Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie

Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie

Am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie (ehemals Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte) forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den historischen Formen von Recht in globalhistorischer wie vergleichender Perspektive sowie zur Rechtstheorie im multidisziplinären Kontext. Im Mittelpunkt der Forschungen stehen Beobachtungen von Recht, seiner Konstitution, Legitimation, Transformation und Praxis. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Verortung von historischen Formen von ‚Recht’ im Kontext anderer normativer Ordnungen. Die Einrichtung einer Abteilung mit einem Schwerpunkt auf einer multidisziplinär ausgerichteten Rechtstheorie im Jahr 2020 erweitert den Arbeitsbereich des Instituts auf spezifisch rechtstheoretische Fragen.

Das Institut sieht es als seine wichtigste Aufgabe an, durch theoretisch reflektierte historische Forschung im Bereich von Recht und anderen Formen von Normativität einen spezifischen Beitrag zur Grundlagenforschung der Rechts- und Sozialwissenschaften sowie der historischen Geisteswissenschaften zu leisten.

Kontakt

Hansaallee 41
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 78978-0
Fax: +49 69 78978-169

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es besteht die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Multidisziplinäre Rechtstheorie

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Abteilung Historische Normativitätsregime

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Abteilung Europäische und vergleichende Rechtsgeschichte

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Ludwig Erhard besucht 1965 als Bundeskanzler zusammen mit dem nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Franz Meyers die Zeche Friedrich der Große in Herne.

Regeln haben die Marktwirtschaft erst zur dominierenden Wirtschaftsform gemacht. Sie haben es nicht nur ermöglicht, dass Märkte und Innovationen entstehen, sie haben auch soziale Härten abgepuffert

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Gesetzbuch: Welche Aufgaben hat das Recht? Soll es gerecht sein, schafft es Sicherheit? Oder schützt es die Freiheiten, die das Grundgesetz und die europäische Integration gewähren? In diesem Artikel geben Forschende Antworten auf diese Fragen.

Demokratie lässt sich mit demokratischen Mitteln abschaffen. Diese Lehre aus der Weimarer Republik war lange nicht mehr so aktuell wie heute. Wie weit können Gesetze die Demokratie schützen, und wo liegen die Grenzen?

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Soll die staatliche Förderung von Kunst und Wissenschaft von einem Bekenntnis zur Demokratie oder gegen Antidiskriminierung abhängig werden? Nein, meinen Max-Planck-Rechtsexperten.

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Die Podcastserie "Ach Mensch" widmet sich in diesem Jahr dem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung. Auf der Bild ist der Kopf einer Büste zusehen, auf dem ein Vogel sitzt.

Die Podcastserie widmet sich in diesem Jahr dem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung

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Marietta Auer und Iain Couzin, die beide an Max-Planck-Instituten forschen, erhalten den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
 

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Regeln haben die Marktwirtschaft erst zur dominierenden Wirtschaftsform gemacht. Sie haben es nicht nur ermöglicht, dass Märkte und Innovationen entstehen, sondern sie haben auch soziale Härten abgepuffert. Jasper Kunstreich erforscht am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main, wie Wirtschaft und Recht interagieren. Eine Erkenntnis aus der Geschichte: Das Recht muss immer wieder an neue Entwicklungen angepasst werden.

Demokratie lässt sich mit demokratischen Mitteln abschaffen. Diese Lehre aus der Weimarer Republik war lange nicht mehr so aktuell wie heute. Wie weit können Gesetze die Demokratie schützen, und wo liegen die Grenzen? Forschende des Netzwerks Max Planck Law ergründen Wirkweise und Notwendigkeit rechtlicher Regelungen.

Luiz Gama, erst selbst Sklave, dann Anwalt, hat Hunderte von Menschen aus der Sklaverei befreit. Aber kennt ihn heute noch jemand? Bruno Rodrigues de Lima vom Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie hält die Erinnerung wach. Denn die Arbeit des Menschenrechtlers, so sagt der junge Jurist aus Brasilien, sei noch längst nicht getan.

Seit 70 Jahren garantiert das Grundgesetz die Unabhängigkeit der Richter. Diese sind in ihren Entscheidungen „nur dem Gesetze unterworfen“. Doch gibt es nicht auch andere Einflüsse? Die Rechtswissenschaftler Konrad Duden vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg und Jasper Kunstreich vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main sind der Frage nachgegangen und haben erstaunliche Antworten gefunden.

