen und die Einengung ihres Lebensraums durch den Menschen. Die behäbigen, bis zu 300 Kilogramm schweren Tiere ernähren sich von Sträuchern, Laub und Gräsern – je nach der Art der Vegetation auf ihrer Heimatinsel. Manche Schildkröten unternehmen dabei weite Wanderungen zwischen dem Tiefland und den auch in der Trockenzeit üppig bewachsenen höheren Lagen der Vulkanhänge; andere halten sich das ganze Jahr über im zeitweise sehr trockenen Tiefland auf. Um mehr über diese Wanderungen zu erfahren, befestigen Wissenschaftler um Stephen Blake vom Max-Planck-Institut für Ornithologie GPS-Logger und hochmoderne 3D-Beschleunigungsmesser an den Panzern einiger Schildkröten. So können sie die Tiere über längere Zeiträume genau verfolgen und ihre Beobachtungen mit Daten zu Klima und Vegetation abgleichen. Ein überraschendes Ergebnis: Vor allem ausgewachsene Männchen ziehen auf der Suche nach frischem, saftigem Futter bis zu zehn Kilometer weit. Doch die Forscher rätseln noch, warum die Riesenschildkröten, die viele Monate ohne Nahrung überbrücken können, die strapaziösen Wanderungen unternehmen.
Viele Tierarten haben Städte als Lebensraum für sich entdeckt. Die Lebensbedingungen dort sind jedoch anders als in natürlicher Umgebung. Henrik Brumm, Jesko Partecke und Bart Kempenaers vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und Radolfzell erforschen die Folgen des Stadtlebens für unsere heimischen Singvögel. Dabei haben sie erstaunliche Verhaltensänderungen entdeckt.
Das weiß mittlerweile jedes Kind: Fledermäuse sehen mit den Ohren. Björn Siemers vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und Richard Holland vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell zeigen, dass sich die Tiere auch am Magnetfeld der Erde orientieren, ihren inneren Kompass am Sonnenuntergang justieren – und noch weitere Überraschungen für die Forschung bereithalten.
Was spielt sich in den Köpfen von Zebrafinken ab, wenn Männchen und Weibchen ein Tête-à-Tête haben?

Schlaflos im Windkanal

MPF 2 /2008 Biologie & Medizin
Ob Zugvögel während langer Flugstrecken gelegentlich mit einer Hirnhälfte schlafen, wollen Ornithologen mithilfe eines Windkanals herausfinden.
Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Individuelles Schrumpfen und erneutes Wachsen als Winteranpassung bei hochmetabolischen Tieren

2017 Dechmann, D.K.M.; Hertel, M.; Wikelski, M.
Physiologie Verhaltensbiologie Ökologie

Schädel- und Hirngröße ändern sich im ausgewachsenen Tier meist nicht mehr. Eine Ausnahme bilden Spitzmäuse (Sorex spp.): Sie schrumpfen in Erwartung des Winters und wachsen im Frühjahr wieder. Dieser Prozess hat Auswirkungen auf das Gehirn, andere wichtige Organe, die Knochen und auch kognitive Fähigkeiten. Außerdem wurde das Phänomen erstmals auch in Wieseln gefunden, welche den Spitzmäusen in vieler Hinsicht ähneln, insbesondere in ihrer hohen Stoffwechselrate. Diese Resultate sind wichtig für das Verständnis der Evolution und eröffnen Möglichkeiten für die angewandte Forschung.

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Wie Geschlechtshormone den Vogelgesang regulieren

2016 Dittrich, Falk; Frankl-Vilches, Carolina; Ko, Meng-Ching; Diales da Rocha, Mariana; Leitner, Stefan; Gahr, Manfred
Evolutionsbiologie Genetik Neurobiologie Physiologie Verhaltensbiologie Ökologie

Artspezifische saisonale Gesangsveränderungen, die durch Geschlechtshormone verursacht werden, können auf Unterschieden in den Genexpressionsmustern beruhen, die im Gesangskontrollsystem induziert werden. Dabei basieren die Unterschiede der Geschlechtshormonwirkung zwischen Singvogelarten auf artspezifischen genomischen Regulationsmechanismen. Trotzdem modifizieren Geschlechtshormone die neuronalen Verschaltungen im Gehirn bei Singvögeln wie bei Säugetieren zum Teil durch ähnliche zelluläre Prozesse.

