Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Am Institut forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Grundfragen und aktuellen Problemen des Völkerrechts, des Unionsrechts und des öffentlichen Rechts verschiedener Staaten, zusammen mit zahlreichen Gastforschern aus der ganzen Welt. Seine Forschung durchdringt Rechtsprobleme dogmatisch oder theoretisch, systematisiert und vergleicht und leistet einen Beitrag zur Fortentwicklung des Rechts und zur Lösung aktueller Probleme. Das Institut berät nationale, europäische und internationale Institutionen. Die Institutsbibliothek ist auf ihren Gebieten nicht nur die größte juristische Spezialbibliothek in Europa, sondern auch eine der größten der Welt.

Kontakt

Im Neuenheimer Feld 535
69120 Heidelberg
Telefon: +49 6221 482-1
Fax: +49 6221 482-288

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Leseproben aus dem Jahrbuch

Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt.

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"Unmittelbare Not lindern"

Welche Herausforderungen das Welternährungsprogramm meistern muss

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Tendenz zur Abschottung

Nicht nur in den USA werden internationale Abkommen zunehmend in Frage gestellt

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Leseproben aus dem Jahrbuch

Das Jahrbuch 2015 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben fünf Beiträge ausgewählt. Wer sich für die detaillierten Forschungsberichte interessiert, kann diese direkt im Jahrbuch nachlesen.

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Vordenker für das öffentliche Recht

Armin von Bogdandy, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, erhält den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2014

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Wer ausgeschlossen ist, wird leicht übersehen. Exklusion kann ganz unterschiedliche Ursachen und Konsequenzen haben – auch in Zusammenhang mit Migration. Sechs Max-Planck-Institute haben sich in einem institutsübergreifenden Projekt des Themas angenommen. Darin gehen sie unter anderem der Frage nach, warum Einwanderer oft ihre gute Gesundheit einbüßen. Sie ergründen, was geflüchtete Somalier dazu bewegt, von Europa nach Kenia zu ziehen, und welche Folgen der EU-Türkei-Deal für die Rechte von Asylbewerbern in Griechenland hat. Das gemeinsame Ziel: Exklusion sichtbar machen und faire Regeln für Migration erarbeiten.

Brüssel ist in vielen Politikbereichen richtungsweisend. Doch in der europäischen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik geben die Mitgliedsstaaten den Ton an – und nicht die EU. Bei internationalen Friedensgesprächen oder Krisentreffen, wie etwa jüngst im Fall der Ukraine, sind nationale Außenminister und nicht die EU-Außenbeauftragte federführend. Angesichts der Herausforderungen für Frieden und Sicherheit in Europa ist dieses Muster, so meint unsere Autorin, jedoch überholt: Es wäre für die Mitgliedsstaaten an der Zeit, gemeinsam zu handeln.

Wann ist es legitim, dass Gesetze auf ethische Regeln Bezug nehmen? Dieser Frage geht eine unabhängige Forschungsgruppe um Silja Vöneky am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg nach. Die Doktorandin Mira Chang untersucht, wann grenzüberschreitende Arzneimitteltests rechtswidrig sein können.

Pharmakonzerne testen immer mehr Medikamente in armen Ländern und bewegen sich auf problembeladenem Terrain. Sind solche grenzüberschreitenden Versuche rechtswidrig? Wann ist es legitim, dass Gesetze auf ethische Regeln Bezug nehmen?

Die Aussichten stehen auf Erwärmung, das globale Klima ändert sich. Wissenschaftler arbeiten daran, den Kohlenstoff-Kreislauf positiv zu beeinflussen. Doch lassen sich solche Verfahren – so sie überhaupt funktionieren – mit internationalen Normen vereinbaren? Das untersuchen Forscher wie David Reichwein vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg.

