Austausch bei der Summer School in Jena: Susann Fiedler (3.v.l.), Leiterin der Gielen-Leyendecker-Forschungsgruppe am MPI zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, im Gespräch mit Teilnehmern ihres Kurses im Jahr 2016. Foto: A. Garbe/MPG

Treffpunkt Summer School

Den Sommer nutzen, um Wissenschaft zu vermitteln: Entsprechende Kurse explizit auch für externe Teilnehmer bieten Max-Planck-Institute von Hamburg bis Rom und erreichen damit in diesem Jahr rund 900 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Masterstudenten bis zum Postdoc.

Das aus den USA stammende Prinzip, dass Universitäten rund um die vorlesungsfreie Zeit Summer Schools anbieten, hat auch an den Max-Planck-Instituten Platz gefunden. Zwar sind diese keine Hochschulen, gleichwohl öffnen sie sich mit solchen Kursangeboten für junge Akademiker und geben Einblicke in die Forschung. Oftmals über die Internationalen Max Planck Research Schools (IMPRS) für die Doktorandenausbildung und mit Kooperationspartnern organisiert, gibt es in diesem Sommer mehr als 15 solcher Fachkurse.

Vielfalt der Angebote

Sowohl hinsichtlich der Dauer als auch der inhaltlichen Ausrichtung unterscheiden sich die Kurse von Institut zu Institut. Je nach Schwerpunkt können auch die Gruppengrößen variieren – dabei ist es zumeist üblich, dass die Teilnehmer ein Auswahlverfahren durchlaufen. So auch bei der „8th IMPRS NeuroCom Summer School“ am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, wo diesmal rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden (Anmeldung bis 30. April). Drei Tage lang werden dann Ende Juni Techniken und Tools der kognitiven Neurowissenschaften vermittelt und vertieft, zwei Schwerpunkte sind "Modeling the Mind" und "Big Data". "Wir haben sowohl international führende Experten eingeladen wie auch Vortragende hier direkt aus Leipzig und Deutschland", sagen die Organisatoren. Mit weiteren Bausteinen wie dem Summer School Poster-Preis wollen sie wieder eine "unvergessliche Erfahrung mit inspirierenden Vorträgen, Diskussionen und Kennlern-Aktionen" bieten.

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Findet zum fünften Mal statt - die Max-Planck-Acadamy in Frankfurt/Main.

In Frankfurt/Main findet am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in diesem Jahr bereits zum fünften Mal die „Max Planck Summer Academy for Legal History“ statt. Der zweiwöchige Kurs steht diesmal unter dem Motto "Die Welt und das Dorf - die globale und lokale Dimension der Rechtsgeschichte" und ist ausgebucht mit rund 30 Teilnehmern, meist Doktorandinnen und Doktoranden. Vermittelt wird der Stoff in zwei Schritten - der erste Block gibt Einblick in das wissenschaftliche Quellenstudium samt Nutzung der Institutsbibliothek, zu methodologischen Grundlagen, Theorien und kontroversen Denkschulen in der rechtshistorischen Forschung. Im zweiten Teil wird das jeweilige Schwerpunktthema vertieft und die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, ihre eigenen Forschungsthemen zu diskutieren.

Und wie bei vielen der Summer Schools an den Max-Planck-Instituten besteht das Curriculum auch in Frankfurt nicht allein aus akademischen Aktivitäten. So gehören dazu auch die Teilnahme am Sommerfest des Instituts, eine gemeinsame Stadtführung und ein Besuch auf dem Campus der Universität.

JE/MS

 

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