Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Am Institut forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Grundfragen und aktuellen Problemen des Völkerrechts, des Unionsrechts und des öffentlichen Rechts verschiedener Staaten, zusammen mit zahlreichen Gastforschern aus der ganzen Welt. Seine Forschung durchdringt Rechtsprobleme dogmatisch oder theoretisch, systematisiert und vergleicht und leistet einen Beitrag zur Fortentwicklung des Rechts und zur Lösung aktueller Probleme. Das Institut berät nationale, europäische und internationale Institutionen. Die Institutsbibliothek ist auf ihren Gebieten nicht nur die größte juristische Spezialbibliothek in Europa, sondern auch eine der größten der Welt.

Kontakt

Im Neuenheimer Feld 535
69120 Heidelberg
Telefon: +49 6221 482-1
Fax: +49 6221 482-288

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Das ARD-Drama „Ökozid“ im Fakten-Check

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Alexandra Kemmerer über die Mitwirkung des Max-Planck-Instituts für Völkerrecht am Drehbuch für „Ökozid“

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Bedingungen in griechischen EU-Hotspots und deutschen Ankerzentren verstoßen gegen Grundrechte und EU-Richtlinien

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Die Weltgesundheitsorganisation steht in der Hochphase der Pandemie in der Kritik: Zu spät und zu einseitig habe die Organisation agiert, kritisierte unlängst US-Präsident Donald Trump. Welche Macht hat die WHO eigentlich und wie sollte sie sich positionieren? Antworten darauf gibt Armin von Bogdandy, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

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Juristen vom MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht untersuchen die Rolle der WHO zur Eindämmung der Corona-Pandemie

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Bisher schränken die meisten Industrieländer ihren CO2-Ausstoß nur halbherzig ein. Dabei zeigen sich die Auswirkungen der Erderwärmung immer deutlicher. Doch der Druck auf die Politik nimmt zu. Weltweit ziehen Klimaschützer vor Gericht, um die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen einzuklagen. Am Max Planck Institute Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law und am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht befassen sich Forschende mit der Frage, was Rechtsprechung und Gesetze gegen den Klimawandel ausrichten können.

Der Kampf gegen Covid-19 scheint vor allem auf nationaler Ebene stattzufinden, während die Weltgesundheitsorganisation WHO in der Öffentlichkeit wenig sichtbar ist und sogar immer wieder in der Kritik steht. Doch die Rolle der WHO wird häufig unterschätzt, meinen Lauren Tonti und Pedro Villarreal. Sie beleuchten aus rechtswissenschaftlicher Sicht, wie die Organisation in der Pandemie agiert und wo Reformbedarf besteht.

Mariela Morales Antoniazzi hat Korruption in Lateinamerika bekämpft und Bürgerinnen und Bürger in Bewegung gesetzt. Heute erforscht die in Venezuela geborene Juristin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, warum Menschenrechte die Voraussetzung jeder Demokratie sind – und wie man sie verteidigt.

Die Europäische Union ist nicht nur ein Binnenmarkt, sie ist auch ein gemeinsamer Raum des Rechts. Doch die Vorstellungen, was einen Rechtsstaat ausmacht, driften auseinander. Besonders Polen und Ungarn definieren seit geraumer Zeit ihre eigenen Regeln. Armin von Bogdandy, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, forscht über diese „Verfassungskrise“ und die Reaktionsmöglichkeiten der EU.

Wer ausgeschlossen ist, wird leicht übersehen. Exklusion kann ganz unterschiedliche Ursachen und Konsequenzen haben – auch in Zusammenhang mit Migration. Sechs Max-Planck-Institute haben sich in einem institutsübergreifenden Projekt des Themas angenommen. Darin gehen sie unter anderem der Frage nach, warum Einwanderer oft ihre gute Gesundheit einbüßen. Sie ergründen, was geflüchtete Somalier dazu bewegt, von Europa nach Kenia zu ziehen, und welche Folgen der EU-Türkei-Deal für die Rechte von Asylbewerbern in Griechenland hat. Das gemeinsame Ziel: Exklusion sichtbar machen und faire Regeln für Migration erarbeiten.

