Erste Studierende beginnen an den Max Planck Schools

Das Auswahlverfahren für die erste Bewerbungsrunde der Max Planck Schools ist abgeschlossen

541 Bewerbungen sind in der ersten Ausschreibungsrunde eingegangen. Nach mehrstufigen und je nach School unterschiedlich verlaufenen Auswahlprozessen beginnen nun 73 Studierende aus 16 Ländern. Großes Interesse an der Max Planck School of Photonics gab es aus dem asiatischen Raum: 42 Prozent der Bewerbungen kamen hierher. Im Gegensatz dazu war das Interesse aus Europa an der Max Planck School of Cognition mit 37 Prozent der Bewerbungen besonders hoch. Hier ist auch die disziplinäre Vielfalt der Bewerbungen am höchsten.

Gelungener Auftakt: Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell (Mitte) im Gespräch mit Max-Planck-Vize-Präsident Ferdi Schüth und den Studierenden Niklas Rindtorff, Karl Michael Ziems und Bojana Grujičić (von links nach rechts).

Um den Studierenden ebenso wie den Fellows aller Max Planck Schools eine Gelegenheit zu bieten, sich kennenzulernen und zu vernetzen, fand am 11. September 2019 im Harnack-Haus in Berlin ein Kick-off-Symposium statt. Mit dabei waren auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, Max-Planck-Präsident Martin Stratmann und der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz Peter-André Alt. Was Wissenschaft für die ausgewählten Doktorandinnen und Doktoranden bedeutet, welche gesellschaftlichen Herausforderungen sie umtreiben, das diskutierten drei der Studierenden mit Ferdi Schüth, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft und einer der treibenden Köpfe hinter den Max Planck Schools. Stefan Hell, Nobelpreisträger und Fellow der Max Planck Schools Matter to Life und Photonics, machte den Studierenden Mut: „Bleibt geerdet und greift nach den Sternen!“.

Auch die Wissenschaftsministerin Anja Karliczek nahm an der Veranstaltung teil, hier im Bild mit Max-Planck-Prädident Martin Stratmann, Studierenden und Vize-Präsident Ferdi Schüth (von links nach rechts). Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird die Initiative mit 45 Millionen Euro gefördert.

Die ausgewählten Promovierenden selbst machten deutlich, weshalb sie sich bei den Max Planck Schools beworben haben: „Für mich waren eine gute Ausstattung, ein starkes wissenschaftliches Netzwerk sowie die Verbindung von Theorie und Experiment wichtig“, sagte Karl Michael Ziems, der an der Max Planck School of Photonics seine Promotion beginnt. In den USA oder Großbritannien seien exzellente Forschungseinrichtungen oft in einer Stadt oder an einem Standort konzentriert. Die Idee, die in Deutschland verteilte Exzellenz zu bündeln, würde genau diese Konzentration erreichen. Bojana Grujičić von der Max Planck School of Cognition erklärte: „Mein Ziel ist es, die kognitive Komplexität des Menschen über die verschiedenen Erklärungswege der Kognitionswissenschaft besser zu verstehen. Die Max Planck School of Cognition bietet mir neben dem interdisziplinären Umfeld die Chance, durch Laborrotationen Einblicke in verschiedene wissenschaftliche Ansätze zu erhalten und auf philosophische Grundfragen zurückzukommen. Das ist für mich ein herausragendes Merkmal.“ Das klare Bekenntnis zur Zusammenarbeit und Interdisziplinarität, der Exzellenz-Anspruch und die thematische Vielfalt, die jeden dazu zwinge, über den eigenen Tellerrand zu schauen, betonte schließlich Niklas Rindtorff, künftiger Doktorand an der Max Planck School Matter to Life.

So unterschiedlich die Themen der Schools sind, so verschieden sind auch die Qualifizierungswege, die letztlich alle zur Promotion führen. An der Max Planck School of Cognition durchlaufen die Studierenden zum Beispiel ein einjähriges Lab Rotation Year an verschiedenen Standorten zum Start des Programms. Die Max Planck School Matter to Life wiederum wird ab 2019 ausschließlich Studierende aufnehmen, die einen Abschluss im neu etablierten Master-Studiengang Matter to Life an den Universitäten Göttingen oder Heidelberg (zukünftig auch Technische Universität München) erwerben möchten, bevor sie in die Promotionsphase einsteigen. Interessierte an der Max Planck School of Photonics können sich je nach Vorqualifikation zwischen zwei Tracks entscheiden: einem fünfjährigen direct track mit integriertem Master oder einem dreijährigen PhD-Track. Für alle Kandidatinnen und Kandidaten gilt: Mit der Aufnahme in eine Max Planck School erhalten sie eine finanzielle Förderung von bis zu fünf Jahren – je nachdem welchen Weg sie verfolgen.


Max Planck Schools – a joint initiative between German Universities and German Research Organizations

Verteilte Forschungsexzellenz unter einem Dach zu bündeln, das ist die Grundidee der Max Planck Schools, die 2017 von der vormaligen Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, Max-Planck-Präsident Martin Stratmann und Horst Hippler, ehemaliger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, ins Leben gerufen wurden. Mittlerweile beteiligen sich an der Initiative 27 Universitäten und über 30 Institute der außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Tragende Partner, die also in der Initiative eine hervorgehobene Rolle spielen, sind die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Georg-August-Universität Göttingen, die Humboldt-Universität Berlin, das Karlsruher Institut für Technologie, die Technische Universität München sowie die Universitäten Düsseldorf, Heidelberg und Leipzig, das DWI Aachen, die Fraunhofer-Gesellschaft und die Max-Planck-Gesellschaft. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die Initiative mit 45 Mio. gefördert.

Mehr Informationen zu den Max Planck Schools

 

Weitere interessante Beiträge

Zur Redakteursansicht