Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Wirtschaft, Gesellschaft, Politik – diesen drei Themenfeldern widmen sich die wissenschaftlichen Arbeiten am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Im Sinne anwendungsoffener Grundlagenforschung soll eine empirisch fundierte Theorie der sozialen und politischen Grundlagen moderner Wirtschaftsordnungen entwickelt werden, wobei sich die Forscherinnen und Forscher insbesondere für die Zusammenhänge zwischen ökonomischem, sozialem und politischem Handeln interessieren. So erforschen sie zum Beispiel, wie Märkte und Wirtschaftsorganisationen in historisch-institutionelle, politische und kulturelle Zusammenhänge eingebettet sind, wie sie entstehen und wie sich ihre gesellschaftlichen Kontexte verändern.

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50676 Köln
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Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS on the Social and Political Constitution of the Economy

Abteilung Die Politische Ökonomie von Wachstumsmodellen

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Abteilung Soziologie des Marktes

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Wie die Wirtschaft wächst

Ein Vergleich der Wachstumsmodelle von Deutschland, Großbritannien, Italien und Schweden

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Nicht nur zur Krisenzeit

Leon Wansleben, Soziologe am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, wirft einen analytischen Blick auf die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Aktivitäten des Staates. Es zeigt sich, dass der Staat nicht mehr alles dem Markt überlässt, sondern wirtschaftspolitisch aktiv wird

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„Ich sehe eine Gefahr für die Demokratie“

Der Politologe Armin Schäfer ist er der Frage mangelnder Vertretung bestimmter Bevölkerungsgruppen in der Politik nachgegangen. In diesem Interview spricht er über die Motivation von Nicht- und Protestwählern, Partizipation, über Wahlbeteiligung und die Rolle von Lobbyismus

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Akademiker sind auch in Hamburg überrepräsentiert

Ein Großteil der Kandidierenden für die Bürgerschaftswahl haben studiert

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Die Union der Verschiedenen

In Köln lotet die Europaforschung um Martin Höpner und Fritz Scharpf aus, wie stark sich die Mitgliedstaaten angesichts ihrer großen strukturellen Unterschiede überhaupt annähern können

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Leon Wansleben, Soziologe am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, wirft einen analytischen Blick auf die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Aktivitäten des Staates. Es zeigt sich, dass der Staat nicht mehr alles dem Markt überlässt, sondern wirtschaftspolitisch aktiv wird.

Bis vor etwa 30 Jahren basierte das Wachstum in Europa auf Lohnsteigerungen und wachsendem Konsum. Doch nationale und internationale Entwicklungen haben das Modell ab den 1990er-Jahren untergraben. Deutschland setzt seither verstärkt auf Export, Großbritannien, Schweden und Italien sind andere Wege gegangen. Lucio Baccaro vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln hat die unterschiedlichen Möglichkeiten analysiert.

Felipe González, assoziierter Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, ist Leiter der Max Planck Partner Group for the Study of the Economy and the Public in Santiago de Chile. Er berichtet über das Projekt, über soziale Unruhen in Chile – und erinnert sich an den Kulturschock während seiner Zeit in Deutschland.

An der Frage, wie sich Europa weiterentwickeln soll, scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite stehen die Euroskeptiker, die sich stärkere Nationalstaaten wünschen. Es gibt aber auch zahlreiche Verfechter einer stärkeren europäischen Integration. Am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln lotet die Europaforschung um Martin Höpner und Fritz Scharpf aus, wie stark sich die Mitgliedstaaten angesichts ihrer großen strukturellen Unterschiede überhaupt annähern können.

Werbung ist eine Wunschmaschine: Mit dem richtigen Deo kann jeder ein cooler Typ werden, der neue Joghurt macht garantiert schlank, und im Urlaubsresort am Meer wartet das Paradies. Bekanntermaßen erzählen Werbespots nur Geschichten, die in uns die Erwartung wecken sollen, dass wir mithilfe des entsprechenden Produkts künftig cool, schlank oder gut erholt sein werden. Ganz ähnlich, sagt unser Autor, funktioniert das Wirtschaftssystem insgesamt. Auch in der scheinbar rationalen Welt der Investoren und Analysten spielen Geschichten eine wesentliche Rolle.

