Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie beschäftigt sich mit Fragen zur Entstehung des Menschen. Die Wissenschaftler des Instituts untersuchen dabei ganz unterschiedliche Aspekte der Menschwerdung. Sie analysieren Gene, Kulturen und kognitive Fähigkeiten von heute lebenden Menschen und vergleichen sie mit denen von Menschenaffen und bereits ausgestorbenen Menschen. Am Institut arbeiten Forscher aus verschiedenen Disziplinen eng zusammen: Genetiker sind dem Erbgut ausgestorbener Arten wie dem Neandertaler auf der Spur. Verhaltensforscher und Ökologen wiederum erforschen das Verhalten von Menschenaffen und anderen Säugetieren.

Kontakt

Deutscher Platz 6
04103 Leipzig
Telefon: +49 341 3550-0
Fax: +49 341 3550-119

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS: The Leipzig School of Human Origins

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Schimpansen teilen Nahrung mit Freunden

Freilebende Schimpansen sind wählerisch, wenn sie mit Artgenossen ihr Futter teilen

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Schimpansen arbeiten bei der Jagd zusammen

Die aktive Teilnahme an der Gruppenjagd sichert frei lebenden Schimpansen den Zugang zu Fleisch

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Körber-Preis 2018 für Svante Pääbo

Der Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wurde heute für seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Paläogenetik ausgezeichnet, als deren Begründer er gilt

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Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren

Die Form der Zahnwurzeln erlaubt Rückschlüsse darauf, wie Australopithecus africanus und Paranthropus robustus ihre Nahrung zerkaut haben

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Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!

Neu sequenziertes Genom beleuchtet die Interaktionen zwischen frühen Homininen

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Mehrere Tausend Jahre müssen Neandertaler und moderner Mensch gleichzeitig in Europa gelebt haben. Wie sich Begegnungen zwischen ihnen abspielten und wie sich beide gegenseitig beeinflussten, ist eine spannende Frage. Antworten darauf suchen Jean-Jacques Hublin und sein Team am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Dabei haben sie Hinweise gefunden, was die Neandertaler vom Homo sapiens gelernt haben – und was nicht.

Was macht den Menschen zum Menschen? Wie und wann wurden wir, was wir heute sind? Wie haben unsere Vorfahren gelebt? Diese Fragen bewegen viele Menschen. Die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie gehen sie systematisch und mit unterschiedlichen Methoden an. Eine davon ist die Extraktion von DNA aus menschlichen Fossilien. Mit einem neuen Verfahren können Svante Pääbo und sein Team aus nur wenigen Gramm Knochenpulver uraltes Erbmaterial isolieren und sequenzieren – und so die Genome verschiedener Urmenschen miteinander und mit dem heute lebender Menschen vergleichen.

„Meins!“ Eltern kann dieser Ausruf ihrer Sprösslinge zur Verzweiflung treiben. Michael Tomasello vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist nichtsdestotrotz davon überzeugt, dass Kinder von Geburt an kooperativ und hilfsbereit sind. Im Gegensatz zu unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, denen die Fähigkeit zur Zusammenarbeit weitgehend fehlt.

Menschen und Neandertaler hatten Sex! Für Anthropologen ist dieser Befund aber längst nicht so spektakulär wie für die Medien. Vielmehr interessieren sie sich für das Genom unseres engsten Verwandten.

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Die Ersten unserer Art

2018 Gunz, Philipp

Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Kognitionsforschung Verhaltensbiologie

Neue Fossilien und Steinwerkzeuge aus Jebel Irhoud (Marokko) belegen den Ursprung des heutigen Menschen vor etwa 300.000 Jahren in Afrika. Diese Fossilien sind rund 100.000 Jahre älter als die ältesten bislang bekannten Funde und dokumentieren wichtige Veränderungen im Aussehen und Verhalten in einer frühen evolutionären Phase des Homo sapiens.

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Soziale Determinanten menschlicher Kommunikation

2017 Bohn, Manuel; Stöber, Gregor

Kognitionsforschung Verhaltensbiologie

Wie kein anderes Medium kann gesprochene Sprache Bedeutung transportieren. Doch wie wichtig sind nichtsprachliche Anteile der Interaktion? Neuere Studien belegen, (1) wie Bedeutung in sozialen Interaktionen schon bei vorsprachlich kommunizierenden Kleinkindern von zwölf Monaten durch gemeinsame Erfahrung gebildet wird, (2) wie verschiedene soziale Kontexte die Bedeutung von Gesten im zweiten Lebensjahr modifizieren können und (3) wie junge Kinder Bedeutung in kooperativen Kontexten neu etablieren können, in denen sprachliche Kommunikation nicht möglich ist.

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Genetische Anpassung an den Selengehalt von Nahrung in der jüngsten Menschheitsgeschichte

2016 White, Louise; Castellano, Sergi

Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik

Der Mikronährstoff Selen ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Nahrung. Als die Menschen vor etwa 60.000 Jahren aus Afrika auswanderten, siedelten sie sich in Regionen mit sehr unterschiedlichen Selenniveaus an. Forscher der Abteilung für Evolutionäre Genetik am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie haben Belege dafür gefunden, dass menschliche Populationen, die in Räumen mit unzureichenden Mengen an Selen in der Nahrung leben, Anzeichen von Anpassung in Genen aufweisen, die Selen benötigen oder regulieren.

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Die Evolution des menschlichen Gehirns

2015 Gunz, Philipp

Evolutionsbiologie

Die Evolution der menschlichen Linie ist untrennbar mit der Evolution des Gehirns verknüpft. In einem Projekt am Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie vergleichen Forscher die Schädelknochen moderner Menschen mit denen ihrer engsten lebenden und fossilen Verwandten. Ziel ist, Erkenntnisse über die evolutionären Veränderungen der Gehirnentwicklung zu gewinnen.

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Ein Weltatlas der Kontaktsprachen

2014 Michaelis, Susanne; Haspelmath, Martin

Sprachwissenschaften

Eine neue umfassende Datensammlung zu grammatischen Strukturen von 76 Kontaktsprachen gibt Aufschlüsse über die Ursprünge dieser meist in der Kolonialzeit entstandenen Sprachen und über allgemeine Gesetzmäßigkeiten bei der Entstehung von gemischten Sprachen. Die ursprünglichen Sprachen der einheimischen Bevölkerungen in den Kolonialgebieten sind noch in deutlichen grammatischen Spuren zu erkennen.

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