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Warum Weibchen mit alten Männchen fremdgehen

2015 Schroeder, Julia
Physiologie Verhaltensbiologie Ökologie
Weibchen sind bei der Partnerwahl wählerischer als die Männchen, da sie in ihrem Leben weniger Nachkommen zeugen können. Wenn jedoch verpaarte Weibchen fremdgehen, suchen sie sich oft ältere Männchen aus, mit denen sie Nachkommen mit geringerer Fitness bekommen. Dies hat ein Forscherteam des MPI für Ornithologie an Haussperlingen herausgefunden. Ebenso haben Nachkommen älterer Weibchen eine geringere Fitness. Diese Erkenntnisse sind wichtig, da sie, begrenzt, auf den Menschen übertragbar sein könnten. Zunehmend würden ältere Eltern die Kosten an die nächste Generation weitergeben. mehr

Gene und Umwelt: Wie beeinflussen sie Verhalten und Physiologie bei Singvögeln?

2014 Leitner, Stefan
Evolutionsbiologie Neurobiologie Physiologie Verhaltensbiologie Ökologie

Umweltfaktoren können Verhalten und Physiologie stark beeinflussen. So brüten Kanarengirlitze vorzeitig, wenn ihnen trotz kurzer Tageslänge Grünpflanzen angeboten werden. Beim Zebrafink zeigen der Gesang und die ihm zugrundeliegenden Gehirnstrukturen eine geringe Erblichkeit und reagieren stark auf sich ändernde Umweltbedingungen, während die Gehirngröße von der Wechselwirkung zwischen Genen und Umwelt abhängt. So kann eine hohe genetische Variabilität aufrechterhalten werden. Diese Ergebnisse zeigen die große Bedeutung der Umweltfaktoren für Verhalten und neuronale Entwicklung beim Singvogel.

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Können sich Hormone schnell genug an rasche Veränderungen der Umwelt anpassen?

2014 Hau, Michaela
Evolutionsbiologie Physiologie Verhaltensbiologie Ökologie

Hormone steuern durch komplexe Regelkreise die Anpassungen von Organismen an ihre Umwelt. Verändern sich diese hormonellen Regelkreise schnell genug, um mit den weltweit immer schneller werdenden Umweltveränderungen mitzuhalten? Am Hormon Kortikosteron wird bei Vögeln gezeigt, dass verschiedene Arten unterschiedliche Konzentrationen aufweisen können – je nach ihrem Fortpflanzungsaufwand. Auch innerhalb einer Art passen Kortikosteronwerte zum Fortpflanzungserfolg eines Individuums. Weitere Studien werden Selektionsdrücke, Erblichkeit und evolutionäre Veränderungen in Hormonen bestimmen.

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Schau Dir das an: Raben verwenden hinweisende Gesten

2012 Pika, Simone
Evolutionsbiologie Kognitionsforschung Verhaltensbiologie
Um das Rätsel um die Entstehung menschlicher Sprache zu entschlüsseln, untersucht die Humboldt-Forschungsgruppe am MPI für Ornithologie die kognitive Komplexität von Gesten vergleichend in drei unterschiedlichen Modellgruppen: in menschlichen Kulturen, relativ nah verwandten Arten und Arten in vergleichbar komplexen Sozialsystemen. Eine erste Studie zeigte, dass Raben ihre Schnäbel ähnlich einsetzen wie Menschen ihre Hände, um Gegenstände hochzuhalten und einander zu zeigen. Diese hinweisenden Gesten scheinen verwendet zu werden, um das Interesse eines potenziellen Partners zu testen. mehr

