Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse sowie um die Mensch-Maschine-Interaktion. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen; darunter Psychologie, Erziehungswissenschaften, Soziologie und Medizin, aber auch Ökonomie, Informatik, Mathematik und Umweltneurowissenschaften; arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen.

Inhaltlich geht es zum Beispiel um Fragen, wie Menschen selbst unter ungünstigen Bedingungen wie Zeitdruck und Informationsflut sinnvolle Entscheidungen treffen, welche Auswirkungen die Institution Schule auf die Entwicklungs- und Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler hat, wie sich das Zusammenspiel von Verhalten und Gehirn im Laufe des Lebens verändert, welche Auswirkungen die physikalische Umwelt auf das Individuum hat oder welche gesellschaftlichen Neuerungen und Herausforderungen die Digitalisierung mit sich bringt.

Kontakt

Lentzeallee 94
14195 Berlin
Telefon: +49 30 82406-0
Fax: +49 30 8249939

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):

IMPRS on Computational Methods in Psychiatry and Ageing Research
IMPRS on the Life Course

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Vier unterschiedlich große weibliche Silhouetten vor einem Hintergrund mit schematischen DNA-Doppelhelix-Darstellungen.

Studie zeigt Auswirkungen auf die biologische Entwicklung von Kindern

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Darstellung einer KI, die eine Idee in Form einer Glühbirne an mehrere Personen weitergibt.

Neue Studie zeigt, unter welchen Bedingungen KI nicht nur Probleme löst, sondern menschliches Wissen nachhaltig erweitert

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Nahaufnahme der zentralen Säulen und der Kuppel des Berliner Reichstagsgebäudes durch eine Lupe.

Die geplante Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes schränkt das Auskunftsrecht drastisch ein und gefährdet die demokratische Transparenz in Deutschland

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Aus einem Smartphone strömen diverse Emojis und Symbole, darunter lachende, traurige und neutrale Gesichter, Daumen hoch und runter sowie Sprechblasen auf einem vernetzten grünen Hintergrund.

Bereits kleine Änderungen an den Algorithmen könnten Feeds von Nutzenden verändern - und Rage-Baits senken

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Silhouette einer Person umgeben von gelb-grünen und dunkelgrünen Tannenbäumen vor blauem Himmel.

Dass Natur bei Erschöpfung und Stress guttut, ist bekannt. Positive Effekte lassen sich aber auch bei Nicht-Gestressten erkennen.

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Digitale Tools sollen eine Lücke füllen, die seit Jahren größer wird: zu wenig Therapieplätze, zu viele Menschen mit psychischen Erkrankungen, zu viel Zeit zwischen den Sitzungen. Doch Apps, Wearables und Sprachmodelle unterscheiden sich untereinander in Funktion, Nutzen und Risiko grundlegend. Max-Planck-Institute forschen deshalb nicht nur an neuen Anwendungen, sondern an Kriterien: Was wirkt und was ist sicher?

Welche Umgebungen helfen uns, entspannt, leistungsfähig und gesund zu sein? Das untersuchen Simone Kühn und ihr Team am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin im Rahmen eines noch jungen Forschungsfeldes, den Umweltneurowissenschaften. Sie messen Stressreaktionen, testen die kognitive Leistungsfähigkeit, scannen Gehirne und befragen Testpersonen. So wollen sie herausfinden, wie unsere Umgebung uns beeinflusst.

Etablierte Demokratien geraten zunehmend unter Druck – und erodieren. Erst langsam, unbemerkt und mit einem Mal rasend schnell. Welche Effekte besonders fatal wirken und wie eine Gesellschaft der Entwicklung begegnen kann, erforscht Ralph Hertwig am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Fakt ist: Passives Zuschauen wird die Erosion nicht aufhalten.

Soziale Medien prägen unsere Debatten, Wahlen und Wahrnehmung. Während die einen nach strengeren Regeln rufen, wünschen sich andere weniger Vorschriften. Eine interdisziplinäre Gruppe untersucht, wie die EU den digitalen öffentlichen Raum reguliert, und fordert mehr Förderung von Vielfalt.

