Rechtswissenschaften

Die Bereitstellung ausreichender Mengen an Impfstoffen gehörte in der Covid-19-Pandemie über Monate hinweg zu den größten Herausforderungen. Während reiche Industriestaaten schon früh riesige Mengen bestellten, litten ärmere Staaten unter eklatanter Unterversorgung. Mehrere von ihnen forderten in der Welthandelsorganisation (WTO) die vorübergehende Aussetzung unter anderem der Patentrechte. Unser Team hat die rechtliche Lage dazu analysiert. mehr

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können zu Heroen werden, und das nicht nur, wenn ihre Expertise gefragt ist und sie durch mediale Aufmerksamkeit zu Berühmtheiten werden. So wird der Jurist Eugen Ehrlich bis heute und gleich mehrfach als Vor- und Leitbild in Anspruch genommen: Gilt er den einen als „Begründer der Rechtssoziologie“, sehen andere in ihm den „Vorvater des Rechtspluralismus“. Für Ralf Seinecke mahnen die Bilder von den Heroen der Wissenschaft zur Vorsicht. Sie sind wichtig und wegweisend – aber als Bilder entziehen sie sich den Kategorien von wahr und falsch. mehr

Porträt von Ralf Michaels

Der Westen ist immer noch globaler Taktgeber – auch wenn es um die Auffassung von Recht geht. Diese Strukturen sind teilweise so stark internalisiert, dass sie schwer aufzudecken sind. Gut, dass es die Rechtsvergleichung gibt. Wie diese Disziplin dazu beiträgt, koloniale Ideen im Recht zurückzudrängen und mehr rechtliche Vielfalt zuzulassen, erklärt Ralf Michaels vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht im Podcast.

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Porträt von Heiko Richter

Ein Interview mit dem Spezialisten für Wettbewerbsrecht Heiko Richter zum neuen Digital Markets Act der EU mehr

Porträt von Christian Marxsen

Welche Möglichkeiten gibt es, die Verantwortlichen für den Ukrainekrieg zur Rechenschaft zu ziehen? Im Interview erklärt Völkerrechtsexperte Christian Marxsen, welche Gerichte zuständig sind und welche Wirkung eine Verurteilung der Täter haben kann.   mehr

Im Herbst 2021 haben wir am Max-Planck-Institut Luxemburg ein im Auftrag des luxemburgischen Ministeriums für Verbraucherschutz durchgeführtes Forschungsprojekt abgeschlossen. Ziel der Forschung war es, Möglichkeiten zur Verbesserung der privaten und öffentlichen Durchsetzung des europäischen Verbraucherrechts in Luxemburg und sechs weiteren EU-Mitgliedstaaten zu untersuchen. mehr

In Deutschland besteht Testierfreiheit. Jede Person kann frei über ihr Eigentum verfügen und daher auch per Testament bestimmen, wer ihr Vermögen erbt. Das Pflichtteilsrecht setzt dieser Verfügungsmacht jedoch Grenzen: Den nächsten Angehörigen stehen feste Quoten am Nachlass zu, die sie gerichtlich geltend machen können. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie auf diesen Anteil wirtschaftlich angewiesen sind. Das ist heute nur selten der Fall. So sind Kinder beim Tod ihres letzten Elternteils in der Regel bereits wirtschaftlich unabhängig. Es ist also an der Zeit, den Pflichtteil zu überdenken. mehr

Flüchtlingskrise, Umweltkrise, Coronakrise – in den vergangenen Jahren wurde Europa von Transformationsprozessen erfasst, die massive gesellschaftliche Fragmentierungen zur Folge haben. Doch auf welchem soziokulturellen Nährboden entstehen solche Spaltungen? Wie kommt es dazu, dass sich immer mehr Menschen mit politischen Ideologien identifizieren, die an den Grundfesten liberaler Wertesysteme rütteln? Die Forschungsgruppe „Alpine Geschichten des globalen Wandels“ beschäftigt sich mit diesen Fragen, indem sie die Entstehung von Zugehörigkeits- und Entfremdungsideen erkundet. mehr

