Kulturwissenschaften

Unser Projekt fragt in (trans-)disziplinärer Perspektive nach der Kunstgeschichte im Anthropozän. Dies schließt ein, ihre Methoden, Objekte und Forschungsfelder zu überdenken, und fragt nach ihrem potenziellen Beitrag zur Rettung des Planeten als Lebensraum von Menschen und nicht-menschlichen Organismen, von Biosphäre und Technosphäre. Unser Projekt beteiligt sich daran, eine ökologisch orientierte Kunstgeschichte als offene Agenda auszuarbeiten und zu etablieren, die konzeptionelle und empirische Arbeit miteinander verknüpft sowie Fragen von heritage und Umgang mit Katastrophen adressiert.

Neue kulturvergleichende Studie zeigt: Die Bindung zwischen Mensch und Hund ist in unterschiedlichen Gesellschaften bemerkenswert ähnlich

Basira Mir Makhamad vom Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena reist für ihre Forschung regelmäßig nach Zentralasien. Anhand von Pflanzensamen, die sie an archäologischen Ausgrabungsstätten entlang der Seidenstraße findet, rekonstruiert die gebürtige Kirgisin die Entwicklung der Landwirtschaft und die Ernährungsgewohnheiten ihrer Vorfahren.

Der Historiker Herwig Czech über „Euthanasie“-Verbrechen, Wissenschaft und Erinnerungskultur

Hat das bewusstseinsverändernde Getränk die Entstehung komplexer, hierarchischer Gesellschaften in Ozeanien begünstigt?

Große kulturvergleichende Studie zeigt gemeinsame Muster der Blickverarbeitung – trotz Unterschieden in Genauigkeit und Entwicklungsstand

Das Transmedia HistoryTelling ist ein multimodaler Ansatz, der Rechtsgeschichte über schriftliche Archive und staatliche Narrative hinaus erweitert. Anhand von Projekten in Lateinamerika und Afrika verbindet er Comics, Wandmalerei, Workshops und Podcasting, um Entstehung, Anfechtung und Fortwirken von Recht nachzuvollziehen. Wir argumentieren, dass kollaborative, multimodale Rechtsgeschichtsschreibung verdrängte normative Ordnungen sichtbar macht und Debatten über Gerechtigkeit und Wiedergutmachung bereichert.

Studie dokumentiert kulturübergreifend ähnliche Einschätzungen

Wenn wir über den modernen Sozialstaat sprechen, reden wir nicht zuletzt über ein Versprechen: Wer in Not gerät, wird aufgefangen. Diesem Versprechen liegt eine staatliche Verantwortung für ein Leben in Würde zugrunde. Doch während die theoretischen Grundlagen dieses Schutzes in der Rechtswissenschaft kaum bestritten werden, zeigt der Blick in die Praxis ein weitaus brüchigeres Bild. In unserem rechtsvergleichenden Forschungsprojekt wollten wir daher wissen: Gewährleisten moderne Staaten den in ihnen lebenden Menschen wirklich ein Existenzminimum – und zwar so, dass ein Leben in Würde möglich ist?

Unser Artikel behandelt, wie kritische Fragen zur KI aus der künstlerischen Praxis hervorgegangen sind, und argumentiert, dass maschinelles Sehen – historisch gesehen das zentrale Beispiel für KI – als historisch und kulturell verortet verstanden werden muss. Anhand des Algorithmus CLIP zeigen wir, wie KI-Modelle ihre eigenen „optischen Schichten“ erzeugen. Da zeitgenössische Systeme zunehmend zu geschlossenen Black Boxes werden, muss das Fachgebiet neue methodische Werkzeuge entwickeln, um diese Systeme zu analysieren und zu kontextualisieren.

Mehr anzeigen

Neue kulturvergleichende Studie zeigt: Die Bindung zwischen Mensch und Hund ist in unterschiedlichen Gesellschaften bemerkenswert ähnlich

Studie dokumentiert kulturübergreifend ähnliche Einschätzungen

Die Max-Planck-Gesellschaft und die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnen am 2. Dezember Surabhi Ranganathan, Prerna Singh und Jamie Kreiner aus, die Außergewöhnliches in ihren Disziplinen geleistet haben 

Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten“

Eine kulturübergreifende Studie untersucht, inwieweit der Wein- und Bierkonsum die Entwicklung menschlicher Gesellschaften begünstigt hat

Forschende nutzen das Videospiel Minecraft zur Erforschung des sozialen Lernens  

Wie sich Musikstücke verschiedener Komponisten und Genres entwickeln, lässt sich unterschiedlich gut erahnen

Tänzer und Tänzerinnen sind offener, verträglicher und weniger neurotisch als Menschen, die nicht tanzen.

