Max-Planck-Teams erfolgreich bei Synergy Grants

Europäische Förderung geht an Forscher in Göttingen, Martinsried und Potsdam-Golm

Vier Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft haben jeweils im Team mit Kollegen anderer Institutionen einen der hoch dotierten Synergy Grants des European Research Council (ERC) gewonnen. Europaweit wurden 27 Anträge bewilligt.

Vasilis Archontis aus Großbritannien, Allan Sacha Brun aus Frankreich und Mats Carlsson aus Norwegen tragen das Projekt WHOLESUN gemeinsam mit Laurent Gizon vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (von links oben).

Synergy Grants ermöglichen Gruppen von zwei bis vier Spitzenforschern, komplementäre Fähigkeiten, Kenntnisse und Ressourcen zusammenzuführen, um gemeinsam Forschungsfragen anzugehen. Dafür erhalten die Grantees bis zu 14 Millionen Euro für einen Zeitraum von bis zu 6 Jahren. In dieser Ausschreibungsrunde stellt der Europäische Forschungsrat ERC insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung.

An vier der ausgewählten Konzepte sind Max-Planck-Wissenschaftler beteiligt: Reinhard Fässler vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München erhält die Förderung gemeinsam mit Matthias Rief und Andreas Bausch von der Technischen Universität München für das Projekt „PoInt“. Es befasst sich mit der Funktion von Integrinen – Membranproteinen, die das Aktinskelett von Zellen mit ihrer äußeren Umgebung verknüpfen.

Ziel des Forschungsprojektes WHOLESUN ist es, die Sonne als Ganzes zu untersuchen, um den Ursprung der magnetischen Aktivität unseres Sterns zu verstehen. Laurent Gizon vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen erhält dafür einen Synergy Grant gemeinsam mit Allan Sacha Brun vom französischen Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien, Mats Carlsson von der Universität Oslo und Vasilis Archontis von der University of St. Andrews.

Im Projekt „BrainPlay“ arbeitet Robert Gütig vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Götingen mit Michael Brecht von der Berliner Humboldt-Universität, Daphne Bavelier von der Universität Genf und Dietmar Schmitz von der Berliner Charité zusammen. Sie gehen gemeinsam der Frage nach, was beim Spielen im Gehirn geschieht. Diese Arbeit wird nun in den kommenden Jahren mit europäischen Mitteln gefördert werden.

Der vierte Synergy Grantee der Max-Planck-Gesellschaft ist Friedrich Kragler vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie. Gemeinsam mit Richard Morris vom John Innes Centre im britischen Norwich und Julia Kehr von der Universität Hamburg untersucht er im Forschungsprojekt PLAMORF den Langstreckentransport bestimmter Kommunikationsmoleküle, wie er in den Leitbündeln von Pflanzen stattfindet.

mez

Weitere interessante Beiträge

Zur Redakteursansicht