Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre

Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre

Die Aufgabe des Max-Planck-Instituts für Sicherheit und Privatsphäre besteht darin, Techniken für Sicherheit und Privatsphäre zu designen, zu entwickeln und zu analysieren. Das Institut deckt alles ab von der Forschung an den Grundlagen bis hin zur Anwendung in der Gesellschaft. Durch die Kombination unserer fundierten Grundlagenforschung mit unserer Expertise in der empirischen Forschung entwickeln die Forschenden neue Systeme, verfeinern bestehende Technologien und bewerten deren Auswirkungen in der Praxis. Sie untersuchen kontinuierlich neue Herausforderungen für Sicherheit und Privatsphäre und erweitern die Grenzen der Forschung, um kreative Lösungen zu finden.

Das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Datenschutz wurde im Mai 2019 gegründet. Der Sitz des Instituts befindet sich in Bochum im Ruhrgebiet. Diese Region ist einer der größten akademischen Standorte Europas und ein Zentrum für Innovationen im Bereich Sicherheit und Datenschutz.

Kontakt

Universitätsstraße 140
44799 Bochum
Telefon: +49 234 90498-0

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS for Privacy Enhancing Technologies for the Digital Society

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Abteilung Datenwissenschaft für die Menschheit

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Abteilung Grundlagen der Sicherheit und des Datenschutzes

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Abteilung Systemsicherheit

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Abteilung Eingebettete Sicherheit

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Abteilung Kryptographie-Technik

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Abteilung Sicherheits- und Datenschutztechnik

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2025 wurden vier Direktorinnen neu an Max-Planck-Institute berufen: Carmela Troncoso, Raphaële Clément, Sohini Kar-Narayan und Catharina Stroppel (von links oben nach rechts unten)

Carmela Troncoso, Raphaële Clément, Sohini Kar-Narayan und Catharina Stroppel:  2025 wurden vier Direktorinnen neu an Max-Planck-Institute berufen. Woran sie forschen

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Stadtansicht bei Sonnenuntergang, beleuchtete Gebäude und Netzwerklinien am Himmel, die digitale Verbindungen darstellen

Das Science Policy Forum warnt davor, dass böswillige KI-„Schwärme“ einen öffentlichen Konsens vortäuschen könnten

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Poträt von Carmela Troncoso (lächelnd, dunkle, gescheitelte Haare) vor einen gewundenen Treppe mit rotem Geländer.

Carmela Troncoso erläutert, welche Probleme es bei der vom europäischen Rat vorgeschlagenen freiwilligen Chatkontrolle und der obligatorischen Altersprüfung gibt

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Hand hält eine Raspberry Pi-Platine vor einem Router.

Neue Technik ermöglicht drahtloses Stören von Wi-Fi Netzen bei hoher räumlicher Auflösung

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Zwölf Max-Planck-Wissenschaftlerinnen wurden von Januar 2024 bis 2025 berufen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind ebenso vielfältig wie ihre wissenschaftlichen Biografien

Zwölf Max-Planck-Wissenschaftlerinnen wurden von Januar 2024 bis 2025 berufen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind ebenso vielfältig wie ihre wissenschaftlichen Biografien

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Blockchains bilden das Rückgrat von Kryptowährungen wie Bitcoin, in ihnen lassen sich aber Geschäfte aller Art abwickeln. Sie kommen dabei nicht nur ohne Institutionen wie Banken oder Notariate aus, sondern sollen auch per se sicher vor Diebstahl und Betrug sein. Doch Anwendungen, die auf Blockchains basieren, sind keineswegs unangreifbar. Clara Scheidewind und ihr Team am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum identifiziert Sicherheitslücken, die es bei solchen Anwendungen gibt.

Als Kind hat Meeyoung (genannt Mia) Cha einen Traum: Sie möchte Astrophysikerin werden. Ihr Weg verläuft jedoch anders. Nach einer harten Schulzeit wird sie sich nicht den Sternen, sondern der Informatik widmen. Heute untersucht sie als Direktorin am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre, wie künstliche Intelligenz und soziale Medien die Gesellschaft verändern.

Angriffe auf Software verursachen nicht nur Schäden in Milliardenhöhe, sondern bedrohen auch die Privatsphäre von Nutzerinnen und Nutzern. Cyberkriminelle dringen dabei stets durch Sicherheitslücken in Programme ein. Marcel Böhme und sein Team am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre sind angetreten, die Einfallstore für die Angreifer zu blockieren – und haben auch Unternehmen wie Google von ihrem Ansatz überzeugt.

Für die Onlinekommunikation ist es ein bedrohliches Szenario: Sobald es leistungsfähige Quantencomputer gibt, sind die heutigen Verschlüsselungstechniken schlagartig unsicher. Peter Schwabe, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre, entwickelt daher mit internationalen Partnern Methoden der Post-Quanten-Kryptografie. Vier solcher Verfahren standardisiert nun das National Institute for Standards and Technology in den USA – an dreien davon war Peter Schwabe beteiligt.

Zum Max-Planck-Direktor auf dem zweiten Bildungsweg, das dürfte die Ausnahme sein. Doch so geht die Geschichte von Christof Paar, der zu den Gründern des Max-Planck-Instituts für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre in Bochum gehört und dort heute unter anderem Hardwaretrojaner auf Computerchips aufspürt.

Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Zwischen Berechnung und Regulierung

2024 Biega, Asia

Informatik

Datengesteuerte Systeme sind die Basis moderner digitaler Plattformen. Sie verbessern das Nutzungserlebnis durch Personalisierung, sammeln jedoch riesige Datenmengen, was Datenschutz- und andere gesellschaftliche Risiken birgt. Ihre soziotechnische Natur erfordert effektive Governance- und Regulierungsmaßnahmen, doch technologische und rechtliche Realitäten zusammenzubringen bleibt schwierig. Interdisziplinäre Informatikforschung ebnet den Weg für die effektive Einhaltung von Datenschutzbestimmungen.

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Überwachung der Einhaltung der nuklearen Abrüstung 

2023  Tobisch, Johannes

Informatik Sozialwissenschaften

Die Vereinten Nationen bestätigen die Existenz von etwa 13.400 Atomwaffen. Um sicherzustellen, dass diese Waffen nicht missbräuchlich eingesetzt werden, ist eine kontinuierliche Überwachung erforderlich. Aktuelle Überwachungsmethoden wie Videoüberwachung und physische Inspektionen erfüllen jedoch nicht die Sicherheits- und Geheimhaltungsanforderungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sicherheit und Privatsphäre haben in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Princeton University, der Harvard University, der PHYSEC GmbH, der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Berlin und der University of Connecticut eine zuverlässige Methode zur Fernüberwachung von Nuklearstandorten entwickelt.

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Die Verschlüsselung der Zukunft

2022 Schwabe, Peter

Informatik

Daten dürften künftig in vielen Fällen mit Verfahren verschlüsselt werden, an deren Entwicklung wir am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre beteiligt waren. Das US-amerikanische National Institute for Standards and Technology (NIST) hat im Juli 2022 bekanntgegeben, welche kryptografischen Methoden es standardisieren wird, um die Kommunikation auch vor künftigen Angriffen mit Quantencomputern zu schützen. Drei der vier ausgewählten Verfahren habe ich als Leiter einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut zusammen mit mehreren nationalen und internationalen Partnern entwickelt.

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