Max-Planck-Wissenschaftler kooperieren mit Partnern in mehr als 110 Ländern dieser Erde. Hier schreiben sie über persönliche Erlebnisse und Eindrücke. Marcin Serafin studierte an der Universität in Warschau Soziologie. Für seine Doktorarbeit ging er an eine Max Planck Research School und genoss dort die Möglichkeit, sich komplett auf diese Aufgabe zu konzentrieren – das sei ein großer Unterschied zu den Arbeitsbedingungen eines Doktoranden in Polen.

Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Die europäischen Länder unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Wohlstandsniveaus. Auch die Art und Weise, wie etwa die Institutionen des Wohlfahrtsstaats oder der Arbeitsbeziehungen auf die Wirtschaft einwirken, unterscheiden sich von Land zu Land. Im Forschungsbereich Politische Ökonomie von Wachstumsmodellen am MPIfG wird untersucht, wie in den europäischen „Spielarten des Kapitalismus“ Wachstum entsteht. Ein Vergleich zwischen Deutschland, Großbritannien, Schweden und Italien zeigt, mit welchen Strategien die Länder die für wirtschaftliches Wachstum notwendige Nachfrage erzeugen.

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Die Eigenheimidee – Garant für Stabilität oder Krisenmotor?

2018 Kohl, Sebastian

Sozialwissenschaften

Bis zur Finanzkrise 2007 herrschte in vielen Ländern die politische Idee vor, dass Gesellschaften mit möglichst vielen Hauseigentümern wünschenswert seien. Historisch war diese Idee als konservative Reaktion auf die Industrialisierung entstanden. Sie wurde in manchen Ländern aber auch bis weit in das linke Parteienspektrum hinein geteilt. Erst nach der Krise wurde klar, dass die Förderung von mehr Wohneigentum vielerorts eher zu kreditinduzierten Hauspreisblasen und wirtschaftlicher Rezession denn zu einer Verbreiterung der Hauseigentümerbasis im Rahmen einer stabilen Demokratie geführt hat.

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Ökonomisierung ist ein historischer Basisprozess, der die Beziehungen zwischen Wirtschaft, Staat, Gesellschaft und Individuen seit den 1970er-Jahren tiefgreifend veränderte. Privatwirtschaftliche Akteure gewannen an politischer Macht und jenseits der Wirtschaft breiteten sich ökonomische Kategorien, Selbstverständnisse, Zielsetzungen und Instrumente aus. Nur wenn wir derartige historische Basisprozesse kennen, können wir die treibenden Kräfte der Gegenwart verstehen und ermessen, welche Möglichkeiten es gibt, zukünftige Entwicklungen zu beeinflussen.

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Das Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung kann auf eine lange Tradition der Forschung über die europäische Integration und über die europäischen Währungsordnungen zurückblicken. Die Europaforschung am MPIfG verbindet die Analyse von Mehrebenensystemen mit den Einsichten der Vergleichenden Politischen Ökonomie in die Eigenlogiken der Produktions- und Verteilungsregime, die in der EU und der Eurozone zu finden sind. Wie lässt sich auf dieser Basis die Eurokrise beurteilen und welche Lösungsansätze lassen sich ableiten?

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2008 implodierte der Markt für verbriefte Wertpapiere US-amerikanischer Hypothekendarlehen. Die notwendigen Wertberichtigungen und fällige Zahlungen aus Kreditversicherungen erschütterten das Finanzsystem. Warum erkannten Ökonomen die Vorzeichen der dann einsetzenden weltweiten Finanzkrise nicht? Die Rationalitätsannahmen der ökonomischen Theorie scheitern an der Komplexität der Wirklichkeit. Erwartungen lassen sich nicht als rational verstehen, sondern sind kontingente Imaginationen der Zukunft. Solche „fiktionalen“ Erwartungen spielen eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Dynamik.

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