Echt Nobel - Die Nobelpreisträger der Max-Planck-Gesellschaft

Podcast 10. Dezember 1995
© MPG

Der Klimaretter

Paul Crutzen wurde am 3. Dezember 1933 in Amsterdam geboren. Da seine Eltern ein Studium nicht finanzieren konnten, besuchte Crutzen eine technische Schule, an der er 1954 seinen Abschluss in "civil engineering" machte, um dann zunächst vier Jahre in einem Brückenkonstruktionsbüro zu arbeiten. 1958 ging er mit seiner Familie nach Schweden. Ein Jahr später bewarb er sich erfolgreich auf eine Stelle als Computerprogrammierer – obwohl er keinerlei Fachkenntnisse besaß – an der Universität Stockhom im Fachbereich Meteorologie. Parallel zu seiner Tätigkeit erwarb er dort 1963 seinen Master und begann unter Bert Bolin zu promovieren. 1968 erhielt er seinen Doktortitel mit Auszeichnung. 1970 veröffentlichte Crutzen eine grundlegende Arbeit zur Fähigkeit von Stickoxiden Ozon abzubauen und beschrieb die dabei ablaufenden Reaktionen. Für diese Arbeit erhielt er – mittlerweile an das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz berufen – zusammen mit Mario J. Molina und Frank Sherwood Rowland als einer der Pioniere der Erforschung des Ozonlochs 1995 den Nobelpreis für Chemie.

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