Im Herz von Wendelstein 7-X

Das 360-Grad-Panorama der Greifswalder Fusionsanlage erlaubt eine Reise in das Plasmagefäß

28. November 2017
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Der Rundgang startet in der Tourus-Halle der Fusionsanlage und führt mitten in das Plasmagefäß von Wendelstein 7-X.
Der Rundgang startet in der Tourus-Halle der Fusionsanlage und führt mitten in das Plasmagefäß von Wendelstein 7-X.

Mitten hinein in die Plasmakammer der Fusionsforschungsanlage Wendelstein 7-X in Greifswald führt das neue 360-Grad-Panorama auf den Internet-Seiten des Max-Planck-Instituts für Plasma­physik (IPP). Unter der Adresse www.ipp.mpg.de/panoramaw7x bringt der außerge­wöhn­liche Rund­gang den Betrachter in das sonst nur Experten zugängliche Herz der Anlage. Auch durch die Experimenthalle kann man streifen und die Anlagen besuchen, die das Plasma auf viele Millionen Grad aufheizen.

Via PC, Tablet oder Smartphone kann man den Blick in alle Winkel werfen und sich bis an kleinste Details heranzoomen. Kurze Videos, in denen IPP-Wissenschaftlerinnen und -Wissen­schaftler ihren Arbeitsplatz erklären, starten und stoppen per Mausklick; einblendbare Infotafeln erläutern wichtige Bauteile. Aufgenommen hat das Panorama der in München ansässige Fotograf Volker Steger, von dem bereits das Panorama der Garchinger IPP-Fusionsanlage ASDEX Upgrade stammt. 

Ziel der IPP-Forschungsarbeiten ist ein Fusionskraftwerk, das Energie aus der Verschmelzung von leichten Atomkernen gewinnen soll, ähnlich wie die Sonne. In Garching betreibt das IPP dazu das Experiment ASDEX Upgrade, eine Großanlage vom Typ Tokamak. Im IPP-Teilinstitut Greifswald forscht man an dem großen Stellarator Wendelstein 7-X. Ab heute sind beide Anlagen jederzeit zugänglich für einen virtuellen Besuch.

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