Max-Planck-Institut für demografische Forschung

Max-Planck-Institut für demografische Forschung

Steigende Lebenserwartung auf der einen Seite, niedrige Geburtenraten auf der anderen – welche Folgen der demografische Wandel für Gesellschaft und Politik nach sich zieht, ist nur eine von vielen Fragen, denen die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock auf den Grund gehen. So widmet sich zum Beispiel ein weiteres Projekt den genetischen, medizinischen und biologischen Aspekten des Alterns. Ein anderes untersucht den Wandel des menschlichen Lebenslaufs. Wieder andere Arbeiten beschäftigen sich mit der Haltbarkeit von Familienmustern in Europa über die Jahrhunderte hinweg, mit den Zusammenhängen zwischen Politik und demografischem Wandel oder der Frage, wie sich die institutionellen, politischen und ökonomischen Veränderungen in Europa auf die Bevölkerung ausgewirkt haben.

Kontakt

Konrad-Zuse-Straße 1
18057 Rostock
Telefon: +49 381 2081-0
Fax: +49 381 2081-202

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS for Population, Health and Data Science

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Gesundheitszustand der Bevölkerung, Fertilität und Wohlbefinden

mehr

Abteilung Digitale und computergestützte Demografie

mehr

Abteilung Emeritus-Gruppe James W. Vaupel

mehr
Großfamilie oder kinderlos

Eine Studie zeigt Faktoren, die beeinflussen, ob sich hochgebildete US-Amerikanerinnen ihren Kinderwunsch erfüllen oder nicht

mehr
Großzügig teilen, länger leben

Umverteilung beeinflusst die Sterblichkeit weltweit

mehr
Richtig lang lebt man nur in Süddeutschland

Nicht überall in Deutschland werden die Menschen gleich alt. Roland Rau berechnete die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer und Frauen in allen 402 Landkreisen. Er entdeckt Unterschiede von mehr als fünf Jahren und führt sie auf Armut zurück.

mehr
Jung, aber durch Covid-19 gefährdet

Wegen weit verbreiteter Vorerkrankungen kann die Coronapandemie in Ländern des Globalen Südens auch für junge Menschen zum Risiko werden

mehr
Wie Facebook hilft, Migration zu erfassen

Nach Naturkatastrophen ist es fast unmöglich, schnell Zahlen über Migrationsbewegungen zu bekommen, vor allem wenn man nur traditionelle Quellen wie die Statistiken von Behörden nutzt. Ganz neue Möglichkeiten bieten Daten von sozialen Netzwerken wie Facebook

mehr

Wer ausgeschlossen ist, wird leicht übersehen. Exklusion kann ganz unterschiedliche Ursachen und Konsequenzen haben – auch in Zusammenhang mit Migration. Sechs Max-Planck-Institute haben sich in einem institutsübergreifenden Projekt des Themas angenommen. Darin gehen sie unter anderem der Frage nach, warum Einwanderer oft ihre gute Gesundheit einbüßen. Sie ergründen, was geflüchtete Somalier dazu bewegt, von Europa nach Kenia zu ziehen, und welche Folgen der EU-Türkei-Deal für die Rechte von Asylbewerbern in Griechenland hat. Das gemeinsame Ziel: Exklusion sichtbar machen und faire Regeln für Migration erarbeiten.

Ewiges Leben ist verdammt lang. Trotzdem kann Ralf Schaible vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock schon heute sagen, dass der Süßwasserpolyp Hydra diesem Ideal ziemlich nahe kommt. In einem von Institutsdirektor James W. Vaupel initiierten Langzeitexperiment untersuchen er und seine Kollegen, warum Hydra unter bestimmten Umständen nicht altert.

Mit Staunen beobachten Demografen, wie das menschliche Sterberisiko sinkt und sinkt. Weit über 100 Jahre dauert der Trend nun schon an. Was früher die statistische Erforschung des Sterbens war, ist längst zur Wissenschaft des langen Lebens geworden. Damit beschäftigt sich Jutta Gampe am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.

Demografie muss biologisch sein und politisch, sagt James Vaupel. Damit bricht er nicht nur in Deutschland die Regeln. Normverstöße sind für den Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock die Regel.

Mit Staunen beobachten Demografen, wie das menschliche Sterberisiko sinkt und sinkt.Weit über 100 Jahre dauert der Trend nun schon an. Was früher die statistische Erforschung des Sterbens war, ist längst zur Wissenschaft des langen Lebens geworden. Damit beschäftigt sich Jutta Gampe am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.