Entwicklung eines periodischen Überwachungsbarometers für Deutschland

In der rechtspolitischen Diskussion wird seit Langem kontrovers über die Notwendigkeit einer gesamtheitlichen Erfassung und verfassungsrechtlichen Bewertung der zahlreichen Überwachungsbefugnisse der Sicherheitsbehörden debattiert. Wir entwickeln nun erstmals ein Konzept zum Aufbau eines periodischen Überwachungsbarometers. Auf der Basis eines theoretisch und empirisch unterlegten Modells entsteht ein Instrumentarium, mit dem die reale Überwachungslast gemessen und bewertet werden kann. Ziel ist die Sichtbarmachung der damit einhergehenden Freiheitsbelastung der Bürgerinnen und Bürger. mehr

Zweimal erfolgreich

Marietta Auer und Iain Couzin, die beide an Max-Planck-Instituten forschen, erhalten den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
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Zweimal erfolgreich

Marietta Auer und Iain Couzin, die beide an Max-Planck-Instituten forschen, erhalten den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
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Wer profitiert, wenn der Staat Steuerschlupflöcher schließt

Eine Studie zeigt, dass auch die Top Player unter den Steuerexperten einen Nutzen haben können, wenn Steuersparmodelle meldepflichtig werden mehr

Mit rechtlicher Expertise gegen den Klimawandel

Max-Planck-Juristinnen und -Juristen starten weltweite Initiative mehr

Existenzsicherung in der Krise

Eine rechtswissenschaftliche Studie beleuchtet, wie europäische Staaten Unternehmen und Bürger unterstützen mehr

Welche Patienten retten?

Überlegungen von Tatjana Hörnle, Direktorin am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, zu den Dilemmata bei der Zuteilung von Beatmungsgeräten mehr

Völkerrecht in Zeiten von Corona

Juristen vom MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht untersuchen die Rolle der WHO zur Eindämmung der Corona-Pandemie mehr

Gute Gründe für Corona-Bonds

Elf Juristen aus verschiedenen europäischen Ländern plädieren angesichts der Krise für gemeinsame europäische Anleihen mehr

Neue Erkenntnisse zum Sicherheitsgefühl in Deutschland

Erste Ergebnisse des Viktimisierungssurvey 2017 zeigen, dass die Angst in der Bevölkerung leicht gestiegen ist mehr

„Das Urheberrecht wird restriktiver"

Das Europäische Parlament hat die umstrittene Urheberrechtsreform beschlossen. Valentina Moscon und Reto M. Hilty erklären, was sich mit der Richtlinie 2016/0280 (COD) verändern wird mehr

Die Konkurrenz schläft nicht, sie spioniert

Wissenschaftler schlagen Maßnahmenkatalog vor, um Kooperation von Unternehmen und Ermittlungsbehörden zu erleichtern mehr

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Porträt von Heiko Richter

Ein Interview mit dem Spezialisten für Wettbewerbsrecht Heiko Richter zum neuen Digital Markets Act der EU mehr

Porträt von Christian Marxsen

Welche Möglichkeiten gibt es, die Verantwortlichen für den Ukrainekrieg zur Rechenschaft zu ziehen? Im Interview erklärt Völkerrechtsexperte Christian Marxsen, welche Gerichte zuständig sind und welche Wirkung eine Verurteilung der Täter haben kann.   mehr

„Gewolltes Nichtwissen kann als kulturelle Fähigkeit verstanden werden“

Wir leben in einer Wissensgesellschaft, in der Bildung und Forschung einen besonderen Stellenwert haben. Und doch profitieren wir alle unter bestimmten Umständen auch von gewolltem Nichtwissen. Wieso das in bestimmten Bereichen sogar vorgeschrieben und unterrichtet werden sollte, erklären die Max-Planck-Direktoren Ralph Hertwig und Christoph Engel. mehr