Evolutionäre Erklärungen sexueller Untreue

2012 Forstmeier, Wolfgang
Evolutionsbiologie Genetik Verhaltensbiologie
Eine Langzeitstudie zur genetischen Vererbung des Sexualverhaltens von Zebrafinken am MPIO wirft ein völlig neues Licht auf die Ursachen sexueller Untreue. Bislang ging man davon aus, dass weibliche Untreue nur dann entstehen kann, wenn sich dieses Verhalten für die Weibchen auch lohnt. Die gegenwärtige Studie hingegen zeigt, dass dies keine notwendige Bedingung ist. Da männliche und weibliche Untreue weitestgehend von denselben Genvarianten beeinflusst werden, kann weibliche Untreue bereits dadurch erklärt werden, dass die verantwortlichen Genvarianten den männlichen Vorfahren nützlich waren. mehr

Biologie des Vogelgesangs: Anpassungen und Plastizität von Verhalten

2011 Brumm, Henrik
Verhaltensbiologie Ökologie
Forscher am MPI für Ornithologie untersuchen Vogelgesang als Modell sexuell selektierter Signale. Sie entdeckten, dass Vogelweibchen lauten Gesang bevorzugen, weil der auf eine gute Kondition schließen lässt. Durch soziale Aggression rivalisierender Männchen wird gewährleistet, dass die Lautstärke ein verlässlicher Anzeiger ist. Gleichzeitig muss der Gesang an die Erfordernisse der Signalübertragung in den jeweiligen Habitaten angepasst werden. So entsteht ein komplexes Wechselspiel zwischen natürlicher und sexueller Selektion, das zu Plastizität und speziellen Anpassungen der Signale führt. mehr

Die Evolution von Persönlichkeit bei Tieren

2011 Dingemanse, Niels Jeroen
Evolutionsbiologie Verhaltensbiologie Ökologie
Vögel und andere Tiere unterscheiden sich in ihrem Verhalten, so wie Menschen sich auch in ihrer Persönlichkeit unterscheiden. Bestimmte Individuen sind durchweg aggressiver, neugieriger und wagemutiger als andere Tiere der gleichen Population. Diese Unterschiede sind teilweise genetisch bedingt. Wissenschaftler der Abteilung Verhaltensökologie und Evolutionäre Genetik untersuchen individuelle Unterschiede im Verhalten wildlebender Kohlmeisenpopulationen um 1.) aufzudecken, warum sich Persönlichkeit bei Tieren entwickelt hat und 2.) zu lernen, wie diese Varianten erhalten bleiben. mehr

Evolution der Lebenslaufvielfalt von Vögeln

2010 Dale, James
Evolutionsbiologie Verhaltensbiologie Ökologie
Die Klasse der Vögel besteht aus circa 9.800 Arten, die unterschiedlichste Lebenslaufstrategien haben. Darunter versteht man alle Verhaltensweisen eines Individuums, die als Anpassung an seine ökologischen und sozialen Lebensumstände entstanden sind, um einen möglichst hohen Fortpflanzungserfolg zu erreichen. Eine Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen untersucht diese Vielfalt mit dem Ziel zu verstehen, welche Prinzipien die evolutionären und geographischen Muster von Lebenslaufmerkmalen – wie zum Beispiel Körpergrößenunterschiede oder Gelegegrößen – steuern. mehr

Wie „sehen“ Fledermäuse die Welt?

