Finaler Ergebnisbericht zur Max-Planck-weiten Umfrage liegt vor

16. Dezember 2019

Bei der Senatssitzung Ende November wurden die vertieften Auswertungen der Max-Planck-weiten Umfrage zu Arbeitskultur und Arbeitsatmosphäre in der Max-Planck-Gesellschaft vorgestellt. Der Bericht ist seit heute auch im Internet verfügbar.

Zu den wichtigsten neuen Ergebnissen gehören, dass

  • es in Bezug auf Mobbing und sexuelle Diskriminierung & Belästigung kleine Unterschiede zwischen den Sektionen gibt;
  • Frauen aus Nicht-EU-Staaten im Vergleich zu Deutschen oder EU-Ausländerinnen gefährdeter sind, sexuelle Diskriminierung & Belästigung zu erfahren;
  • Doktorandinnen im Vergleich mit anderen Statusgruppen ebenfalls gefährdeter sind, sexuelle Diskriminierung & Belästigung zu erfahren;
  • nicht wissenschaftlich Beschäftigte im Vergleich mit anderen Statusgruppen häufiger von Mobbing-Erfahrungen berichten;
  • es im Vergleich von Nationalitäten keine systematischen Muster bzgl. Mobbing Erfahrungen (Deutsch / andere EU / Nicht-EU) gibt.

Die wesentlichen Aussagen aus dem Kurzbericht vom Juni wurden im finalen Bericht bestätigt. So fühlen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Instituten und Einrichtungen in hohem Maß verbunden. Sie bewerten die Atmosphäre in einzelnen Gruppen sowie das (Er)leben einer gemeinsamen Vision positiv ebenso wie die Führungskultur der/des direkten Vorgesetzten.
Es gibt aber auch Themen mit Verbesserungspotenzial, an denen noch gearbeitet werden muss: So gilt es insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser vor sexualisierter Diskriminierung und Belästigung sowie vor Mobbing zu schützen, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen und neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Ankommen und Einleben in Deutschland und bei Max-Planck zu erleichtern.

Viele der im Juni angekündigten Maßnahmen hat die Max-Planck-Gesellschaft inzwischen umgesetzt:

  • Im Max-Planck-weit gültigen Code of Conduct wurden zentralen Werte ausformuliert.
  • In der Abteilung Personalentwicklung & Chancen wurde das Thema „Arbeits- und Führungskultur“ personell verankert, um die entsprechenden Programme zu koordinieren.
  • Die Stabsstelle „Interne Untersuchungen“ in der Abteilung Revision wurde etabliert.
  • Eine externe Vertrauensanwaltskanzlei wurde als Anlaufstelle beauftragt.
  • Ein Soforthilfe-Angebot, das Employee and Manager Assistance Program (EMAP) wurde geschaffen. Eine externe, anonyme und rund um die Uhr erreichbare Beratung, die für die Mitarbeitenden kostenfrei ist.

In Aufbau bzw. Ausbau sind:

  • die Planck Academy als zentraler Baustein für Führungskräftetrainings, Mentoring, Coaching und Seminare (Gründung im Februar 2020)
  • die Max-Planck-weiten Onboarding-Aktivitäten
  • das „Family Office“, das Anlaufstelle für Institute für alle Maßnahmen rund um Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist.

Umfragen auf Institutsebene

Die Ergebnisse der Max-Planck-weiten Umfragen geben ein Bild über die gesamte Organisation wieder. Die darauf aufbauenden, zentralen Maßnahmen, können aber nur bis zu einem bestimmten Grad wirken. Dann sind die Institute gefragt. „Es liegt mir sehr am Herzen, dass alle Einrichtungen und Institute über so eine Umfrage die eigenen Handlungsfelder ermitteln, kennen und verbessern. Dann kann der Wertewandel gelingen“, sagt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann.

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