Mit Krisen haben die Europäer Erfahrung. Wenn man in die Geschichte der europäischen Staatengemeinschaft blickt, wird deutlich: Mehr oder weniger heftige Kontroversen waren über die Jahrzehnte regelmäßig an der Tagesordnung. Aber es gelang auch immer wieder, Lösungsstrategien zu finden, wie das Team um Stefan Vogenauer am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main bei seinen Untersuchungen feststellt. Dabei gewinnen die Forscher auch Erkenntnisse über den gegenwärtigen Zustand der Europäischen Union.

IT-Netzwerk- und Systemadministrator*in (m/w/d)

Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Frankfurt am Main 26. Januar 2026

Die Zukunft des Rechts: Kann künstliche Intelligenz das Rechtssystem revolutionieren? 

2024 Auer, Marietta

Kulturwissenschaften Rechtswissenschaften

Mit der zunehmenden Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data entsteht eine neue Zukunft für unser Rechtssystem. Die Vision ist ein personalisiertes Recht, das exakt auf den Einzelnen und seine jeweilige Situation zugeschnitten ist. Doch würde ein solches „granulares Recht“ auch unseren Ansprüchen an Rechtssicherheit und Gleichheit vor dem Gesetz genügen? Ich forsche dazu, wie „granulares Recht“ die Struktur unseres Rechts verändert und habe grundsätzliche rechtsstaatliche Bedenken. 

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Gesetzloses Recht?

2023 Collin, Peter; Ebbertz, Matthias; Vesper, Tim-Niklas; Wolf, Johanna 

Kulturwissenschaften Rechtswissenschaften

Die Welt der Arbeit ist voller Regeln. Diese werden gemeinhin mit „Arbeitsrecht“ gleichgesetzt, worunter wir heute überwiegend Gesetzesrecht verstehen, das durch staatliche Gerichte ausgelegt wird. In historischer Perspektive wird deutlich, dass sich die normative Ordnung der Arbeit zu einem großen Teil aus nichtstaatlichen Regeln speist. Hierzu zählen der Tarifvertrag ebenso wie eine Vielzahl anderer betrieblicher und überbetrieblicher Regelwerke. Ziel unseres Projekts ist die Erschließung dieser Normen und die Rekonstruktion einer historischen Arbeitsrechtsordnung außerhalb des Gesetzes.

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Zwischen Thinktank und Jura-Fakultät: Die Rechtswissenschaften in der Max-Planck-Gesellschaft

2022 Kunstreich, Jasper; Vogenauer, Stefan (Ko-Autor)

Kulturwissenschaften Rechtswissenschaften

Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie hat die Entwicklung der Rechtswissenschaft in der Max-Planck-Gesellschaft von ihren Anfängen bis zum Jahr 2002 untersucht. Juristische Institute gab es schon in den 1920er-Jahren in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der Vorgängerin der MPG. Sie verbanden Grundlagenforschung mit Rechtsauskunft und Politikberatung. Ein regelrechter Cluster juristischer Institute entstand in den 1960er-Jahren. Er ist der einzige Cluster fachlich verwandter Institute in der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Sektion.

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Bilder unserer Heroen: Kennen Sie Eugen Ehrlich?

2021 Seinecke, Ralf

Kulturwissenschaften Rechtswissenschaften

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können zu Heroen werden, und das nicht nur, wenn ihre Expertise gefragt ist und sie durch mediale Aufmerksamkeit zu Berühmtheiten werden. So wird der Jurist Eugen Ehrlich bis heute und gleich mehrfach als Vor- und Leitbild in Anspruch genommen: Gilt er den einen als „Begründer der Rechtssoziologie“, sehen andere in ihm den „Vorvater des Rechtspluralismus“. Für Ralf Seinecke mahnen die Bilder von den Heroen der Wissenschaft zur Vorsicht. Sie sind wichtig und wegweisend – aber als Bilder entziehen sie sich den Kategorien von wahr und falsch.

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Die Vertragsrechte Asiens – eine Kartografierung

2020 Vogenauer, Stefan

Kulturwissenschaften Rechtswissenschaften

Das Forschungsprojekt Studies in the Contract Laws of Asia verschafft erstmals einen weitreichenden Überblick über die Vertragsrechte in 14 asiatischen Rechtsordnungen, von Indien im Westen bis Japan im Osten. Insgesamt lebt dort fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Das Projekt, das vom Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie und der Universität Oxford koordiniert wird und etwa 150 asiatische Rechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit einbezieht, ist eines der umfassendsten rechtsvergleichenden Forschungsvorhaben der Gegenwart.

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