Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Wirtschaft, Gesellschaft, Politik – diesen drei Themenfeldern widmen sich die wissenschaftlichen Arbeiten am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Im Sinne anwendungsoffener Grundlagenforschung soll eine empirisch fundierte Theorie der sozialen und politischen Grundlagen moderner Wirtschaftsordnungen entwickelt werden, wobei sich die Forscherinnen und Forscher insbesondere für die Zusammenhänge zwischen ökonomischem, sozialem und politischem Handeln interessieren. So erforschen sie zum Beispiel, wie Märkte und Wirtschaftsorganisationen in historisch-institutionelle, politische und kulturelle Zusammenhänge eingebettet sind, wie sie entstehen und wie sich ihre gesellschaftlichen Kontexte verändern.

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Paulstr. 3
50676 Köln
Telefon: +49 221 2767-0
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Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS on the Social and Political Constitution of the Economy

Abteilung Politische Ökonomie

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Abteilung Wirtschaftsoziologie

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Ältere Menschen sitzen auf großen Münzstapeln, während andere Personen ihnen zuhören.

Erst Urteil, dann Reform? Im Oktober verhandelt das Bundesverfassungsgericht zwei Fälle

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 Menschen in Bewegung vor einer beleuchteten Wand mit Linienmuster.

Warum die Steuer so umstritten ist, erklärt Jens Beckert vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

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Luftaufnahme eines kreisförmigen Wohnkomplexes mit einem zentralen Platz und einer Statue, umgeben von Bäumen und Straßen.

Die Renditeerwartungen von Immobilienunternehmen, Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften gehen häufig zu Lasten von Mieterinnen und Mietern 

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Einige der größten Privatvermögen sind bis heute im Besitz von Familien, die schon vor über 100 Jahren Teil der ökonomischen Elite waren. Dieser dynastische Reichtum, der politische Umbrüche, Weltkriege und wirtschaftliche Krisen überdauert hat, wirft grundlegende Fragen nach Chancengleichheit, Machtverhältnissen und der Rolle von Erbschaften auf.

Reichtum in Deutschland ist stark konzentriert – und oft tief in der Geschichte verwurzelt

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Beteiligungsgeflecht um die Dax-30-Unternehmen (Stand 2020) mit zahlreichen (ausländischen) Investoren und Holdings. Im Zentrum Blackrock, Vanguard und Capital Group Companies inc.

Vermögensverwalter, die passiv in ETFs investieren, sind in vielen Unternehmen größte Anteilseigner – eine dominierende Stellung, die sie unternehmerisch und politisch auszunutzen versuchen

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Weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien: An diesem Ziel richteten in den 1990er-Jahren einige europäische Regierungen ihre Energiepolitik aus – und gingen dabei politisch unterschiedlich vor. Seither passten sie die Regelungen immer wieder an, in Deutschland stehen gerade wieder Neuerungen an. Die Auswirkungen der Energiepolitik untersucht Max Willems vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Ihn interessiert: Wer zahlt für die Energiewende – und ist das eigentlich gerecht?

Warum spielen institutionelle Investoren heute eine so große Rolle auf dem deutschen Wohnungsmarkt? Dustin Voss vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln untersucht, wie sie Mieten in die Höhe treiben und soziale Ungleichheit vertiefen. Seine Analysen machen deutlich, welche politischen Entscheidungen diese Entwicklung in der Vergangenheit ermöglicht haben – und warum die Wohnungsfrage zu einer der zentralen sozialen Herausforderungen unserer Zeit werden könnte.

Pálma Polyák erforscht, wie Viktor Orbán Ungarn zu einer der größten Batterienationen der Welt ausbaut. Es ist ein riskantes Spiel mit Umwelt, Demokratie, geopolitischer Abhängigkeit – und der EU. Doch auch Deutschland handle kaum besser, sagt die Wissenschaftlerin des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln.

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. Die Europäische Union ist für viele Menschen identitätsstiftend und überbordend bürokratisch zugleich. Den Mitgliedstaaten beschert sie indes wirtschaftliche Freiheiten, die ein Land besonders für sich nutzen konnte: Deutschland. Martin Höpner und Lucio Baccaro vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung ergründen, wieso Deutschland so profitieren konnte und warum doch eine Kurskorrektur angezeigt ist.

