Höhere Bezahlung für Promovierende

Max-Planck-Förderverträge erhalten seit 1. Januar 2021 Vergütung entsprechend der Fördersätze der DFG

29. Januar 2021

Was lange vorbereitet wurde, ist nun endlich Realität: Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat der Max-Planck-Gesellschaft ihre Zustimmung zur Anwendung des DFG-Goldstandards in der Promovierendenvergütung erteilt.

Ob in Bibliothek, Labor oder auf Expedition - künftig werden alle Doktorandinnen und Doktoranden mindestens mit 65 Prozent des TVöD 13 vergütet.

Seit 1. Januar 2021 werden alle Max-Planck-Förderverträge entsprechend der Fördersätze der DFG ​​vergütet. Dies gilt sowohl für neue wie bereits laufende Verträge, die angepasst werden. Sollte es z.B. aufgrund von Homeoffice-Regelungen durch die Corona-Pandemie zu Verzögerungen bei der Unterzeichnung von Verträgen kommen, wird die Regelung und Bezahlung rückwirkend angewendet. Zusätzlich können die Institute auch höhere Grundgehälter festlegen, um fachspezifische Vergütungen zu berücksichtigen. Unberührt von der Neuregelung bleibt die Möglichkeit der individuellen Gewinnungszulage.

Die Neuregelung gilt für alle Max-Planck-Institute in Deutschland sowie für die Niederlande und Italien. Es wird erwartet, dass die Institute die gestiegenen Kosten für die eigenen Promovierenden aus ihren lokalen Budgets decken. "Aktuell zentral finanzierte Max-Planck-Forschungsgruppen, das sind insbesondere themenoffene Max-Planck-Forschungsgruppen, Lise-Meitner-Gruppen, Minerva-Max-Planck-Forschungsgruppen sowie Otto-Hahn-Gruppen, erhalten jedoch einen jährlichen Zuschuss von 7.500 Euro pro Gruppe. Gleiches ist für die laufenden, sogenannten institutsgebundenen Max-Planck-Forschungsgruppen vorgesehen. Internationale Max-Planck Research Schools erhalten einen einmaligen Zuschuss", ergänzt Ilka Schießler-Gäbler aus der Abteilung für Personalentwicklung und Chancen in der Generalverwaltung in München.

"Die neuen Vertragsregelungen sind ein großer Schritt, denn sie entlasten nicht nur die finanzielle Situation der Promovierenden, sondern bringen auch mehr Gleichberechtigung in die Gehälter der Doktorandinnen und Doktoranden, weil sie die sektions- und geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschiede verringern - eine Diskrepanz, die sich auch in den letzten PhDnet-Umfragen widerspiegelte", erklärte die neue PhDnet-Sprecherin des Jahres 2021 Lea Heckmann. "Wir freuen uns sehr, dass dieser Meilenstein der Verbesserung der Situation der Doktorandinnen und Doktoranden nun erreicht ist und danken den vielen Generationen von PhDnet Steering Groups, die dieses Projekt vorangetrieben haben, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Generalverwaltung und dem Generalsekretär Rüdiger Willems, die maßgeblich den Weg für diesen Fortschritt geebnet haben", resümiert die ehemalige PhDnet-Sprecherin Lindsey Bultema.

BIA

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