Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Am Institut forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Grundfragen und aktuellen Problemen des Völkerrechts, des Unionsrechts und des öffentlichen Rechts verschiedener Staaten, zusammen mit zahlreichen Gastforschern aus der ganzen Welt. Seine Forschung durchdringt Rechtsprobleme dogmatisch oder theoretisch, systematisiert und vergleicht und leistet einen Beitrag zur Fortentwicklung des Rechts und zur Lösung aktueller Probleme. Das Institut berät nationale, europäische und internationale Institutionen. Die Institutsbibliothek ist auf ihren Gebieten nicht nur die größte juristische Spezialbibliothek in Europa, sondern auch eine der größten der Welt.

Kontakt

Im Neuenheimer Feld 535
69120 Heidelberg
Telefon: +49 6221 482-1
Fax: +49 6221 482-288

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Ringen um das gemeinsame Recht

Die Europäische Union ist nicht nur ein Binnenmarkt, sie ist auch ein gemeinsamer Raum des Rechts. Doch die Vorstellungen, was einen Rechtsstaat ausmacht, driften auseinander. Besonders Polen und Ungarn definieren seit geraumer Zeit ihre eigenen Regeln

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Welche Rechte gelten in den griechischen Hotspots?

Auf mehreren griechischen Inseln hat die EU Flüchtlingslager mit eigenen Aufnahmebedingungen und Verfahren eingerichtet. Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht in Heidelberg prüft, ob diese Regeln rechtsstaatlichen Grundsätzen entsprechen und wie sie sich in der Praxis auswirken.

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Leseproben aus dem Jahrbuch 2017

Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt.

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"Unmittelbare Not lindern"

Welche Herausforderungen das Welternährungsprogramm meistern muss

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Tendenz zur Abschottung

Nicht nur in den USA werden internationale Abkommen zunehmend in Frage gestellt

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Die Europäische Union ist nicht nur ein Binnenmarkt, sie ist auch ein gemeinsamer Raum des Rechts. Doch die Vorstellungen, was einen Rechtsstaat ausmacht, driften auseinander. Besonders Polen und Ungarn definieren seit geraumer Zeit ihre eigenen Regeln. Armin von Bogdandy, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, forscht über diese „Verfassungskrise“ und die Reaktionsmöglichkeiten der EU.

Wer ausgeschlossen ist, wird leicht übersehen. Exklusion kann ganz unterschiedliche Ursachen und Konsequenzen haben – auch in Zusammenhang mit Migration. Sechs Max-Planck-Institute haben sich in einem institutsübergreifenden Projekt des Themas angenommen. Darin gehen sie unter anderem der Frage nach, warum Einwanderer oft ihre gute Gesundheit einbüßen. Sie ergründen, was geflüchtete Somalier dazu bewegt, von Europa nach Kenia zu ziehen, und welche Folgen der EU-Türkei-Deal für die Rechte von Asylbewerbern in Griechenland hat. Das gemeinsame Ziel: Exklusion sichtbar machen und faire Regeln für Migration erarbeiten.

Brüssel ist in vielen Politikbereichen richtungsweisend. Doch in der europäischen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik geben die Mitgliedsstaaten den Ton an – und nicht die EU. Bei internationalen Friedensgesprächen oder Krisentreffen, wie etwa jüngst im Fall der Ukraine, sind nationale Außenminister und nicht die EU-Außenbeauftragte federführend. Angesichts der Herausforderungen für Frieden und Sicherheit in Europa ist dieses Muster, so meint unsere Autorin, jedoch überholt: Es wäre für die Mitgliedsstaaten an der Zeit, gemeinsam zu handeln.

Wann ist es legitim, dass Gesetze auf ethische Regeln Bezug nehmen? Dieser Frage geht eine unabhängige Forschungsgruppe um Silja Vöneky am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg nach. Die Doktorandin Mira Chang untersucht, wann grenzüberschreitende Arzneimitteltests rechtswidrig sein können.

Pharmakonzerne testen immer mehr Medikamente in armen Ländern und bewegen sich auf problembeladenem Terrain. Sind solche grenzüberschreitenden Versuche rechtswidrig? Wann ist es legitim, dass Gesetze auf ethische Regeln Bezug nehmen?

