Bewerbungsstart für Max Planck Schools

Ab November können sich Bachelor- und Masterabsolventen für die Graduiertenschulen bewerben

31. Oktober 2018

Interdisziplinär, beste Betreuung und fünf Jahre Förderung: Ab dem 1. November können sich herausragende Bachelor- und Masterabsolventen für drei neue Graduiertenschulen in Deutschland bewerben.

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Interdisziplinäre Teamarbeit ist fester Bestandteil der Max Planck Schools

Das Bewerbungsportal für die Max Planck School Matter to Life ist bereits seit dem 17. Oktober offen. Am 1. November starten die Max Planck School of Cognition und die Max Planck School of Photonics. Die Voraussetzungen und Details der Bewerbung finden sich auf maxplanckschools.de.

Die Max Planck Schools sind neuartige, orts- und organisationsübergreifende Netzwerke für die Doktorandenausbildung in Deutschland, die sich an überdurchschnittlich talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler weltweit wenden. Wer ausgewählt wird, kann sich in seiner Doktorarbeit auf neuen, zukunftsweisenden Feldern interdisziplinären Forschungsfragen der Grundlagen- wie anwendungsorientierten Forschung widmen.

Die Studierenden, die im Herbst 2019 starten, profitieren von einer intensiven Betreuung durch international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Zudem stehen ihnen eine exzellente Infrastruktur an verschiedenen Forschungseinrichtungen und Universitäten zur Verfügung, um sich bestmöglich auf das eigene Forschungsinteresse fokussieren zu können. Mit der Aufnahme in eine Max Planck School ist darüber hinaus eine finanzielle Förderung von bis zu fünf Jahre verbunden. Die Schools selbst werden mit 45 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie aus Eigenmitteln der beteiligten außeruniversitären Forschungseinrichtungen in ähnlicher Höhe unterstützt.

An den Schools, bei denen Spitzenwissenschaftler von Universitäten und außeruniversitären Forschungsorganisationen in überregionalen Verbünden zusammenarbeiten, legen exzellente Hochschulabsolventen aus aller Welt ihre Promotion, wenn möglich auch in einem direct oder fast track ab, also unter Einschluss des Masters. Alle akademischen Abschlüsse, die im Rahmen der Schools erworben werden, werden von den beteiligten Universitäten verliehen.

Gemeinschaftsprojekt von Universitäten und Forschungseinrichtungen

Die Schools stellen eine neue Art der Kooperation in der Graduiertenausbildung dar. Sie ergänzen die sehr erfolgreichen bestehenden regionalen Kooperationsformate, wie die Graduiertenschulen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern oder die International Max Planck Research Schools (IMPRS), um ein nationales Netzwerk zu formen, welches die in Deutschland verteilte Exzellenz in innovativen Forschungsfeldern bündeln.

Eine Auswahlkommission unter der Leitung des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann, und des damaligen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, hat die drei Piloten aus acht Antragsskizzen mit einem breiten Themenspektrum im Dezember 2017 ausgewählt. Je drei Vertreter der Universitäten, der Max-Planck-Gesellschaft sowie der anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen – Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Helmholtz-Gemeinschaft – haben über die Skizzen beraten. Am Ende wählte die Kommission die drei Piloten im Einvernehmen aus.

„Die Max Planck Schools als überregionale Forschungs- und Ausbildungsnetzwerke bringen die besten Köpfe der deutschen Universitäten, der Max-Planck-Gesellschaft und der anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Ich freue mich sehr, dass die Initiative in der deutschen Wissenschaftslandschaft auf so breiten Schultern steht“, sagte Max-Planck-Präsident Martin Stratmann. „Deutschland hat an verschiedenen Standorten Spitzenleute in der Wissenschaft. Wir bündeln nun diese Exzellenz, um sie sichtbarer zu machen.“

BA

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