Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen – darunter Psychologen, Erziehungswissenschaftler, Soziologen und Mediziner, aber auch Historiker, Ökonomen, Informatiker und Mathematiker. Inhaltlich geht es zum Beispiel um die Frage, wie Menschen selbst unter ungünstigen Bedingungen wie Zeitdruck und Informationsflut sinnvolle Entscheidungen treffen, welche Auswirkungen die Institution Schule auf die Entwicklungs- und Lernprozesse der Schüler hat, wie sich das Zusammenspiel von Verhalten und Gehirn im Laufe des Lebens verändert, oder auch um menschliche Gefühle und wie sich diese im historischen Kontext verändern und auf den Lauf der Geschichte ausgewirkt haben.

Kontakt

Lentzeallee 94
14195 Berlin
Telefon: +49 30 82406-0
Fax: +49 30 8249939

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):

IMPRS for Moral Economies of Modern Societies
IMPRS on Computational Methods in Psychiatry and Ageing Research
IMPRS on the Life Course

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Eine Studie untersucht die psychologischen Gründe für Ablehnung

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Eine Studie zeigt, dass sich Zeit im Freien positiv auf unsere Gehirnstruktur auswirkt

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Modellrechnungen zeigen Zusammenhang zwischen politischer Informationsverbreitung und Covid-19-Infektionen in den USA

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Verlaufsstudien aus verschiedenen europäischen Ländern widerlegen bisherige Annahme

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Warum wir manche Informationen lieber ignorieren sollten

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Politische Debatten geraten heute oft zur verbalen Keilerei - vor allem in sozialen Medien. Um dem entgegenzuwirken, untersuchen Eckehard Olbrich und Sven Banisch am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften sowie Philipp Lorenz-Spreen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wie es zu Polarisierung kommt und wie Meinungsbildung in Gruppen funktioniert.

Pflanzen sind für uns Menschen Nahrungsmittel, Baumaterial und Medizinschrank gleichzeitig. Doch nicht alles, was grünt, ist gut. Einige Pflanzen verfügen über Gifte, die uns krank machen oder gar töten können. Daher ist aus evolutionКrer Sicht eine Scheu vor Pflanzen gerade im Baby- und Kleinkindalter sinnvoll. Annie Wertz vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin untersucht, welche Verhaltensweisen Kinder vor gefährlichen Pflanzen schützen und wie sie von Erwachsenen lernen, was aus der Natur gut und essbar ist.

Bettina Hitzer hat in Geschichte promoviert und war von 2014 bis Januar 2020 Leiterin einer Minerva-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Im Jahr 2017 habilitierte sie sich an der Freien Universität Berlin, wo sie auch als Privatdozentin tätig ist. Für ihre vielseitigen Forschungsarbeiten wurde sie 2016 mit dem Walter de Gruyter-Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. Bettina Hitzer lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Lou Marie Haux vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin hat drei Monate lang auf Ngamba Island in Uganda das Risikoverhalten von Schimpansen untersucht. In diesem Beitrag berichtet sie von ihren Verhaltensstudien, vom Alltag auf einer kleinen Insel und über ihre schönsten Momente.

Kinder erkunden mit allen Sinnen ihre Umgebung, ihre Neugier kennt keine Grenzen. Ab einem gewissen Alter löchern sie Erwachsene regelrecht mit ihren Fragen. Diese Art des aktiven Lernens gilt vielen als ideal. Bisher ist jedoch kaum bekannt, welche Strategien Kinder von sich aus dabei anwenden. Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin entwickelt Azzurra Ruggeri mit ihrem Team ausgeklügelte Tests, um dem kindlichen Lernen auf die Spur zu kommen.