First-Mover-Vorteil als ein Schlüssel zum Erfolg in der Musikindustrie

Vom 14. Mai bis 15. September ist die MS Wissenschaft unterwegs in Deutschland und Österreich

Mehr anzeigen

Der Historiker Herwig Czech über „Euthanasie“-Verbrechen, Wissenschaft und Erinnerungskultur

Forschende verschiedener Max-Planck-Institute arbeiten daran, die Geheimnisse musikalischer Schönheit zu entschlüsseln

Von der Renaissance bis zur KI-Ära: Hana Gründler erforscht, wie Schönheitsideale gesellschaftliche Normen und Vorurteile widerspiegeln

Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben 2024 viele hochkarätige Veröffentlichungen publiziert. Wir haben eine Auswahl getroffen und stellen Ihnen zwölf Highlights vor

Der Anblick eines hellen Kometen hat die Menschen zu allen Zeiten fasziniert. Was aber steckt hinter einem solchen Himmelsschauspiel? Erst in der Neuzeit kamen Forscher dem Phänomen auf die Schliche – da hatten die Schweifsterne schon eine lange Karriere als Unglücksbringer oder göttliche Sendboten hinter sich.

Russische Künstlerinnen und Künstler nutzen subtile Protestformen der Vergangenheit und interpretieren sie neu

Die Podcastserie widmet sich in diesem Jahr dem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung

Musik berührt und verbindet. Doch die Kultur beeinflusst, wie wir Musik wahrnehmen. Forschende untersuchen weltweit, was im Kopf vorgeht, wenn Menschen Rhythmen und Tonhöhen hören. Dabei gewinnen sie nicht nur Erkenntnisse über Musik.

In ehemaligen Kohlerevieren spielen Fußballvereine eine wichtige Rolle für den Zusammenhalt zwischen arbeitslos gewordenen Arbeitern

Gefühle haben im politischen Raum einen schlechten Ruf. Politische Entscheidungen, so das klassische Dogma, sollten rational und vernünftig getroffen werden, keinesfalls emotional. Doch die Realität sieht von jeher anders aus

Mehr anzeigen

Was wir schön finden, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch eine Frage der Genetik. Darüber hinaus spiegelt Schönheit auch Machtverhältnisse wider.

Um die Gegenwart zu verstehen, ist es wichtig, mehr über die Vergangenheit zu wissen. Wie kann KI dabei helfen, unser Geschichtswissen zu verbessern? Ein Gespräch über die Digitalisierung alter Buchbestände und wie KI dabei helfen kann, das Wissen der Welt zu bewahren

Ein Bild im Stile von van Gogh – kein Problem! Mit KI lässt sich Kunst imitieren oder Fälschungen enttarnen. Auch für das wissenschaftliche Arbeiten mit KI ist Kreativität gefragt. Tristan Weddigen ist Direktor an der Bibliotheca Hertziana, dem Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom und unterstützt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, Künstliche Intelligenz zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Wie frei ist die Kunstszene in Osteuropa? Macht Social Media uns unfrei? Welche Demonstrationen dürfen stattfinden und was darf auf diesen noch gesagt werden? Das beantworten die Max-Planck-Wissenschaftler*innen Hana Gründler, Philipp Lorenz-Spreen und Ralf Poscher im aktuellen „Forschungsquartett“-Podcast

„Die Übersetzungsarbeit, die Wissenschaftler leisten, ist nicht neutral. Und sie ist auch nicht unschuldig. Sie macht etwas mit der Möglichkeit, dieses Wissen in Besitz zu nehmen“, ist Dagmar Schäfer vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte überzeugt. Ein Gespräch über Patentrecht, Ming-Vasen und Enteignung.

Fragt man Musikerinnen und Musiker, wie sie den Jazz definieren, dann hört man oftmals die Antwort: „Er muss swingen“. Aber was genau ist der Swing und wie entsteht er? Theo Geisel vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation versucht das Geheimnis zu lüften.

Sinne sind unser Draht zur Welt. Wie Menschen und Tiere ihre Umgebung durch Sinnesorgane wahrnehmen, ist eine Frage, die verschiedenste Forschungsgebiete beschäftigt. Drei davon stellen wir in der langen Folge der Podcastserie „Das Forschungsquartett“ vor.

Leon Battista Alberti hat die Frage nach dem guten Leben bereits vor mehr als 500 Jahren beschäftigt. Doch gibt es darauf eine Antwort? Hana Gründler vom Kunsthistorischen Institut (KHI) in Florenz hat die erste deutsche Übersetzung Albertis Werk „Über die Seelenruhe“ kommentiert und weiß Antworten.

Das 17. Jahrhundert war eine wissenschaftlich innovative Periode, viele neue Instrumente wurden entwickelt, beispielsweise Mikroskope. Was haben Forschende gesehen, als sie damals durch die ersten Mikroskope schauten? Und was sehen wir heute beim Mikroskopieren durch die alten und durch moderne Geräte? Sietske Fransen von der Bibliotheca Hertziana, dem Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom, hat es ausprobiert. Im Podcast erzählt sie über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse.

Der Mensch hat inzwischen einen so großen Einfluss auf unseren Planeten, dass die Wissenschaft von einem neuen Erdzeitalter spricht: dem Anthropozän. Am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte befasst sich Benjamin Steininger mit vielen künstlichen Stoffen, die Menschen in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten entwickelt haben. Im Ach-Mensch-Podcast spricht er über Segen und Fluch dieser Erfindungen.

Mehr anzeigen
Zur Redakteursansicht