Acht Max-Planck-Forscher werben hohe EU-Förderung ein

Advanced Grants des ERC mit jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro verliehen

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat 222 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Advanced Grants ausgezeichnet. Bis zu jeweils 2,5 Millionen Euro versetzen die profilierten Forscher und ihre Teams in die Lage, ihren als exzellent eingestuften Projektideen nachzugehen, darunter auch acht Forscher aus Max-Planck-Instituten.

Der Europäische Forschungsrat hat bekanntgegeben, wer EU-Förderung erhält.

„Mit den ERC Advanced Grants werden herausragende Forscher in ganz Europa gefördert. Ihre Pionierarbeit hat das Potenzial, den Alltag der Menschen zu verändern und Lösungen für einige unserer dringendsten Herausforderungen zu liefern. Der ERC gibt diesen klugen Köpfen die Möglichkeit, ihren kreativsten Ideen zu folgen und eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung aller Wissensbereiche zu spielen", sagte Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, bei Bekanntgabe der geförderten Projekte. 

Insgesamt 2.052 Forschungsanträge erreichten den ERC in der jüngsten Runde für Advanced Grants – elf Prozent wurden bewilligt. Alleiniges Auswahlkriterium ist dabei wissenschaftliche Exzellenz. Der ERC stellte dafür 540 Millionen Euro bereit, die aus dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon 2020 stammen. Die ausgewählten Projekte decken unterschiedlichste Forschungsbereiche ab: So fragen ausgezeichnete Antragsteller beispielsweise danach, wie sich erneuerbare Energien besser erzeugen und speichern lassen oder wie sich die biologische Uhr des Menschen bei der Bewältigung des modernen Lebens unterstützen lässt. Ein weiteres Forschungsprojekt untersucht, wie Crowd-Quelldaten Städte smarter und lebenswerter machen können. Gefördert wird in den drei Bereichen Lebenswissenschaften, Chemie, Physik und Technik sowie Sozial- und Geisteswissenschaften.

Insgesamt verteilen sich die Grants auf 20 Staaten. Die meisten Grants werden in dem Vereinigten Königreich (47), Deutschland (32) und Frankreich (31) durchgeführt. Aus den Reihen der Max-Planck-Gesellschaft waren acht Wissenschaftler erfolgreich. Im deutschlandweiten Vergleich liegt die Max-Planck-Gesellschaft damit an erster Stelle der Institutionen, gefolgt von der LMU München und der Goethe Universität Frankfurt am Main (jeweils 3 Grants). Über Fördergeld in der MPG freuen sich:

Bereich Lebenswissenschaften

  • Adam Antebi, MPI für Biologie des Alterns
  • Thomas Boehm, MPI für Immunbiologie und Epigenetik
  • Theofanis Kitsopoulos, MPI für biophysikalische Chemie
  • Gilles Laurent, MPI für Hirnforschung
  • Klaus Scheffler, MPI für biologische Kybernetik

 Bereich Chemie, Physik, Technik

  • Klaus Blaum, MPI für Kernphysik
  • Thomas Henning, MPI für Astronomie
  • Metin Sitti, MPI für Intelligente Systeme

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