Supercomputer der Klimaforschung in Hamburg

Abkommen zur langfristigen Finanzierung des Klimarechners am DKRZ unterzeichnet

24. Oktober 2017

Klimaforschung betreiben heißt, mit einer Fülle von Daten zu arbeiten: Seit 30 Jahren stellt das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) in Hamburg Rechenleistung für die Klima- und Erdsystemforschung zur Verfügung. Damit das DKRZ und seine Nutzer international wettbewerbsfähig bleiben, muss sein Hochleistungsrechner in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Heute haben die Helmholtz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Freie und Hansestadt Hamburg einen Vertrag zur langfristigen Finanzierung des Hochleistungsrechners unterzeichnet.

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Rechenleistung für die Klimaforschung - Blick auf  einen Cluster des Hochleistungsrechnersystems am DKRZ.
Rechenleistung für die Klimaforschung - Blick auf  einen Cluster des Hochleistungsrechnersystems am DKRZ.

Bisher wurde die Finanzierung des neuen Hochleistungsrechners immer wieder neu ausgehandelt. Ab sofort übernehmen die Gesellschafter des Deutschen Klimarechenzentrums gemeinsam die Verantwortung, den Hochleistungsrechner am DKRZ auch in Zukunft auf dem neuesten Stand der Technik zu halten: Künftig beteiligt sich die Helmholtz-Gemeinschaft mit 45 Prozent an der Finanzierung, die Max-Planck-Gesellschaft mit 40 Prozent und die Freie und Hansestadt Hamburg mit 15 Prozent.

„Die Klimaforschung in Hamburg und Deutschland ist international erstklassig. Durch die neugeregelte Finanzierung der künftigen Rechner-Generationen haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass das weiterhin so bleibt. Für den Erfolg unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist zudem die enge Zusammenarbeit mit Programmierern und Computerspezialisten des DKRZ essentiell, die durch die räumliche Nähe des Max-Planck-Instituts für Meteorologie und des DKRZ in Hamburg möglich ist“, sagt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann.

Auf Grundlage des Abkommens wird erstmals im Jahr 2020 und dann in Abständen von in der Regel fünf Jahren die Recheninfrastruktur des DKRZ erneuert. Für die kommende vorgesehene Beschaffung des Superrechners wird eine Gesamtinvestition in Höhe von 45 Mio. Euro erforderlich. Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Exzellente Klimaforschung hat in Hamburg Tradition. Auch das DKRZ ist für die deutsche Klimaforschergemeinschaft längst unverzichtbar geworden. Deshalb bin ich über das Abkommen mit der Helmholtz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sehr froh. Die regelmäßige Erneuerung der Hochleistungsrechner ist somit dauerhaft gesichert.“

Ziel des DKRZ-Abkommens ist es, die wissenschaftlich erforderlichen regelmäßigen Erneuerungen des Hochleistungsrechners sicherzustellen und das DKRZ als zentrale Serviceeinrichtung der deutschen Klimaforschung in die Zukunft zu führen. Ein umfangreiches Begutachtungsverfahren wird dabei weiterhin sicherstellen, dass Art und Umfang der Beschaffung sowohl mit den wissenschaftlichen Zielen als auch mit den tatsächlichen Ausstattungsbedarfen beim DKRZ übereinstimmen.

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