Max-Planck-Institut für demografische Forschung

Max-Planck-Institut für demografische Forschung

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock untersucht die Struktur und Dynamik von Populationen. Die Wissenschaftler*innen des Instituts erforschen politikrelevante Themen wie den demografischen Wandel, Altern, Geburtendynamik und die Verteilung der Arbeitszeit über die Lebensspanne, genauso wie den digitalen Wandel und die Nutzbarmachung neuer Datenquellen für die Erforschung von Migrationsströmen. Das MPIDR ist eine der größten demografischen Forschungseinrichtungen in Europa und zählt international zu den Spitzeninstituten in dieser Disziplin.

Kontakt

Konrad-Zuse-Straße 1
18057 Rostock
Telefon: +49 381 2081-0
Fax: +49 381 2081-202

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS for Population, Health and Data Science

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Abteilung Gesundheitszustand der Bevölkerung, Fertilität und Wohlbefinden

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Abteilung Digitale und computergestützte Demografie

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Abteilung Emeritus-Gruppe James W. Vaupel

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Negative Bilanz für Deutschland bei der Ab- und Zuwanderung von Forschenden

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Sterberisiko steigt durch die Pandemie deutlich

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Das wahre Ausmaß der Coronapandemie zeigt sich in der Übersterblichkeit, dem Vergleich zwischen den gemeldeten Sterbedaten 2020 und den erwartbaren Todesfällen, die sich aus der Entwicklung der vorhergehenden Jahre ergeben

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Warum starben in Italien siebenmal so viele Infizierte an Covid-19 wie in Südkorea? Eine demografische Studie findet Erklärungen

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Außerhalb der Industrienationen sind unter den Opfern zahlreiche jüngere Menschen, die besonders viel Lebenszeit verlieren

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Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung nutzt Facebook mindestens einmal im Monat. Dabei sammelt das soziale Netzwerk viele Daten von den Nutzerinnen und Nutzern – eine wertvolle, aber kaum erschlossene Quelle für die Wissenschaft. Emilio Zagheni und sein Team am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock nutzen die Daten zum Beispiel, um Migrationsströme nachzuvollziehen und Trends zu erkennen.

Wer ausgeschlossen ist, wird leicht übersehen. Exklusion kann ganz unterschiedliche Ursachen und Konsequenzen haben – auch in Zusammenhang mit Migration. Sechs Max-Planck-Institute haben sich in einem institutsübergreifenden Projekt des Themas angenommen. Darin gehen sie unter anderem der Frage nach, warum Einwanderer oft ihre gute Gesundheit einbüßen. Sie ergründen, was geflüchtete Somalier dazu bewegt, von Europa nach Kenia zu ziehen, und welche Folgen der EU-Türkei-Deal für die Rechte von Asylbewerbern in Griechenland hat. Das gemeinsame Ziel: Exklusion sichtbar machen und faire Regeln für Migration erarbeiten.

Ewiges Leben ist verdammt lang. Trotzdem kann Ralf Schaible vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock schon heute sagen, dass der Süßwasserpolyp Hydra diesem Ideal ziemlich nahe kommt. In einem von Institutsdirektor James W. Vaupel initiierten Langzeitexperiment untersuchen er und seine Kollegen, warum Hydra unter bestimmten Umständen nicht altert.

Mit Staunen beobachten Demografen, wie das menschliche Sterberisiko sinkt und sinkt. Weit über 100 Jahre dauert der Trend nun schon an. Was früher die statistische Erforschung des Sterbens war, ist längst zur Wissenschaft des langen Lebens geworden. Damit beschäftigt sich Jutta Gampe am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.

Demografie muss biologisch sein und politisch, sagt James Vaupel. Damit bricht er nicht nur in Deutschland die Regeln. Normverstöße sind für den Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock die Regel.

Mit Staunen beobachten Demografen, wie das menschliche Sterberisiko sinkt und sinkt.Weit über 100 Jahre dauert der Trend nun schon an. Was früher die statistische Erforschung des Sterbens war, ist längst zur Wissenschaft des langen Lebens geworden. Damit beschäftigt sich Jutta Gampe am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.

Fremdsprachensekretär*in (Population Europe)

Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock 18. Oktober 2021

Mitarbeiter*in Betriebstechnik (m/w/d) 

Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock 7. Oktober 2021

Lebenserwartung: Warum stehen die USA so schlecht da?

2020 Myrskylä, Mikko

Sozialwissenschaften

Seit 2010 bleiben die USA bei der Entwicklung der Lebenserwartung deutlich hinter anderen Industrienationen zurück. Zuletzt nahm die durchschnittliche Lebensdauer in den Vereinigten Staaten sogar ab. Eine neue Studie am Max-Planck-Institut für demografische Forschung zeigt nun: Entscheidender für diese Entwicklung als die oft genannte Opioid-Krise war die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Umzüge nach Naturkatastrophen mit Facebook-Daten rekonstruieren

2019 Zagheni, Emilio

Sozialwissenschaften

Nach Naturkatastrophen ist es fast unmöglich, zeitnah Zahlen über Migrationsbewegungen zu liefern, wenn man nur traditionelle Datenquellen etwa von statistischen Behörden verwendet. Hier bietet sich Facebook als ergänzende Informationsquelle an. Emilio Zagheni, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, rekonstruierte die Wanderungsbewegungen von Puerto Rico auf das Festland der USA nach Hurrikan Maria im Herbst 2017. Dabei entdeckte er auch einen Trend zur Rückkehr auf die Insel.

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Das demografische Maß der Ungleichheiten im Sterbealter legt individuelle Unterschiede in der Sterblichkeit offen. Anhand von empirischen Beispielen aus Deutschland, den USA und Finnland zeigen wir, dass diese Unterschiede von den demografischen Maßen der durchschnittlichen Sterblichkeit wie der Lebenserwartung nicht berücksichtigt werden. Letzteres erfasst den Zugewinn an Jahren; das Maß der Ungleichheiten im Sterbealter dagegen erfasst die „Gleichheit des Zugewinns“. Um ein vollständiges Bild des Gesundheitszustandes einer Bevölkerung zu erhalten, müssen wir beides beobachten.

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Um die Gesundheit von Frauen und Männern ist es unterschiedlich gut bestellt. Frauen leben zwar im Schnitt länger als Männer, sie haben aber auch mehr gesundheitliche Probleme. Warum das so ist, damit beschäftigt sich Anna Oksuzyan am Max-Planck-Institut für demografische Forschung. Die Forschungslage ist komplex: Es sind nicht nur die gesundheitlichen Situationen von Männern und Frauen verschieden, sondern diese Differenzen zwischen den Geschlechtern fallen je nach Land und Kultur unterschiedlich aus.

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Sterbealter gleichen sich an

2016 Colchero, Fernando; Rau, Roland; Scheuerlein, Alexander; Schwentker, Björn; Vaupel, James W.

Sozialwissenschaften

Je höher die Lebenserwartung in einer Gesellschaft ist, desto weniger unterscheidet sich, in welchem Alter die Menschen sterben. Dieser Zusammenhang folgt einer mathematischen Regel, wie demografische Daten vieler Länder belegen. Er gilt nicht nur für verschiedenste menschliche Kulturen und Epochen, sondern in ähnlicher Weise auch für nichtmenschliche Primaten. Obwohl zwischen Menschen und Tieren evolutionär Millionen von Jahren liegen, leben die männlichen Artgenossen durchschnittlich kürzer als die weiblichen. Der männliche Überlebensnachteil könnte daher evolutionär begründet sein.

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