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist bekannt, wie der CO2-Ausstoß das Klima verändert. Dennoch schafft es die Weltgemeinschaft nicht, ihn mit der nötigen Konsequenz zu senken. Warum das so ist und wie sich das ändern lässt, sind Fragen der Sozialwissenschaft, wie der Wirtschaftssoziologe Jens Beckert ausführt. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung skizziert zudem, wie erfolgreiche Klimapolitik gestaltet sein könnte.

Sie ist Wegbegleiterin, Helferin und Dokumentarin in einer Person: Hannah Pool, Senior Researcher am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, hat als Studentin in Iran Kontakte zu afghanischen Migrantinnen und Migranten geknüpft und sich im Migrationssommer 2015 für Geflüchtete engagiert, bevor sie das Leben auf den Fluchtrouten zum Thema ihrer Forschung machte. Das Überwinden von Grenzen ist ihr ein wissenschaftliches wie auch ein persönliches Anliegen.

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Wo Reichtum herkommt – und bleibt

2025 Tisch, Daria

Sozialwissenschaften

Reichtum in Deutschland ist stark konzentriert – und oft tief in der Geschichte verwurzelt. Einige der größten Privatvermögen sind bis heute im Besitz von Familien, die schon vor über 100 Jahren Teil der ökonomischen Elite waren. Dieser dynastische Reichtum, der politische Umbrüche, Weltkriege und wirtschaftliche Krisen überdauert hat, wirft grundlegende Fragen nach Chancengleichheit, Machtverhältnissen und der Rolle von Erbschaften auf.

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Ist die Europäische Union demokratisch genug?

2024 Höpner, Martin

Sozialwissenschaften

Ein wichtiges Thema der Europawahl 2024 war die Demokratisierung der Europäischen Union. Fast alle Parteien, bis auf die an den extremen Rändern, äußerten sich in ihren Programmen dazu. Sie beschrieben die europäische Integration als demokratisches Projekt, betonten aber die Notwendigkeit, die demokratische Legitimität der EU zu stärken. Doch gibt es überhaupt  ein Demokratiedefizit in der EU? Und welche Reformen wären überhaupt realistisch und sinnvoll? 

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Wer beherrscht die Unternehmen heute?

2023 Braun, Benjamin

Sozialwissenschaften

Der Aufstieg der Vermögensverwalter ändert die Machtverhältnisse zwischen den Vermögenden und dem Rest der Gesellschaft – den Arbeitnehmern, den Unternehmen und dem Staat. Im Vergleich zu vor 20 Jahren konzentriert sich heute mehr Macht in den Händen weniger, vor allem US-amerikanischer Fonds- und Private-Equity-Gesellschaften. Diese Akteure beeinflussen nicht mehr nur die Unternehmensführung, sondern zunehmend auch die Wirtschaftsstruktur insgesamt. In den USA wird dies zu einer ernsten Bedrohung für den Wettbewerb, in Deutschland sind ähnliche Entwicklungen in einem frühen Stadium erkennbar. 

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Wie soll Wirtschaft wachsen? 

2022 Tassinari, Arianna

Sozialwissenschaften

Als Grundvoraussetzung für die Stabilität und Legitimität kapitalistischer Ökonomien steht das Wirtschaftswachstum im Zentrum des öffentlichen Interesses. Dennoch gibt es über Wachstumsstrategien selten einen politischen Wettstreit; die Politik der Wachstumsmodelle vollzieht sich in normalen Zeiten unbemerkt. Dramatische Ereignisse und Wirtschaftskrisen können diesen Konsens allerdings ins Wanken bringen – wie sich am Beispiel von Spanien zeigen lässt.

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Die öffentlichen Finanzen waren das wichtigste Wahlkampfthema in Deutschland im Jahr 2021. Mit Corona ist auch die günstige Finanzlage der 2010er-Jahre Geschichte. Entsprechend positionierten sich die Parteien mit unterschiedlichen steuerpolitischen Vorschlägen, Ausgabenprioritäten und Haltungen zur „schwarzen Null“. Doch nicht nur der politische Wettbewerb deutet darauf hin, dass mit und über öffentliche Finanzen wichtige Gegenwartsfragen ausgehandelt werden.

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