Personalsachbearbeiter*in

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg 5. November 2019

Doktoranden oder Post-Docs (m/w/d) für themenoffene Forschungsstelle

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg 6. September 2019

Der Rechtsrahmen der OSZE – eine interdisziplinäre Untersuchung

2018 Moser, Carolyn; Peters, Anne; Steinbrück Platise, Mateja

Rechtswissenschaften

Im Zuge der Ukrainekrise 2014 hat sich die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa wieder zu einem wichtigen sicherheitspolitischen Akteur in Europa entwickelt. Mit dem Wiedererstarken der OZSE lebten aber auch altbekannte Probleme wieder auf, die mit der ungeklärten Rechtsnatur und dem lückenhaften Rechtsrahmen der Organisation zusammenhängen. Diese Probleme sind Gegenstand der ersten umfangreichen interdisziplinären Analyse der rechtlichen und politischen Aspekte des unklaren Rechtsstatus der OSZE.

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Der Schutz der Werte der EU in ihrer gegenwärtigen Rechtsstaatlichkeitskrise

2017 Bogdandy, Armin von; Schmidt, Matthias

Rechtswissenschaften

Die EU steckt aktuell in einer tiefen existenziellen Krise, der „Rechtsstaatlichkeitskrise“. Damit ist die willentliche Untergrabung rechtsstaatlicher Garantien in bestimmten Mitgliedstaaten und das Unvermögen ihrer Einhaltung in anderen Mitgliedstaaten gemeint. Die EU kann dem nicht tatenlos zusehen. Die „Rechtsstaatlichkeit“ ist gemäß Art. 2 EUV ein Grundwert der Union, auf dem ihr gesamtes Rechtssystem fußt. Die Forschung am Institut analysiert daher den Verlauf der Entwicklung, erfasst sie dogmatisch, etwa mit dem Begriff des „systemischen Defizits“, und arbeitet an konkreten Lösungen.

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Globales Tierrecht

2016 Peters, A.; Stucki, S.

Rechtswissenschaften

„Globales Tierrecht“ ist ein neues Rechts- und Forschungsgebiet. Die Tierrechtswissenschaft reagiert auf das sich wandelnde Verhältnis von Mensch und Tier, analysiert und kritisiert tierbezogenes Recht mit klassischen rechtswissenschaftlichen und interdisziplinären Methoden und setzt Impulse für zukünftige Entwicklungen. Tierrecht beschäftigt sich mit grenzüberschreitenden Problemlagen, darum sind globale Lösungsansätze gefordert. Die Forschungsagenda zielt auf die Schaffung konzeptioneller Grundlagen und auf die praktische Erschließung und Entwicklung des globalen Tierrechts ab.

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Ius Constitutionale Commune en América Latina (ICCAL)

2015 Bogdandy, Armin von; Morales Antoniazzi, Mariela; Ebert, Franz

Rechtswissenschaften

Ius Constitutionale Commune en América Latina bezeichnet einen regionalen Ansatz transformatorischer Verfassungsstaatlichkeit. Ein Projekt am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht untersucht den Wandel politischer und sozialer Realitäten durch eine Stärkung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Probleme wie die Exklusion breiter Bevölkerungskreise und die oft schwache rechtliche Normativität. Das Projekt rekonstruiert die Kernelemente des Ansatzes und beschreibt ihre spezifisch lateinamerikanische Gestalt.

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Die Krimkrise und die Reterritorialisierung internationaler Konflikte

2014 Peters, Anne; Marxsen, Christian

Rechtswissenschaften

Die Inkorporation der Krim in die Russische Föderation hat in dreierlei Hinsicht völkerrechtlichen Forschungsbedarf ausgelöst. Zunächst müssen die Ereignisse völkerrechtlich eingeordnet werden. Dann gibt die Spaltung der akademischen Welt entlang der geopolitischen Lager Anlass, die Struktur völkerrechtswissenschaftlicher Argumentation zu problematisieren. Schließlich muss die Bedeutung der Krise für die Entwicklung der Makrostruktur des Völkerrechts untersucht werden. Die Krimkrise könnte das Ende der Festigung und Ausdifferenzierung der Völkerrechtsordnung seit den Neunzigerjahren bedeuten.

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