Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie

Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie

Das 1994 gegründete Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie beschäftigt sich mit der Untersuchung von Lebensvorgängen in pflanzlichen Zellen, Geweben und Organen. Ziel dieser Untersuchungen ist es, nicht nur einzelne Abläufe wie die Aufnahme von Stoffen, den Aufbau, die Speicherung, den Transport und die Mobilisierung pflanzlicher Inhaltsstoffe sowie deren Regulation bis ins molekulare Detail zu verstehen, sondern das Zusammen- und Wechselspiel der verschiedensten Prozesse zu begreifen. Im Rahmen dieses systembiologischen Ansatzes interessiert die Wissenschaftler besonders, wie pflanzliches Wachstum organisiert und reguliert wird und in welcher Form verschiedenste Umweltfaktoren das Wachstum beeinflussen.

Kontakt

Am Mühlenberg 1
14476 Potsdam-Golm
Telefon: +49 331 567-80
Fax: +49 331 567-8408

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS Primary Metabolism and Plant Growth

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Organellenbiologie, Biotechnologie und Molekulare Ökophysiologie

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Abteilung Metabolische Netzwerke

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Leseproben aus dem Jahrbuch

Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt.

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Kalkalgen: ein Adressschild für Calcium

Ein biochemischer Mechanismus steuert, welche Nanostrukturen in kalkbildenden Mikroorganismen entstehen

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Malariamedikamente aus Tabakpflanzen

Neue Verfahrenstechniken ermöglichen kostengünstige Massenproduktion von Medikamenten

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Förderung neuer Technologien in der Pflanzenforschung

Das EU-Programm FET Open unterstützt zukünftige Pflanzenzüchtung mit fünf Millionen Euro

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Pionier der Metabolomik: Lothar Willmitzer erhält Stifterverbandspreis 2015

Der Potsdamer Pflanzenforscher hat die Stoffwechselwege von Pflanzen erforscht und seine Erkenntnisse erfolgreich in Unternehmen weiterentwickelt

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Wenn Pflanzenpollen eine Eizelle befruchtet, müssen das Erbgut im Kern und das in den Chloroplasten miteinander harmonieren. Stephan Greiner vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam möchte herausfinden, welche Faktoren in den Chloroplasten die Kreuzung von Pflanzenarten verhindern. Er untersucht dazu eine Modellpflanze, die es mit der Artgrenze nicht so genau nimmt: die Nachtkerze.

Seit Jahrmillionen leben Pflanzen mit manchen Pilzen in enger Gemeinschaft. Sie erhalten von den Mikroorganismen lebensnotwendige Mineralsalze wie Phosphat und versorgen diese mit Kohlehydraten. Franziska Krajinski vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm beobachtet die beiden ungleichen Partner dabei, wie sie Kontakt miteinander aufnehmen und Nährstoffe austauschen.

Die Firma metanomics beeinflusst Eigenschaften von Pflanzen systematisch über ihre Gene, um etwa Erträge zu steigern.

Wie konnten aus Bakterien pflanzliche Zellen und damit höheres Leben auf unserer Erde entstehen? Ralph Bock, Direktor am Max-Planck-Institut für Pflanzen­physiologie in Golm, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser Frage.

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Die Coccolithophoride sind eine Gruppe mariner einzelliger Algen mit einem Schuppenpanzer aus Kalk. Aufgrund des Beitrags der Kalkbildung zum globalen Kohlenstoffkreislauf besitzen sie eine große ökologische Bedeutung und beeinflussen unser Klima. Die nur Mikrometer großen Schuppen sind architektonische Meisterwerke. Derart komplexe Mikrostrukturen lassen sich bislang gar nicht oder nur mit aufwendigen Verfahren herstellen. Der Mechanismus der Schuppenbildung besitzt das Potential, die Synthese von Materialien für die Nanotechnologie zu revolutionieren und Klimavorhersagen zu verbessern.

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Mobile RNA - senden Pflanzenzellen eine doppelte Botschaft?

2017 Kragler, Friedrich

Pflanzenforschung Zellbiologie

Protein-kodierende RNA Moleküle werden zwischen pflanzlichen Geweben ausgetauscht. Diese mobilen RNA Signale sind evolutionär hochkonserviert, wir finden also die gleichen Signale in unterschiedlichen Pflanzenfamilien. Nach dem Transport ins Zielgewebe werden die Signale in Proteine übersetzt. Die überraschend hohe Anzahl von mobilen RNAs, sie werden von rund 20% der Gene produziert, stellen infrage, inwieweit Zellen autonom agieren und wie wir in der Pflanzenbiologie Signale definieren.

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Lebensdauer von Photosynthesekomplexen in höheren Pflanzen

2016 Schöttler, Mark A.

Pflanzenforschung

Im lichtabhängigen Prozess der Photosynthese werden NADPH und ATP für den Calvin-Zyklus zur Fixierung und Reduktion des aufgenommenen Kohlenstoffdioxids bereitgestellt. Dabei muss die Produktion von ATP und NADPH an den jeweiligen Verbrauch im Calvin-Zyklus angepasst sein, ansonsten werden vermehrt reaktive Sauerstoffspezies gebildet, die den Photosynthese-Apparat zerstören. Reguliert wird die Kapazität des Elektronentransports durch den Gehalt an Cytochrom b6f Komplex. Die Arbeitsgruppe hat untersucht, welchen Beitrag Biogenese und Degradation des b6f Komplexes an der Anpassung haben.

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Modellierung und Vorhersagen durch Integration genomischer und metabolomischer Hochdurchsatzdaten

2015 Kleeßen, Sabrina; Robaina-Estevez, Semidan; Nikoloski, Zoran

Pflanzenforschung

Unter Einbeziehung umfassender genetischer Kenntnisse und biochemischem Wissen werden oftmals wesentliche Parameter eines Problems durch mathematische Formeln beschrieben, mit deren Hilfe wiederum Modelle erzeugt werden können. Nach Überprüfung ihrer Relevanz können die Modelle dazu genutzt werden, Voraussagen zu treffen. Dank der Gewinnung von Daten aus Hochdurchsatztechnologien und Inhaltsstoffbestimmungen können so neuartige Methoden entwickelt werden, die eine Charakterisierung der Aktivitätsmuster von Stoffwechselwegen ermöglichen, um beispielsweise das Zellwachstum besser zu verstehen.

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Kleine Unterschiede ganz groß – Das Wissen über Sequenzvariabilität erlaubt neue Ansätze in der Pflanzenforschung

2014 Korkuć, Paula; Childs, Liam; Walther, Dirk

Genetik Pflanzenforschung Physiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Die Etablierung neuer Sequenziertechnologien führte zu einer massiven Zunahme der verfügbaren genomischen Sequenzinformation. Die Genomsequenzen hunderter verschiedener Ökotypen der Modellpflanze Arabidopsis thaliana können mit bioinformatischen Methoden gezielt untersucht werden, um merkmalsrelevante Gene  oder neue regulative Abschnitte zu identifizieren.  

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