Nichtwissen mit Bedacht

Bestimmte Fakten nicht zur Kenntnis zu nehmen, kann für den Einzelnen und die Gesellschaft eine gute Entscheidung sein mehr

„Wer am Patentschutz rüttelt, spielt mit dem Feuer“

Impfstoffe gegen Corona sind weltweit so rar, dass Indien und Südafrika eine Initiative zur Lockerung des Patentschutzes gestartet haben, die derzeit in der Welthandelsorganisation diskutiert wird. Doch wie zielführend ist das? Im Interview erklärt Reto Hilty, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, warum er den Griff nach dem Patentschutz für gefährlich hält. mehr

Regulierungsdickicht <span class="aCOpRe"><span>– ein Problem?</span></span>

Eine spieltheoretische Untersuchung zeigt, wann Bürokratien zu überzogener Regulierung neigen mehr

Wer ist schuld am Klimawandel?

Das ARD-Drama „Ökozid“ im Fakten-Check mehr

„Wir haben gelernt, Szenarien für die Zukunft zu entwerfen“

Alexandra Kemmerer über die Mitwirkung des Max-Planck-Instituts für Völkerrecht am Drehbuch für „Ökozid“ mehr

"Zeitenwende im internationalen Steuerrecht"

Am 14. Oktober treffen sich die G20-Finanzminister, um zu klären, welcher Staat künftig Konzerngewinne international operierender Unternehmen besteuern darf. Wir haben mit  Wolfgang Schön gesprochen. Denn kaum jemand kennt das 500-Seiten-starke Entwurfspapier so gut wie er mehr

„Informelle Vereinbarungen als Chance für eine gerechtere Migrationspolitik“

Zurzeit verhandelt die Europäische Kommission mit Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Mauretanien, die dafür sorgen sollen, dass Geflüchtetedie europäischen Außengrenzen gar nicht erst erreichen – ein aktuelles Beispiel dafür, wie die EU ihre Verantwortung in Sachen Migration an Drittstaaten auslagert mehr

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Hass im Netz

Bereits jeder fünfte Internet-Nutzer ist schon einmal Opfer von Hate Speech geworden. Können wir etwas gegen Hasskommentare tun? Und welche Strafen müssen Verfasser  befürchten? In unserem neuen Wissen Was – Video geben Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Antworten. mehr

Ökozid – ein fiktives Zukunftsszenario

Zwei Max-Planck-Wissenschaftler haben sich mit YouTuber Doktor Whatson den Film „Ökozid“ angesehen und ihn einem Faktencheck unterzogen: Hauke Schmidt vom Max-Planck-Institut für Meteorologie und Tom Sparks vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. mehr

Porträt von Ralf Michaels

Der Westen ist immer noch globaler Taktgeber – auch wenn es um die Auffassung von Recht geht. Diese Strukturen sind teilweise so stark internalisiert, dass sie schwer aufzudecken sind. Gut, dass es die Rechtsvergleichung gibt. Wie diese Disziplin dazu beiträgt, koloniale Ideen im Recht zurückzudrängen und mehr rechtliche Vielfalt zuzulassen, erklärt Ralf Michaels vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht im Podcast.

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Wie frei sind wir?

Wie definiert man Freiheit, wenn sie für jeden etwas anderes bedeutet? Und gibt es überhaupt absolute Freiheit? Der Radiosender detektor.fm hat sich mit vier Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschafltern unterhalten, die sich in ihrer Arbeit mit einem der größten Ideale unserer Zeit beschäftigen

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Podcast: Wie frei sind Forschung und Lehre?

Der Staat soll die Freiheit der Wissenschaft garantieren und die Wissenschaft vor staatlichen Einfluss geschützt werden. In dieser paradoxen Situation die Balance zu halten, ist schwierig. In Deutschland ist die Freiheit der Wissenschaft im Grundgesetz (Artikel 5.3) geregelt. In anderen europäischen Staaten gerät Wissenschaft immer mehr unter Druck, weiß Rechtshistoriker Michael Stolleis.

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