Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Wirtschaft, Gesellschaft, Politik – diesen drei Themenfeldern widmen sich die wissenschaftlichen Arbeiten am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Im Sinne anwendungsoffener Grundlagenforschung soll eine empirisch fundierte Theorie der sozialen und politischen Grundlagen moderner Wirtschaftsordnungen entwickelt werden, wobei sich die Forscherinnen und Forscher insbesondere für die Zusammenhänge zwischen ökonomischem, sozialem und politischem Handeln interessieren. So erforschen sie zum Beispiel, wie Märkte und Wirtschaftsorganisationen in historisch-institutionelle, politische und kulturelle Zusammenhänge eingebettet sind, wie sie entstehen und wie sich ihre gesellschaftlichen Kontexte verändern.

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50676 Köln
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Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS on the Social and Political Constitution of the Economy

Geldbörse mit langem Kassenzettel

Ein Essay über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Leitzinserhöhungen und Tarifabschlüssen / Von Martin Höpner, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

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Große Ventilatoren und rostiges Räderwerk vor einer Betonwand im Freien

Ob es in den reichen westlichen Nationen einen Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft gibt oder geben soll, ist umstritten

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Zur Überwindung einer Krise braucht es gesellschafts- und wirtschaftspolitische Zukunftsentwürfe ebenso dringend wie Impfstoffe oder Überbrückungsgelder, ist Lisa Suckert überzeugt. Sie erforscht am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln den Zusammenhang von Zukunftserwartungen und ökonomischen Krisen

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Ein Vergleich der Wachstumsmodelle von Deutschland, Großbritannien, Italien und Schweden

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Leon Wansleben, Soziologe am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, wirft einen analytischen Blick auf die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Aktivitäten des Staates. Es zeigt sich, dass der Staat nicht mehr alles dem Markt überlässt, sondern wirtschaftspolitisch aktiv wird

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Sie ist Wegbegleiterin, Helferin und Dokumentarin in einer Person: Hannah Pool, Senior Researcher am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, hat als Studentin in Iran Kontakte zu afghanischen Migrantinnen und Migranten geknüpft und sich im Migrationssommer 2015 für Geflüchtete engagiert, bevor sie das Leben auf den Fluchtrouten zum Thema ihrer Forschung machte. Das Überwinden von Grenzen ist ihr ein wissenschaftliches wie auch ein persönliches Anliegen.

Alles wird teurer. Die Preise für Energie, Lebensmittel und vieles andere steigen deutlich. Seit Juni 2022 versucht die Europäische Zentralbank gegenzusteuern: Viermal hat sie schon an der Zinsschraube gedreht und kündigt weitere Leitzinserhöhungen an. Doch ist das die richtige Strategie? Der Politikwissenschaftler Martin Höpner warnt vor geldpolitischem Übereifer und empfiehlt, die Lohnentwicklung im Blick zu behalten.

Leon Wansleben, Soziologe am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, wirft einen analytischen Blick auf die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Aktivitäten des Staates. Es zeigt sich, dass der Staat nicht mehr alles dem Markt überlässt, sondern wirtschaftspolitisch aktiv wird.

Bis vor etwa 30 Jahren basierte das Wachstum in Europa auf Lohnsteigerungen und wachsendem Konsum. Doch nationale und internationale Entwicklungen haben das Modell ab den 1990er-Jahren untergraben. Deutschland setzt seither verstärkt auf Export, Großbritannien, Schweden und Italien sind andere Wege gegangen. Lucio Baccaro vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln hat die unterschiedlichen Möglichkeiten analysiert.

Felipe González, assoziierter Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, ist Leiter der Max Planck Partner Group for the Study of the Economy and the Public in Santiago de Chile. Er berichtet über das Projekt, über soziale Unruhen in Chile – und erinnert sich an den Kulturschock während seiner Zeit in Deutschland.

Journalist/in (m/w/d) in Residence Fellowship

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln 26. Februar 2024

Wie soll Wirtschaft wachsen? 

2022 Tassinari, Arianna

Sozialwissenschaften

Als Grundvoraussetzung für die Stabilität und Legitimität kapitalistischer Ökonomien steht das Wirtschaftswachstum im Zentrum des öffentlichen Interesses. Dennoch gibt es über Wachstumsstrategien selten einen politischen Wettstreit; die Politik der Wachstumsmodelle vollzieht sich in normalen Zeiten unbemerkt. Dramatische Ereignisse und Wirtschaftskrisen können diesen Konsens allerdings ins Wanken bringen – wie sich am Beispiel von Spanien zeigen lässt. 

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Die öffentlichen Finanzen waren das wichtigste Wahlkampfthema in Deutschland im Jahr 2021. Mit Corona ist auch die günstige Finanzlage der 2010er-Jahre Geschichte. Entsprechend positionierten sich die Parteien mit unterschiedlichen steuerpolitischen Vorschlägen, Ausgabenprioritäten und Haltungen zur „schwarzen Null“. Doch nicht nur der politische Wettbewerb deutet darauf hin, dass mit und über öffentliche Finanzen wichtige Gegenwartsfragen ausgehandelt werden.

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Die Zukunft in der Krise

2020 Suckert, Lisa

Sozialwissenschaften

In Krisen erscheint die Zukunft vielen Menschen weniger greifbar. Für die sozialwissenschaftliche Forschung sind Zukunftsvorstellungen jedoch ein wichtiger Zugang, um den Verlauf von Krisen zu verstehen. Erwartungen spielen eine zentrale Rolle in den verschiedenen Phasen einer Krise. Diese grundlegenden Zusammenhänge lassen sich an der Finanzkrise von 2007, dem Brexit-Votum und der Corona-Pandemie aufzeigen. Es wird deutlich: Zur Überwindung einer Krise braucht es gesellschafts- und wirtschaftspolitische Zukunftsentwürfe ebenso dringend wie Impfstoffe oder staatliche Überbrückungsmaßnahmen.

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Die europäischen Länder unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Wohlstandsniveaus. Auch die Art und Weise, wie etwa die Institutionen des Wohlfahrtsstaats oder der Arbeitsbeziehungen auf die Wirtschaft einwirken, unterscheiden sich von Land zu Land. Im Forschungsbereich Politische Ökonomie von Wachstumsmodellen am MPIfG wird untersucht, wie in den europäischen „Spielarten des Kapitalismus“ Wachstum entsteht. Ein Vergleich zwischen Deutschland, Großbritannien, Schweden und Italien zeigt, mit welchen Strategien die Länder die für wirtschaftliches Wachstum notwendige Nachfrage erzeugen.

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Die Eigenheimidee – Garant für Stabilität oder Krisenmotor?

2018 Kohl, Sebastian

Sozialwissenschaften

Bis zur Finanzkrise 2007 herrschte in vielen Ländern die politische Idee vor, dass Gesellschaften mit möglichst vielen Hauseigentümern wünschenswert seien. Historisch war diese Idee als konservative Reaktion auf die Industrialisierung entstanden. Sie wurde in manchen Ländern aber auch bis weit in das linke Parteienspektrum hinein geteilt. Erst nach der Krise wurde klar, dass die Förderung von mehr Wohneigentum vielerorts eher zu kreditinduzierten Hauspreisblasen und wirtschaftlicher Rezession denn zu einer Verbreiterung der Hauseigentümerbasis im Rahmen einer stabilen Demokratie geführt hat.

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