2009 Siemers, Björn
Verhaltensbiologie Ökologie
Forscher am MPI für Ornithologie untersuchen Echoortung und Sinnesleistungen von Fledermäusen. Koexistierende Fledermausarten haben oft unterschiedliche sensorische Fähigkeiten. So finden sie nicht genau dieselbe Beute und vermindern Nahrungskonkurrenz. Insekten in der Vegetation sind mit Echoortung schwer zu finden. Fledermäuse nutzen für diese Aufgabe die leisen Raschelgeräusche ihrer Beute und bekommen ein Problem, wenn im Hintergrund das Schilf oder die Autobahn rauscht. Auch um neue Quartierhöhlen in Bäumen zu finden, spitzen Fledermäuse die Ohren: Rufe von Artgenossen weisen den Weg. mehr

Schlaf und Flug

2007 Rattenborg, Niels
Neurobiologie Verhaltensbiologie
Das Zug- und Schlafverhalten von Singvögeln steht im Mittelpunkt der Arbeiten der Nachwuchsgruppe von Nils Rattenborg am MPI für Ornithologie. Mithilfe des modernen Windkanals in Seewiesen und neuer Messtechniken wollen die Forscher herausfinden, ob Vögel während langer Wanderflüge schlafen. Langfristig werden Techniken entwickelt, um die Gehirnaktivität kleiner Vögel während des Fliegens in freier Natur aufzeichnen zu können. Die Forschungen könnten zu neuen Erkenntnissen über die Funktion des Schlafes führen. mehr

Individuelles Sexualverhalten: die (manchmal) entscheidende Rolle der Mütter

2005 Forstmeier, Wolfgang
Evolutionsbiologie Verhaltensbiologie
Zebrafinken zeigen bemerkenswerte Unterschiede in ihrem individuellen Sexualverhalten. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Ornithologie untersuchen, ob Mütter in Abhängigkeit von ihrer sozialen Umwelt die Fortpflanzungsstrategien der eigenen Nachkommen gezielt vorprogrammieren, um so deren Anpassung an das Paarungssystem zu optimieren. mehr

Zeitabschätzen bei Putzerfischen

2005 Salwiczek, Lucie H.
Kognitionsforschung Verhaltensbiologie
Kognitives Zeitabschätzen wird bisher vor allem im Bereich von Sekunden bis zu wenigen Minuten untersucht. Oft aber reichen für Individuen wichtige Zeitabstände darüber hinaus. Es fehlen allerdings sowohl Daten als auch Modellvorstellungen darüber, wie Tiere diese größeren Zeitabstände lernen können. Ein mariner Putzerfisch lieferte nun das erste Beispiel dafür, dass ein nicht-warmblütiges Wirbeltier in der Lage ist, gleichzeitig mehrere Zeitintervalle bis mindestens 15 min ohne Hilfsmittel, also kognitiv, abzuschätzen. mehr

Wetteifernde Weibchen und fürsorgliche Männchen - Geschlechterrollentausch beim Afrikanischen Grillkuckuck

2004 Goymann, Wolfgang
Evolutionsbiologie Verhaltensbiologie Ökologie
Bei den meisten Tierarten wird die Brutpflege von den Weibchen geleistet, während die Männchen Ressourcen verteidigen und oft zusätzliche Weibchen zu gewinnen suchen. Bei einem sehr geringen Prozentsatz aller brutpflegenden Arten sind jedoch die Geschlechterrollen vertauscht: Die Männchen übernehmen die Brutpflege, die Weibchen verteidigen Ressourcen und verpaaren sich mit mehreren Männchen. Der Afrikanische Grillkuckuck ist die einzige bekannte Vogelart, die Nesthockertum mit diesem als ‚klassische Polyandrie’ bezeichneten Paarungssystem verbindet. Diese Vogelart steht im Mittelpunkt eines integrativen Forschungsansatzes, der mechanistische und evolutionäre Fragestellungen kombiniert. Dabei werden vor allem drei Themenschwerpunkte verfolgt: (1) Wie wird territorial aggressives Verhalten bei weiblichen Vertebraten gesteuert und was löst Fürsorgeverhalten beim Männchen aus? (2) Wie sichern männliche Grillkuckucke ihre genetische Vaterschaft und wieviel Energie und Zeit investieren sie in die jeweilige Brut? (3) Wie kam es zur Evolution von klassischer Polyandrie beim Grillkuckuck? mehr