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Der Schutz der Werte der EU in ihrer gegenwärtigen Rechtsstaatlichkeitskrise

2018 Bogdandy, Armin von; Schmidt, Matthias

Rechtswissenschaften

Die EU steckt aktuell in einer tiefen existenziellen Krise, der „Rechtsstaatlichkeitskrise“. Damit ist die willentliche Untergrabung rechtsstaatlicher Garantien in bestimmten Mitgliedstaaten und das Unvermögen ihrer Einhaltung in anderen Mitgliedstaaten gemeint. Die EU kann dem nicht tatenlos zusehen. Die „Rechtsstaatlichkeit“ ist gemäß Art. 2 EUV ein Grundwert der Union, auf dem ihr gesamtes Rechtssystem fußt. Die Forschung am Institut analysiert daher den Verlauf der Entwicklung, erfasst sie dogmatisch, etwa mit dem Begriff des „systemischen Defizits“, und arbeitet an konkreten Lösungen.

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Globales Tierrecht

2017 Peters, A.; Stucki, S.

Rechtswissenschaften

„Globales Tierrecht“ ist ein neues Rechts- und Forschungsgebiet. Die Tierrechtswissenschaft reagiert auf das sich wandelnde Verhältnis von Mensch und Tier, analysiert und kritisiert tierbezogenes Recht mit klassischen rechtswissenschaftlichen und interdisziplinären Methoden und setzt Impulse für zukünftige Entwicklungen. Tierrecht beschäftigt sich mit grenzüberschreitenden Problemlagen, darum sind globale Lösungsansätze gefordert. Die Forschungsagenda zielt auf die Schaffung konzeptioneller Grundlagen und auf die praktische Erschließung und Entwicklung des globalen Tierrechts ab.

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Ius Constitutionale Commune en América Latina (ICCAL)

2016 Bogdandy, Armin von; Morales Antoniazzi, Mariela; Ebert, Franz

Rechtswissenschaften

Ius Constitutionale Commune en América Latina bezeichnet einen regionalen Ansatz transformatorischer Verfassungsstaatlichkeit. Ein Projekt am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht untersucht den Wandel politischer und sozialer Realitäten durch eine Stärkung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Probleme wie die Exklusion breiter Bevölkerungskreise und die oft schwache rechtliche Normativität. Das Projekt rekonstruiert die Kernelemente des Ansatzes und beschreibt ihre spezifisch lateinamerikanische Gestalt.

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Die Krimkrise und die Reterritorialisierung internationaler Konflikte

2015 Peters, Anne; Marxsen, Christian

Rechtswissenschaften

Die Inkorporation der Krim in die Russische Föderation hat in dreierlei Hinsicht völkerrechtlichen Forschungsbedarf ausgelöst. Zunächst müssen die Ereignisse völkerrechtlich eingeordnet werden. Dann gibt die Spaltung der akademischen Welt entlang der geopolitischen Lager Anlass, die Struktur völkerrechtswissenschaftlicher Argumentation zu problematisieren. Schließlich muss die Bedeutung der Krise für die Entwicklung der Makrostruktur des Völkerrechts untersucht werden. Die Krimkrise könnte das Ende der Festigung und Ausdifferenzierung der Völkerrechtsordnung seit den Neunzigerjahren bedeuten.

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Die Auswahl der europäischen Richterschaft

2014 von Bogdandy, Armin; Krenn, Christoph

Rechtswissenschaften

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und der Gerichtshof der Europäischen Union sind wirkmächtige Akteure europäischen Regierens. Ihre Entscheidungen betreffen die Freiheit des Einzelnen, das demokratische Leben und seine Institutionen. Das legt es nahe, nach der demokratischen Legitimation dieser Gerichte zu fragen und die Auswahl ihrer Richterschaft im Lichte des Demokratieprinzips zu untersuchen. Das Forschungsprojekt rekonstruiert die Auswahlverfahren der europäischen Richterschaft in diesem Sinne und erschließt Verbesserungspotenziale aus ihrer vergleichenden Betrachtung.

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