Materialwissenschaften (Physik und Astronomie)

 

Geladene Tropfen können Korrosion von Oberflächen bewirken

Organische zweidimensionale Kristalle (O2DCs) sind synthetische Schichtmaterialien mit programmierbaren Topologien und schichtabhängigen physikalischen Eigenschaften, die sich zur Untersuchung elektronischer und ionischer Transportphänomene eignen. Die Entwicklung von On-Water-Oberflächensynthesestrategien zur Herstellung von O2DC-Filmen von der Mono- bis zur Few-Layer-Struktur mit maßgeschneiderten Architekturen ermöglicht eine präzise Einstellung der elektronischen Struktur und Oberflächenladung sowie ihre Integration in Van-der-Waals-Heterostrukturen, Elektronik und Membrantechnologien.

Die Wiederverwertung von Abfall ist ein Grundpfeiler nachhaltiger Produktions- und Energiesysteme. Dabei spielen Stoffumwandlungen kleiner Moleküle eine entscheidende Rolle. Diese sind ohne Katalysatoren, also Stoffen, welche die Reaktionsgeschwindigkeit beeinflussen, nicht realisierbar. Die elektrochemische Produktion von chemischen Grundstoffen unter Einsatz von grünem Strom spielt hier eine Schlüsselrolle. Um solche Prozesse im industriellen Maßstab nutzen zu können, benötigen wir grundsätzlich bessere Katalysatoren als sie heute verfügbar sind.

Die Bewegung von Atomen ist entscheidend für chemische und strukturelle Umwandlungen in Molekülen. Aktuelle Forschungen ermöglichen es, molekulare Schwingungen in einzelnen Graphen-Nanobändern mithilfe von Femtosekunden-Kohärenter-Anti-Stokes-Raman-Spektroskopie zu untersuchen. Diese Methoden bieten neue Perspektiven zur Beobachtung und Steuerung atomarer Bewegungen und unterstützen das Verständnis komplexer Licht-Materie-Wechselwirkungen.

Wiederaufladbare Batterien (Akkus) haben unser Leben verändert, von Elektrofahrrädern bis hin zu Elektroautos, von heimischen Solarkraftwerken bis zu Gartengeräten. Doch sie haben auch Nachteile: Batterien laufen aus und können brennen. Deshalb wird an der Entwicklung von Feststoffbatterien gearbeitet, die sicherer und leistungsfähiger sind. Unsere Gruppe untersucht Feststoffbatterien auf mikroskopischem Niveau, um Alterungserscheinungen zu verstehen, zu reduzieren und deren Leistung zu verbessern. 

Der Nachweis altermagnetischer Eigenschaften mithilfe der resonanten Röntgen-Nanobildgebung schafft ein leistungsstarkes Werkzeug für zukünftige 3D- und Echtzeitstudien magnetischer Texturen

Die Analyse elastischer Verformungen von Verbundwerkstoffen in Echtzeit und 3D ist eine Herausforderung. Dies gelingt einer neuen Methode, die Shahrouz Amini und sein Team entwickelten. Sie kombiniert die herkömmliche Raman-laserspektroskopische Bildgebung mit einem Nanoindenter, der kontrolliert Verformungen erzeugt. Damit der Laserstrahl die Reaktion darauf ungestört und hochaufgelöst auf der Oberseite des Materials erfassen kann, positionierte Amini den Nanoindenter unterhalb des Materials. Die innovative Methode eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung optimierter Materialien.
 

Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Nachhaltige Materialien hat eine neue Designstrategie zur Metallproduktion entwickelt, die Gewinnung,Herstellung, Mischung und Verarbeitung in einem einzigen Prozessschritt vereint. Da die Methode Wasserstoff statt Kohlenstoff als Energieträger undReduktionsmittel nutzt, entsteht kein CO2. Bei nur 700 °C werden die Metallerze zu anwendungsfertigen Legierungen verarbeitet, ohne mehrmaligesErhitzen und Abkühlen. Dies spart 40 % Energie im Vergleich zur konventionellen Metallurgie.

Durch die Kombination neuartiger Materialien zu elektromagnetischen Quantenschaltkreisen kann der Schaltkreis als empfindliche Sonde für die Materialstruktur verwendet werden, und starke Quanteneffekte im Material können genutzt werden, um eine neue Klasse von Geräten für die Quantentechnologie herzustellen.

In meiner Gruppe arbeiten wir an neuen Rechenmethoden zur Beschreibung von elektronisch-angeregten Zuständen in Molekülen. Diese sollen sich vor allem auf Übergangsmetall-Komplexe anwenden lassen. Um auch Anregungen zwischen organischen Liganden und dem Metall-Zentrum beschreiben zu können, benutzen wir den Ansatz der zeitabhängigen Störungstheorie. Wir konnten dabei erreichen, dass auch Anregungen aus entarteten Grundzuständen möglich sind. Ferner haben wir eine einfache Methode entwickelt, welche die Genauigkeit der berechneten Anregungsenergien verbessert.

Mehr anzeigen

Geladene Tropfen können Korrosion von Oberflächen bewirken

Durch Erkenntnisse, wie es in Feststoffbatterien zum Kurzschluss kommt, könnte sich deren Lebensdauer verlängern lassen

Durch Laserlicht erhält ein Halbleiter vorübergehend metallische Eigenschaften

Mikroskopische Strukturen könnten Perowskit-Solarzellen noch leistungsfähiger machen

Erstmals lassen sich kristalline Schichten der Edelmetalle erzeugen, die nur aus einer Atomlage bestehen und halbleitend sind

Ein winziges U-Boot, das mit Ultraschall angetrieben wird, entwickelt eine deutlich stärkere Schubkraft als Bakterien oder Algen

Polarisierbare Komponenten von Kleinstrobotern finden in einem elektrischen Feld selbst zueinander, wenn sie entsprechend konstruiert sind

Ein wasserstoffreiches Material wird unter hohem Druck bei minus 23 Grad Celsius supraleitend

Bei starker Belastung splittern Haifischzähne entlang einer vorgegebenen Richtung und bleiben dadurch spitz

Die Energieversorgung der Zukunft hat ein Speicherproblem. Um überschüssigen Strom von Windkraft- und Solaranlagen für Zeiten aufzuheben, in denen es zu wenig gibt, sind leistungsfähige Batterien und Kondensatoren gefragt, die aus möglichst ungiftigen und nachhaltigen Materialien bestehen sollten

Wenn Flüssigkeiten auf einer Unterlage bewegt werden, treten ähnliche Reibungskräfte auf wie bei Festkörpern

Antiskyrmionen könnten einen Datenspeicher ermöglichen, der schnell, robust und sparsam im Energieverbrauch ist

Eine elastische Membran mit winzigen Noppen gepaart mit Unterdruck verleiht einem neuen Greifsystem hohe Haftkraft auch an gekrümmten Oberflächen

Verdrillte photonische Kristallfasern leiten Licht auf ähnliche Weise wie ein durch große Massen gekrümmter Raum

Die quantenmechanische Beschreibung der Kraft zwischen ungeladenen Atomen und Molekülen bewährt sich an realen Strukturen

Ein unkonventioneller Supraleiter leitet Strom bei höheren Temperaturen verlustfrei, wenn er gestaucht oder gedehnt wird

Eine um den Faktor 13 genauere Messung der Elektronenmasse könnte sich auf die Grundlagen der Physik auswirken

Bei 2,7 Megabar leitet das leichteste Element Strom und wird möglicherweise zu einer Quantenflüssigkeit, so dass es ohne Reibung fließt

Mehr anzeigen
Zur Redakteursansicht