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Max-Planck-Forschungsgruppe

Max-Planck-Forschung in Würzburg startet

Eine neue Max-Planck-Forschungsgruppe wird an der Universität Würzburg das Immunsystem erforschen

21. Juli 2017

Vor vier Jahren wurde der Kooperationsvertrag unterschrieben, nun kann nach und nach die Arbeit in den Labors starten: Mit der Berufung von Georg Gasteiger hat die neue Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie an der Universität Würzburg ihre Arbeit aufgenommen. Die Gruppe soll am Ende aus drei Forschungsteams und einer Nachwuchsgruppe bestehen.
Die neue Max-Planck-Forschungsgruppe wird in Räumen des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie untergebracht. Bild vergrößern
Die neue Max-Planck-Forschungsgruppe wird in Räumen des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie untergebracht.

Die Max-Planck-Gruppe wird nicht einzelne Aspekte des Immunsystems untersuchen, sondern einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Es gilt, das System und sein Wechselspiel mit dem gesamten Organismus im Blick zu behalten. Dabei geht es einerseits um den Schutz, den das Immunsystem gegen Krankheitserreger oder Krebszellen bieten kann. Andererseits stehen Krankheiten im Fokus, die das Immunsystem selbst auslöst, wie etwa Multiple Sklerose oder Rheuma.

Der Freistaat Bayern, die Max-Planck-Gesellschaft und die Universität Würzburg haben eine vorerst fünfjährige Laufzeit der neuen Gruppe vereinbart. Zur Finanzierung steuert der Freistaat 25 Millionen Euro bei, die Max-Planck-Gesellschaft übernimmt die restlichen zwei Millionen Euro. Georg Gasteiger führt seit Juni 2017 eines der Teams als Direktor, gleichzeitig leitet er einen neu geschaffenen Lehrstuhl für Systemimmunologie. Für die Leitung eines weiteren Lehrstuhls für Systemimmunologie hat die Universität Wolfgang Kastenmüller gewonnen. Er wird im September 2017 von Bonn nach Würzburg kommen. Das Berufungsverfahren für den Direktor des dritten Max-Planck-Teams läuft derzeit.

Außeruniversitäre Forschung weiter gestärkt

Am Ende sollen es 42 Personen sein, die in der Gruppe arbeiten. Untergebracht werden die Teams in Räumen des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie. Ihnen stehen dort rund 1.500 Quadratmeter für Labore und Büros zur Verfügung. Der Standort auf dem Würzburger Medizin-Campus kann die Aktivitäten der Max-Planck-Teams sehr gut ergänzen, denn dort wird bereits an mehreren Kliniken und Instituten die Regulation von Immunzellen untersucht und an Immuntherapien gegen Krebs und Hautkrankheiten geforscht.

Die Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie ist ein wichtiger Baustein in den Bemühungen, die außeruniversitäre Forschung am Standort Würzburg weiter auszubauen. Erst im Mai 2017 haben die Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität hier die Einrichtung ihres neuen gemeinsamen Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) gefeiert. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen, zu der die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft als große außeruniversitäre Forschungsorganisationen gehören, ist darüber hinaus durch das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg vertreten.

Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, erklärt die Strategie, die hinter der Einrichtung von Max-Planck-Forschungsgruppen an Universitäten steht: „Wir wollen auf diese Weise die Forschungsaktivitäten der Max-Planck-Gesellschaft eng mit denen deutscher Universitäten vernetzen.“ Das gelte insbesondere für Gebiete, die weitreichende neue Erkenntnisse versprechen.

Die Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie soll die Immunabwehr und ihre Wirkung auf den gesamten Körper untersuchen. „Es freut mich, dass es uns zusammen mit der Universität Würzburg gelungen ist, mit Georg Gasteiger und Wolfgang Kastenmüller zwei Wissenschaftler zu gewinnen, die dieses Forschungsgebiet in den kommenden Jahren sicher maßgeblich vorantreiben werden“, so Stratmann. Würzburgs Universitätspräsident Alfred Forchel: „Die Kooperation mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist für die Julius-Maximilians-Universität von großer Bedeutung, weil dadurch zukunftsträchtige Forschungsgebiete am Standort Würzburg gezielt gestärkt und ausgebaut werden.“

RE/HR

 
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