Gene, Umwelt, Gesellschaft – es sind Faktoren, die wir nicht frei wählen können, die uns jedoch prägen und dabei auf erstaunliche Weise zusammenwirken. Traumatische Erfahrungen und die Lebensumstände steuern die Aktivität unserer Gene. Wie genetische Voraussetzungen und soziale Benachteiligung in jungen Jahren interagieren und was wir dagegen tun können, untersucht Laurel Raffington am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.

Max-Planck-Forschende kooperieren mit Partnern in mehr als 120 Ländern. Hier schreiben sie über ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Marwa Kavelaars vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung ist für drei Wochen ins winterliche Skandinavien gereist. Sie untersucht menschliches Entscheidungsverhalten und erzählt von ihrer Arbeit mit finnischen Eisfischerinnen und -fischern.

KI-Assistenten verleiten zur Unehrlichkeit und folgen unethischen Anweisungen eher als Menschen 

2025 Dr. Zoe Rahwan

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

KI-Assistenten prägen unseren Alltag – von Einkäufen bis zur Steuererklärung. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung untersuchte in 13 Experimenten mit über 8.000 Teilnehmenden den Einfluss von KI auf Ehrlichkeit. Das Ergebnis: Menschen handeln unehrlicher, wenn sie Aufgaben an KI delegieren, und KI befolgt unethische Anweisungen häufiger als Menschen. Schutzmechanismen greifen nur begrenzt. Viele Teilnehmende wollten die Aufgaben danach wieder selbst übernehmen. Die Stärkung moralischer Selbstständigkeit könnte helfen, dass KI verantwortungsvoll genutzt wird.

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Die Plastizität von Gehirn und Verhalten: Eine integrative Forschungsperspektive

2024 Hille, Maike

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Mit Plastizität bezeichnen wir die Fähigkeit von Organismen, neuronale Strukturen in Reaktion auf Anforderungen der Umwelt dauerhaft und verhaltensrelevant zu verändern. Unsere Forschung verbindet Tiermodelle mit Untersuchungen im Humanbereich, um die Mechanismen der Plastizität beim Menschen besser zu verstehen. Unser Tiermodell vereint makroskopische und mikroskopische Methoden und erhöht damit die Interpretierbarkeit der auch beim Menschen anwendbaren makroskopischen Methoden. Langfristig kann dieser integrative Ansatz gezieltere Therapien bei neurologischen Erkrankungen ermöglichen.

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Arbeit als erstes Lebensbedürfnis? Eine Kultur- und Emotionsgeschichte der späten Sowjetunion, 1960-1980 

2023 Oberländer, Alexandra

Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Für die Kommunistische Partei war Arbeit das „erste Lebensbedürfnis“ und zugleich Pflicht, sie war Erfüllung und zugleich der Weg in den Kommunismus. Doch was hielten eigentlich diejenigen Leute von der Arbeit, die sie Tag für Tag verrichten mussten?

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Auf dem Weg zu einer gehirnfreundlichen Städteplanung

2022 Kühn, Simone 

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Die Lise-Meitner-Gruppe Umweltneurowissenschaften am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung geht der Frage nach, wie unsere Umwelt unser Verhalten und unser Gehirn beeinflusst. Es ist schon länger bekannt, dass unser Verhalten, besonders aber auch Faktoren wie Sport, Ernährung und Hobbys wie Videospiele unser Gehirn verändern können. Bisher ist aber die Frage, ob auch die Umgebung, die uns tagein, tagaus umgibt, das menschliche Gehirn beeinflusst, weithin unbeantwortet.

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Die Wissenschaft vom Verhalten künstlicher Intelligenz

2021 Köbis, Nils; Rahwan, Iyad

Kognitionsforschung Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Maschinen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, übernehmen immer mehr gesellschaftliche Aufgaben. Um diese neue Klasse von Akteuren und ihre Verhaltensmuster zu untersuchen, haben wir am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung das interdisziplinäre Forschungsfeld „Maschinenverhalten“ etabliert. Es zielt darauf ab, die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf soziale, kulturelle, politische und ökonomische Prozesse zu untersuchen. Eine zentrale Frage ist hierbei, wie das Verhalten von Maschinen die menschliche Moral beeinflusst.

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