Echt Nobel Podcast-Serie

Hörenswertes zur Forschung der 21 Nobelpreisträgerinnen und -träger der Max-Planck-Gesellschaft

Emmanuelle Charpentier, die Meisterin an der Genschere, Reinhard Genzel und seine Suche nach dem schwarzen Loch in der Milchstraße, Stefan Hell, der die Lichtmikroskopie revolutionierte,  – für ihre bahnbrechenden Arbeiten sind bisher 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden. In unserer Podcast-Serie stellen wir Ihnen alle vor.

Benjamin List

Plastik, Düngemittel, Medikamente: Bei der Herstellung chemischer Produkte wirkt oft ein „Zaubermittel“ mit, das die Reaktion beschleunigt und viel Energie spart. Diese Katalysatoren gab es lange Zeit nur in zwei Varianten, als Enzyme oder Metalle. Bis Benjamin List entdeckte, dass das kleine organische Molekül Prolin, die selben katalytischen Fähigkeiten besitzt mehr

Emmanuelle Charpentier, Nobelpreis für Chemie 2020

Sie ist ein leistungsfähiges und vielseitiges Werkzeug, um jede beliebige Gensequenz in den Zellen lebender Organismen effizient zu verändern: Die CRISPR-Cas9-Technologie gilt in der Medizin, Biotechnologie und Landwirtschaft als Revolution. Unser Podcast "Echt nobel" erklärt, wie die Technologie, für die Emmanuelle Charpentier 2020 mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet wurde, funktioniert. mehr

Reinhard Genzel, Nobelpreis für Physik 2020

Seit Jahrzehnten schon sind Reinhard Genzel und sein Team dem Massemonster in unserer Milchstraße auf der Spur. Mit hochpräzisen Methoden konnten sie unter anderem Helligkeitsausbrüche von Gas aus der unmittelbaren Umgebung des schwarzen Lochs und eine von ihm verursachte Gravitationsrotverschiebung im Licht eines vorbeiziehenden Sterns beobachten. Damit konnten sie indirekt den Nachweis für die Existenz des schwarzen Lochs führen. mehr

Stefan Hell, Nobelpreis für Chemie 2014

Zwei Punkte, die enger als 200 Nanometer beieinanderliegen – das entspricht in etwa dem Zweihundertstel einer Haaresbreite –, können mit Lichtmikroskopen nicht mehr unterschieden werden. Grund dafür ist die Wellennatur des Lichts, dessen halbe Wellenlänge in etwa diesen 200 Nanometern entspricht. Doch die vom Physiker Stefan Hell entwickelte STED-Mikroskopie umgeht mit einem chemischen Trick diese magische Grenze und ermöglicht Forschenden neue faszinierende Einblicke in die Nanowelt lebender… mehr

Gerhard Ertl, Nobelpreis für Chemie 2007

Gerhard Ertl ist Träger des Chemie-Nobelpreises 2007. Ausgerechnet an seinem 71. Geburtstag bekam der Forscher des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft den Anruf aus Stockholm. Das Nobel-Komitee bezeichnet Ertl`s Forschung als wichtig für die chemische Industrie: „Sie kann uns helfen, so unterschiedliche Vorgänge wie das Rosten von Eisen und die Arbeitsweise von Brennstoffzellen oder Katalysatoren in unseren Autos zu verstehen.“ Lange Zeit wurde Katalyseforschung vor allem empirisch… mehr

Theodor Hänsch, Nobelpreis für Physik 2005

Ursprünglich wollte Ted Hänsch, wie ihn seine Freunde nennen, Kernphysiker werden, aber dann zog ihn eine neue Lichtquelle in den Bann, die ihn für den Rest seines Lebens nicht mehr loslassen sollte: der Laser. Fast vierzig Jahre später bekommt er 2005 für eine auf Lasern basierende Technik den Physik-Nobelpreis zuerkannt. Die eigentlichen Arbeiten dazu führte Hänsch Ende der 1990er-Jahre am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching durch. Zuvor hatte er als Associate und später als Full… mehr

Paul Crutzen, Nobelpreis für Chemie 1995

Paul Crutzen wurde am 3. Dezember 1933 in Amsterdam geboren. Da seine Eltern ein Studium nicht finanzieren konnten, besuchte Crutzen eine technische Schule, an der er 1954 seinen Abschluss in "civil engineering" machte, um dann zunächst vier Jahre in einem Brückenkonstruktionsbüro zu arbeiten. 1958 ging er mit seiner Familie nach Schweden. Ein Jahr später bewarb er sich erfolgreich auf eine Stelle als Computerprogrammierer – obwohl er keinerlei Fachkenntnisse besaß – an der Universität Stockhom… mehr

Christiane Nüsslein-Volhard, Nobelpreis für Medizin 1995

"Herrin der Fliegen" – so betitelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung 1991 einen Artikel über Christiane Nüsslein-Volhard. Die Tübinger Forscherin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, sei eine Koryphäe ihres Forschungsgebietes. In jahrelanger Arbeit mit Mutanten der kleinen Taufliege Drosophila war es ihr und ihrem Kollegen Eric F. Wieschhaus 1980 gelungen, jene genetischen Steuerungsmechanismen zu identifizieren, die für die Ausbildung der charakteristischen… mehr

Erwin Neher und Bert Sakmann, Nobelpreis für Medizin 1991

Kennengelernt haben sie sich im Labor von Hans Dieter Lux am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München: Erwin Neher, geboren 1944 in Landsberg am Lech, und der zwei Jahre ältere, aus Stuttgart stammende Bert Sakmann. Neher studierte nach dem Abitur ab 1963 Physik an der TU München, "um Biophysiker zu werden", und ab 1966 an der University of Wisconsin. Seine Promotion schloss er 1970 bei Hans Dieter Lux ab. Sakmann hatte bis 1967 Medizin an den Universitäten in Tübingen, Freiburg, Berlin… mehr