Artenschutz ist zwar in aller Munde, aber über die zu bewahrenden Spezies ist häufig erschreckend wenig bekannt. Damit bedrohte Tierarten wirkungsvoller geschützt werden können, setzt das Wissenschaftler-Team um Dalia Amor Conde im Arbeitsbereich Evolutionäre Biodemografie unter der Leitung von James Vaupel und Alexander Scheuerlein vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock spezielle Methoden ein, um wichtige Daten über das Leben gefährdeter Tiere zu gewinnen.

Postdoktorand*innen/ Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (m/w/d)

Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock 26. Oktober 2020

Postdoktorand*innen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock 15. Oktober 2020

Umzüge nach Naturkatastrophen mit Facebook-Daten rekonstruieren

2019 Zagheni, Emilio

Sozialwissenschaften

Nach Naturkatastrophen ist es fast unmöglich, zeitnah Zahlen über Migrationsbewegungen zu liefern, wenn man nur traditionelle Datenquellen etwa von statistischen Behörden verwendet. Hier bietet sich Facebook als ergänzende Informationsquelle an. Emilio Zagheni, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, rekonstruierte die Wanderungsbewegungen von Puerto Rico auf das Festland der USA nach Hurrikan Maria im Herbst 2017. Dabei entdeckte er auch einen Trend zur Rückkehr auf die Insel.

mehr

Das demografische Maß der Ungleichheiten im Sterbealter legt individuelle Unterschiede in der Sterblichkeit offen. Anhand von empirischen Beispielen aus Deutschland, den USA und Finnland zeigen wir, dass diese Unterschiede von den demografischen Maßen der durchschnittlichen Sterblichkeit wie der Lebenserwartung nicht berücksichtigt werden. Letzteres erfasst den Zugewinn an Jahren; das Maß der Ungleichheiten im Sterbealter dagegen erfasst die „Gleichheit des Zugewinns“. Um ein vollständiges Bild des Gesundheitszustandes einer Bevölkerung zu erhalten, müssen wir beides beobachten.

mehr

Um die Gesundheit von Frauen und Männern ist es unterschiedlich gut bestellt. Frauen leben zwar im Schnitt länger als Männer, sie haben aber auch mehr gesundheitliche Probleme. Warum das so ist, damit beschäftigt sich Anna Oksuzyan am Max-Planck-Institut für demografische Forschung. Die Forschungslage ist komplex: Es sind nicht nur die gesundheitlichen Situationen von Männern und Frauen verschieden, sondern diese Differenzen zwischen den Geschlechtern fallen je nach Land und Kultur unterschiedlich aus.

mehr

Sterbealter gleichen sich an

2016 Colchero, Fernando; Rau, Roland; Scheuerlein, Alexander; Schwentker, Björn; Vaupel, James W.

Sozialwissenschaften

Je höher die Lebenserwartung in einer Gesellschaft ist, desto weniger unterscheidet sich, in welchem Alter die Menschen sterben. Dieser Zusammenhang folgt einer mathematischen Regel, wie demografische Daten vieler Länder belegen. Er gilt nicht nur für verschiedenste menschliche Kulturen und Epochen, sondern in ähnlicher Weise auch für nichtmenschliche Primaten. Obwohl zwischen Menschen und Tieren evolutionär Millionen von Jahren liegen, leben die männlichen Artgenossen durchschnittlich kürzer als die weiblichen. Der männliche Überlebensnachteil könnte daher evolutionär begründet sein.

mehr

Eine Langzeitperspektive auf die Entwicklung sozialer Unterschiede bei der Lebenserwartung

2015 Willführ, Kai P.; van Hedel, Karen; Myrskylä, Mikko

Sozialwissenschaften

In nahezu allen Wohlfahrtsstaaten sind erhebliche Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen den Sozialschichten zu erkennen. Zwar steigt die Lebenserwartung insgesamt, ausgeprägter jedoch ist der Anstieg bei den höheren Schichten. Neben schlechteren Lebens- und Arbeitsbedingungen scheinen vor allem die Ess-, Trink- und Rauchgewohnheiten eine wichtige Rolle zu spielen. Die Analyse historischer Daten lässt den Schluss zu, dass die Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Arm und Reich erst im 18. oder 19. Jahrhundert auftraten.

mehr
Zur Redakteursansicht