Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse sowie um die Mensch-Maschine-Interaktion. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen – darunter Psychologie, Erziehungswissenschaften, Soziologie und Medizin, aber auch Geschichte, Ökonomie, Informatik und Mathematik – arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen.

Inhaltlich geht es zum Beispiel um Fragen, wie Menschen selbst unter ungünstigen Bedingungen wie Zeitdruck und Informationsflut sinnvolle Entscheidungen treffen, welche Auswirkungen die Institution Schule auf die Entwicklungs- und Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler hat, wie sich das Zusammenspiel von Verhalten und Gehirn im Laufe des Lebens verändert, wie sich menschliche Gefühle im historischen Kontext verändert und auf den Lauf der Geschichte ausgewirkt haben sowie welche gesellschaftlichen Neuerungen und Herausforderungen die Digitalisierung mit sich bringt.

Kontakt

Lentzeallee 94
14195 Berlin
Telefon: +49 30 82406-0
Fax: +49 30 8249939

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):

IMPRS on Computational Methods in Psychiatry and Ageing Research
IMPRS on the Life Course

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Ein vollautomatisiertes Verfahren erhöht die Genauigkeit medizinischer Diagnosen

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Wer Informationen bewusst ausblendet, kann oft bessere Entscheidungen treffen

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Kinder aus ärmeren Familien weisen epigenetische Profile auf, die mit einer schlechteren Gesundheit in Verbindung stehen

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Der Kognitionswissenschaftler Ralph Hertwig und sein Team untersuchen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, weshalb Menschen manche Informationen bewusst nicht zur Kenntnis nehmen – und warum das für die Orientierung in unserer komplexen Welt manchmal durchaus Vorteile haben kann.

April 1822. Im griechischen Unabhängigkeitskrieg töten osmanische Soldaten auf der Insel Chios Tausende griechischer Zivilisten.

Wie orientieren sich Einzelne in der Menge? Wie verbreitet sich Hass im Internet? Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Mehdi Moussaid, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, beobachtet Menschen in Bewegung. Und erklärt, weshalb es dabei manchmal zu Katastrophen kommt.

Politische Entscheidungen, so das klassische Dogma, sollten rational und vernünftig getroffen werden, keinesfalls emotional. Doch die Realität sieht von jeher anders aus. Welche Bedeutung Gefühle für politische Ereignisse, für den Aufstieg und Fall von Herrschenden haben und hatten, ist das zentrale Thema von Ute Frevert und ihrem Team am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ihre Erkenntnisse über die Vergangenheit erhellen auch manch aktuelle Geschehnisse.

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Auf dem Weg zu einer gehirnfreundlichen Städteplanung

2022 Kühn, Simone 

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Die Lise-Meitner-Gruppe Umweltneurowissenschaften am Max-Planck Institut für Bildungsforschung geht der Frage nach, wie unsere Umwelt unser Verhalten und unser Gehirn beeinflusst. Es ist schon länger bekannt, dass unser Verhalten, besonders aber auch Faktoren wie Sport, Ernährung und Hobbys wie Videospielen unser Gehirn verändern können. Bisher ist aber die Frage, ob auch die Umgebung, die uns tagein, tagaus umgibt, das menschliche Gehirn beeinflusst, weithin unbeantwortet. 

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Die Wissenschaft vom Verhalten künstlicher Intelligenz

2021 Köbis, Nils; Rahwan, Iyad

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Maschinen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, übernehmen immer mehr gesellschaftliche Aufgaben. Um diese neue Klasse von Akteuren und ihre Verhaltensmuster zu untersuchen, haben wir am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung das interdisziplinäre Forschungsfeld „Maschinenverhalten“ etabliert. Es zielt darauf ab, die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf soziale, kulturelle, politische und ökonomische Prozesse zu untersuchen. Eine zentrale Frage ist hierbei, wie das Verhalten von Maschinen die menschliche Moral beeinflusst.

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Was optimales Studiendesign mit Brückenbau zu tun hat und warum nicht nur die Stichprobengröße zählt

2020 Brandmaier, Andreas M.

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Am Anfang jeder wissenschaftlichen Studie stehen Entwurf und Planung. Nur so kann sie erfolgreich sein. Bei der Bewertung des geplanten Vorgehens wird oft die statistische Teststärke betrachtet, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein vermuteter Effekt zeigen lässt. In der Praxis wird die Teststärke häufig nur als Funktion der Stichprobengröße betrachtet. Aktuelle Forschung fasst Studienentwurf systematisch als ingenieurstechnisches Problem auf und zeigt, dass es weitere Stellschrauben gibt, mit denen Studien effizienter und kostengünstiger realisierbar sind.

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Einfache Entscheidungsbäume helfen Verbrauchern, digitale Gesundheitsinformationen besser einzuschätzen

2019 Rebitschek, Felix G.; Jenny, Mirjam A.

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Um Gesundheitsleistungen zu prüfen, benötigen Verbraucher wissenschaftlich unabhängige Gesundheitsinformationen. Fast-and-frugal Trees – einfache, kurze Entscheidungsbäume – können die Suche nach geeigneten Gesundheitsinformationen unterstützen, indem sie Komplexität reduzieren. Gemeinsam mit Experten und Laien und basierend auf Methoden des Maschinellen Lernens entwickelten wir einen Fast-and-frugal Tree, der Verbraucher vor unverlässlichen Gesundheitsinformationen warnt. In die RisikoKompass-App integriert, stärkt der Entscheidungsbaum die Risikokompetenz von Verbrauchern.

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„Du schaffst das!?“ Die Emotionsgeschichte der Krebskrankheit

2018 Hitzer, Bettina

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Es gibt Annahmen, die sind gesellschaftlich so verbreitet, dass sie nicht hinterfragt werden. So zum Beispiel, dass positive Gefühle den Heilungserfolg bei einer Krebserkrankung erhöhen. Obwohl die Forschung bisher keine eindeutigen Zusammenhänge feststellen konnte, prägt diese Vorstellung bis heute den Umgang mit Erkrankten. Noch im 20. Jahrhundert warnten Ärzte-Ratgeber davor, eine Krebsdiagnose den Patienten mitzuteilen, denn man fürchtete Angstgefühle, die den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen könnten. Doch wie entstanden solche Annahmen? Ein Blick in die Emotionsgeschichte von Krebs.

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