Michel, Deisenhofer, Huber, Nobelpreis für Chemie 1988

Anlässlich der Verleihung des Chemie-Nobelpreises an Hartmut Michel, Johann Deisenhofer und Robert Huber schrieb die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften 1988: „Die Photosynthese ist Voraussetzung für alles Leben auf der Erde." Den drei Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Biochemie war es erstmals gelungen, bis in atomare Details hinein die chemische Struktur jenes Zellapparates aufzuklären, in dem einfallendes Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt wird. Diese… mehr

Ernst Ruska, Nobelpreis für Physik 1986

1931 entwickelte Ernst Ruska zusammen mit Max Knoll an der Technischen Universität in Berlin den Prototyp eines Elektronenmikroskops, der zunächst weniger leistungsfähig war als optische Mikroskope. Die zwei Jahre später entwickelte Version lieferte bereits eine zehnmal höhere Auflösung als herkömmliche Lichtmikroskope. Heute erreichen moderne Elektronenmikroskope eine Auflösung von bis zu einem Angström, also zehn Milliardstel eines Meters. 1986 erhielt Ernst Ruska den Nobelpreis für Physikmehr

Klaus von Klitzing, Nobelpreis für Physik 1985

Seine entscheidende Entdeckung machte von Klitzing in der Nacht zum 5. Februar 1980 am Hochfeld-Magnetlabor in Grenoble: Der Forscher fand heraus, dass der Stromfluss durch einen Halbleiter weitgehend durch ein Naturgesetz bestimmt wird. Quantisierter Hall-Effekt wird seine wegweisende Entdeckung genannt. Dieser Effekt ermöglicht erstmals, ein exaktes Maß für den elektrischen Widerstand festzulegen – als Naturmaß mit der Einheit Ohm. Der Quanten-Hall-Effekt war aber auch einer der Ausgangspunkte… mehr

Georges Köhler, Nobelpreis für Medizin 1984

Georges Köhler wurde am 17. April 1946 in München geboren. Nach seinem Abitur in Kehl nahm Köhler 1965 das Studium der Biologie an der Universität Freiburg auf, das er 1971 mit dem Diplom abschloss. Anschließend arbeitete er am Institut für Immunologie der Firma Roche in Basel bei Fritz Melchers über die Enzymologie des Immunsystems. 1974 schloss er seine Promotion an der Universität Freiburg ab. Es folgten zwei Jahre als Postdoc am Medical Research Council Laboratory in Cambridge… mehr

Konrad Lorenz, Nobelpreis für Medizin 1973

Schon in jungen Jahren beschäftigte er sich der Wiener Konrad Lorenz viel mit Tieren. Er studierte zunächst Medizin in Wien und New York, wechselte dann aber auf Zoologie, um 1933 in diesem Fach zu promovieren. Bereits während seines Studiums erforschte er Instinkthandlungen bei Tieren. Lorenz konnte zeigen, dass Jungvögel auf akustische und optische Reize ihrer Eltern angewiesen sind, um eine Bindung zu ihnen aufbauen zu können. Tatsächlich kann jedoch auch jedes andere Lebewesen oder Objekt… mehr

Manfred Eigen, Nobelpreis für Chemie 1967

Manfred Eigen wurde am 9. Mai 1927 in Bochum geboren. Von 1945 bis 1950 studierte er Physik und Chemie an der Universität Göttingen, wo er auch seine Doktorarbeit im Institut von Arnold Eucken anfertigte. 1958 wurde er Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für physikalische Chemie, dem heutigen Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. Eigen befasste sich mit extrem schnellen chemischen Reaktionen. Ihm gelang es, ein im chemischen Gleichgewicht befindliches System zu stören und die… mehr

Feodor Lynen, Nobelpreis für Medizin 1964

Mit analytischen Methoden der Chemie kommt der Münchner Feodor Lynen Anfang der 1950er-Jahre den natürlichen Reaktionswegen der Essigsäure hin zu Fettsäuren, Cholesterin und Steroidhormonen auf die Spur. Im gelingt es zahlreiche Details der Stoffwechselabläufe in lebenden Zellen aufzuklären, insbesondere Struktur und Bedeutung der "aktivierten Essigsäure". Lynens Entdeckungen ermöglichen verbesserte Therapien gegen tödliche Volkskrankheiten wie Diabetes und Arteriosklerose und die Entwicklung… mehr

Karl Ziegler, Nobelpreis für Chemie 1963

Karl Ziegler war seit 1943 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung, das nach 1948 in das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung umfirmierte, und entwickelte dort ab 1953 ein bei niedrigen Drücken arbeitendes Polymerisationsverfahren für Ethylen in Gegenwart von metallorganischen Mischkatalysatoren. Die Entdeckung dieser Mischkatalysatoren aus Aluminium- und Titanverbindungen, die Ziegler-Natta-Katalysatoren, veränderten sowohl die Chemie als auch die chemische Industrie und… mehr

Walther Bothe, Nobelpreis für Physik 1954

Bereits 1929 hatte Walther Bothe, der bei Max Planck promoviert hatte, zusammen mit Werner Kolhörster eine spezielle Methode entwickelt, um die Entladung von zwei oder mehreren getrennten Geiger-Müller-Zählrohren nur dann anzeigen zu lassen, wenn die Messung in einem vorbestimmten Zeitintervall erfolgte. Diese Koinzidenzmessungen ermöglichten es, die Bahn eines geladenen Teilchens durch die Zählrohre hindurch zu verfolgen. Sie erbrachten den Beweis durchdringender extraterrestrischer Strahlung… mehr

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