Entwicklungsbiologie

Unsere Forschungsgruppe verbindet zwei Bereiche, evolutionäre Entwicklungsbiologie und Gewebemorphogenese. Zusammen mit der Gruppe von Carl Modes zeigten wir, dass mechanische Kräfte die Evolution neuer Entwicklungsmerkmale beeinflussen können: Fehlt bei der Embryonalentwicklung der Fruchtfliege Drosophila eine als Kopffurche bekannte Gewebefalte, kommt es zu einer erhöhten Instabilität der embryonalen Gewebe. Die Hauptursache dafür sind mechanische Belastungen, Zellteilungen und Gewebebewegungen.

Große Metaanalyse liefert weltweit konsistente Belege über epigenetische Marker hinweg 

Die Entdeckung des PKN-Proteins in Braunalgen gibt Aufschluss über die molekularen Grundlagen der Befruchtung und der Artenidentität im gesamten Stammbaum des Lebens

Unterschiedliche Gesichtsarchitekturen entstehen durch das unterschiedliche Verhalten der Zellnachkommen

Vielfalt an Gesichtsformen bei Vögeln und Säugetieren beruht auf Veränderungen in nicht-kodierenden DNA-Sequenzen 

Forschende haben herausgefunden, warum Amphibien Gliedmaßen regenerieren und Säugetiere nicht

Vererbung wird traditionell als Weitergabe genetischer Information verstanden. Tiere sind aber komplexe Systeme, deren Physiologie und Verhalten wesentlich von mikrobiellen Gemeinschaften abhängen. Wir zeigen, dass ein Verhaltensmerkmal bei Mäusen ausschließlich über das Darmmikrobiom weitergegeben wird, ohne Veränderungen im Wirtsgenom. Durch Mikrobiom-Transfer und eine einseitige Selektion auf Aktivität lassen sich stabile Verhaltensänderungen über Generationen erzeugen. Mechanistisch ist dies mit der Anreicherung von Lactobacillus und dem mikrobiellen Metaboliten Indollaktat verknüpft.

Forschende haben die Genaktivität auf Zellebene untersucht und entdeckt, dass das Sanduhr-Muster auch in einzelnen Zelllinien erkennbar ist 

Forschende haben einen unerwartet einfachen Mechanismus entdeckt, der den Lebenszyklus von Braunalgen steuert

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Große Metaanalyse liefert weltweit konsistente Belege über epigenetische Marker hinweg 

Vielfalt an Gesichtsformen bei Vögeln und Säugetieren beruht auf Veränderungen in nicht-kodierenden DNA-Sequenzen 

Forschende haben herausgefunden, warum Amphibien Gliedmaßen regenerieren und Säugetiere nicht

Eine neue Studie identifiziert die zellulären Ursprünge der Variation menschlicher Gesichtsformen

Eine neue Studie liefert eine Erklärung dafür, warum bestimmte Leukämiepatienten nicht auf eine Therapie ansprechen

Bei Homo sapiens endet das Wachstum des Gesichts in der Pubertät

Bereits vor der Geburt einer Frau sind ihre Eizellen in ihrem Körper angelegt. Mit zunehmendem Alter häufen sich jedoch DNA-Schäden in den Zellen an. Forschende haben jetzt aufgedeckt, warum die zelleigenen Reparaturmechanismen diese Schäden nicht beseitigen

Vor einer Frühgeburt häufig verschriebene Stresshormone wirken sich auf die Gehirnentwicklung des Embryos aus

Zeitlebens wachsende Blutgefäße im Schädelknochen fördern die Bildung von Blutzellen

Kleine RNA-Moleküle von der Mutterpflanze bestimmen das Schicksal von Hybridsamen

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Das Herz von Fischen ist genetisch zweigeteilt

Schimpansen und Kleinkinder wollen unsoziales Verhalten bestrafen

Wissenschaftler entwickeln zellähnliche Lipidvesikel, die sie mit natürlichen Zellproteinen ausstatten können

Hochauflösende Bildgebung ermöglicht neue Einsichten in die Entwicklung des menschlichen Gehirns

Obwohl das Gebiss des Geigenrochens nur darauf ausgelegt ist, Schalentiere zu zermalmen, frisst er auch Stachelrochen

Der Blick in die Vergangenheit zeigt: Zielgerichtete Züchtung ist nötig um Mais an den Klimawandel anzupassen

Babys können Wörtern im Schlaf viel früher als bisher angenommen eine Bedeutung zuordnen und sie nicht mehr nur als Geräusch wahrnehmen

Der Notch-Signalweg könnte Ansatzpunkt für neue Therapien bei Herzkreislauf-Erkrankungen sein

Die Zähne von Nackthunden geben Forschern Hinweise über die Entwicklung und Evolution von Säugetierzähnen

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Einem Forschungsteam ist es erstmals gelungen, den gesamten Prozess des Eisprungs in Follikeln einer Maus zu filmen. Was bedeutet das für die Fruchtbarkeitsforschung? Ein Podcast mit Tabea Marx vom Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen

"Herrin der Fliegen" – so betitelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung 1991 einen Artikel über Christiane Nüsslein-Volhard. Die Tübinger Forscherin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, sei eine Koryphäe ihres Forschungsgebietes. In jahrelanger Arbeit mit Mutanten der kleinen Taufliege Drosophila war es ihr und ihrem Kollegen Eric F. Wieschhaus 1980 gelungen, jene genetischen Steuerungsmechanismen zu identifizieren, die für die Ausbildung der charakteristischen Larvenstrukturen verantwortlich sind. Gerade drei Stunden alt ist in dem auf gut 6000 Zellkerne angewachsenen Fliegenembryo bereits angelegt, welche der völlig gleich aussehenden Zellen zu Mund oder Bauch werden oder sich gar zur Darmanlage einstülpen sollen. Lediglich vier Substanzen, welche die Fliegenmutter dem Ei mit gibt, prägen ein entsprechendes molekulares Vormuster. Für diese grundlegenden Erkenntnisse wurde Christiane Nüsslein-Volhard zusammen mit Wieschhaus und Edward B. Lewis 1995 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

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