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Sorgfaltspflichten und internationale Rechtsordnung: Die strukturverändernde Bedeutung eines vielschichtigen Rechtsbegriffs

2020 Krieger, Heike; Peters, Anne; Kreuzer, Leonhard

Rechtswissenschaften Sozialwissenschaften

Völkerrechtliche Due Diligence-Pflichten zwingen die Staaten, Verfahren und Institutionen des Risikomanagements auszubauen und helfen, Staaten zur Verantwortung zu ziehen. Gleichzeitig birgt die Konzentration auf bloße Due Diligence die Gefahr der Aufweichung substanzieller Rechtspflichten und damit der Schwächung der internationalen Ordnung. Unser Buch analysiert die Due Diligence-Pflichten in relevanten Teilgebieten des Völkerrechts. Der Aufstieg von Due Diligence ist Teil des aktuellen Trends der Stärkung von Verfahrensvorschriften (im Gegensatz zu inhaltlichen Vorgaben) im Völkerrecht.

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Transformativer Konstitutionalismus in Lateinamerika und internationales Wirtschaftsrecht: vom Konflikt zum Dialog

2019 von Bogdandy, Armin; Morales Antoniazzi, Mariela; Ebert, Franz Christian

Rechtswissenschaften Sozialwissenschaften

Normen des internationalen Wirtschaftsrechts können die Umsetzung eines transformativen Konstitutionalismus zur Überwindung sozialer Probleme in Lateinamerika erheblich erschweren. Ein Projekt am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht analysiert die Problemlage und skizziert Lösungen.

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Der Rechtsrahmen der OSZE – eine interdisziplinäre Untersuchung

2018 Moser, Carolyn; Peters, Anne; Steinbrück Platise, Mateja

Rechtswissenschaften

Im Zuge der Ukrainekrise 2014 hat sich die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa wieder zu einem wichtigen sicherheitspolitischen Akteur in Europa entwickelt. Mit dem Wiedererstarken der OZSE lebten aber auch altbekannte Probleme wieder auf, die mit der ungeklärten Rechtsnatur und dem lückenhaften Rechtsrahmen der Organisation zusammenhängen. Diese Probleme sind Gegenstand der ersten umfangreichen interdisziplinären Analyse der rechtlichen und politischen Aspekte des unklaren Rechtsstatus der OSZE.

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Der Schutz der Werte der EU in ihrer gegenwärtigen Rechtsstaatlichkeitskrise

2017 Bogdandy, Armin von; Schmidt, Matthias

Rechtswissenschaften

Die EU steckt aktuell in einer tiefen existenziellen Krise, der „Rechtsstaatlichkeitskrise“. Damit ist die willentliche Untergrabung rechtsstaatlicher Garantien in bestimmten Mitgliedstaaten und das Unvermögen ihrer Einhaltung in anderen Mitgliedstaaten gemeint. Die EU kann dem nicht tatenlos zusehen. Die „Rechtsstaatlichkeit“ ist gemäß Art. 2 EUV ein Grundwert der Union, auf dem ihr gesamtes Rechtssystem fußt. Die Forschung am Institut analysiert daher den Verlauf der Entwicklung, erfasst sie dogmatisch, etwa mit dem Begriff des „systemischen Defizits“, und arbeitet an konkreten Lösungen.

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Globales Tierrecht

2016 Peters, A.; Stucki, S.

Rechtswissenschaften

„Globales Tierrecht“ ist ein neues Rechts- und Forschungsgebiet. Die Tierrechtswissenschaft reagiert auf das sich wandelnde Verhältnis von Mensch und Tier, analysiert und kritisiert tierbezogenes Recht mit klassischen rechtswissenschaftlichen und interdisziplinären Methoden und setzt Impulse für zukünftige Entwicklungen. Tierrecht beschäftigt sich mit grenzüberschreitenden Problemlagen, darum sind globale Lösungsansätze gefordert. Die Forschungsagenda zielt auf die Schaffung konzeptioneller Grundlagen und auf die praktische Erschließung und Entwicklung des globalen Tierrechts ab.

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