Leiter*in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin 26. Juli 2021

Was optimales Studiendesign mit Brückenbau zu tun hat und warum nicht nur die Stichprobengröße zählt

2020 Brandmaier, Andreas M.

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Am Anfang jeder wissenschaftlichen Studie stehen Entwurf und Planung. Nur so kann sie erfolgreich sein. Bei der Bewertung des geplanten Vorgehens wird oft die statistische Teststärke betrachtet, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein vermuteter Effekt zeigen lässt. In der Praxis wird die Teststärke häufig nur als Funktion der Stichprobengröße betrachtet. Aktuelle Forschung fasst Studienentwurf systematisch als ingenieurstechnisches Problem auf und zeigt, dass es weitere Stellschrauben gibt, mit denen Studien effizienter und kostengünstiger realisierbar sind.

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Einfache Entscheidungsbäume helfen Verbrauchern, digitale Gesundheitsinformationen besser einzuschätzen

2019 Rebitschek, Felix G.; Jenny, Mirjam A.

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Um Gesundheitsleistungen zu prüfen, benötigen Verbraucher wissenschaftlich unabhängige Gesundheitsinformationen. Fast-and-frugal Trees – einfache, kurze Entscheidungsbäume – können die Suche nach geeigneten Gesundheitsinformationen unterstützen, indem sie Komplexität reduzieren. Gemeinsam mit Experten und Laien und basierend auf Methoden des Maschinellen Lernens entwickelten wir einen Fast-and-frugal Tree, der Verbraucher vor unverlässlichen Gesundheitsinformationen warnt. In die RisikoKompass-App integriert, stärkt der Entscheidungsbaum die Risikokompetenz von Verbrauchern.

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„Du schaffst das!?“ Die Emotionsgeschichte der Krebskrankheit

2018 Hitzer, Bettina

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Es gibt Annahmen, die sind gesellschaftlich so verbreitet, dass sie nicht hinterfragt werden. So zum Beispiel, dass positive Gefühle den Heilungserfolg bei einer Krebserkrankung erhöhen. Obwohl die Forschung bisher keine eindeutigen Zusammenhänge feststellen konnte, prägt diese Vorstellung bis heute den Umgang mit Erkrankten. Noch im 20. Jahrhundert warnten Ärzte-Ratgeber davor, eine Krebsdiagnose den Patienten mitzuteilen, denn man fürchtete Angstgefühle, die den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen könnten. Doch wie entstanden solche Annahmen? Ein Blick in die Emotionsgeschichte von Krebs.

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Der Faktor R: Ist Risikobereitschaft ein Persönlichkeitsmerkmal?

2017 Hertwig, Ralph

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Menschen können sich in ihrer Bereitschaft, Risiken einzugehen, deutlich unterscheiden. Gleichzeitig kann aber auch eine Person in verschiedenen Lebensbereichen eine unterschiedliche Risikobereitschaft zeigen. Dennoch scheint es – ähnlich dem allgemeinen Intelligenzfaktor – einen allgemeinen Faktor der Risikobereitschaft zu geben, der über die Zeit relativ stabil ist. Dieser kann allerdings nicht aus den herkömmlichen, oft widersprüchlichen Verhaltenstests erschlossen werden. Aktuelle Forschung ermöglicht ein besseres Verständnis des Wesens unserer Risikobereitschaft.

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Gehirnplastizität und das umgekehrte U: Zum Verlauf erfahrungsbedingter Veränderungen der Gehirnstruktur beim Menschen

2016 Wenger, Elisabeth; Lindenberger, Ulman

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Forscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchen den Verlauf struktureller Veränderungen des menschlichen Gehirns während des Erwerbs einer Fertigkeit. Die Daten zeigen eine anfängliche Zunahme und nachfolgende Abnahme des Hirnvolumens. Mit dem bislang üblichen Studiendesign mit zwei Messzeitpunkten hätte dieser Verlauf nicht entdeckt werden können. Der umgekehrt U-förmige Veränderungsverlauf macht deutlich, dass die Erforschung der Neuroplastizität beim Menschen Designs und Theorien erfordert, die der nichtlinearen Dynamik von Gehirn und Verhalten Rechnung tragen.

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