Ansprechpartnerin

Barbara Wankerl
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon:+49 89 32354-292

Weitere Informationen zum Jubiläum

Rede des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Max-Planck-Instituts für Physik, am 12.10.2017 in München

Wie 100 Jahre auch die Physik der Zukunft prägen

Rede des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Max-Planck-Instituts für Physik, am 12.10.2017 in München
Unser Institut feiert seinen 100. Geburtstag – und mit diesem Magazin geben wir Ihnen einen kurzen und unterhaltsamen Blick auf unsere Geschichte, auf die frühere und die aktuelle Forschung und auf Menschen, die zu verschiedenen Zeiten hier aktiv waren.

Jubiläumsbroschüre zum Download

Unser Institut feiert seinen 100. Geburtstag – und mit diesem Magazin geben wir Ihnen einen kurzen und unterhaltsamen Blick auf unsere Geschichte, auf die frühere und die aktuelle Forschung und auf Menschen, die zu verschiedenen Zeiten hier aktiv waren. [mehr]

Video

Eines der renommiertesten Institute im Bereich Teilchenphysik steht in München. In diesen Tagen wird es 100 Jahre alt / Quelle: BR

100 Jahre Max-Planck-Institut für Physik

Eines der renommiertesten Institute im Bereich Teilchenphysik steht in München. In diesen Tagen wird es 100 Jahre alt / Quelle: BR [mehr]

Zum Weiterlesen

Im November 1915 stellte Albert Einstein seine Theorie der Schwerkraft vor und brachte es damit zu Weltruhm, der weit über seinen Tod hinaus bis heute ungebrochen anhält. Anders dagegen verlief die Geschichte seiner allgemeinen Relativitätstheorie, die in den 1920er-Jahren ihre Attraktivität verlor und erst Mitte der 1950er-Jahre einen erneuten Aufschwung erfuhr. Forscher am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte haben diese erstaunliche Entwicklung untersucht.

Albert Einstein: Die Renaissance der Relativität

15. Oktober 2015

Im November 1915 stellte Albert Einstein seine Theorie der Schwerkraft vor und brachte es damit zu Weltruhm, der weit über seinen Tod hinaus bis heute ungebrochen anhält. Anders dagegen verlief die Geschichte seiner allgemeinen Relativitätstheorie, die in den 1920er-Jahren ihre Attraktivität verlor und erst Mitte der 1950er-Jahre einen erneuten Aufschwung erfuhr. Forscher am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte haben diese erstaunliche Entwicklung untersucht. [mehr]
14. September 2015. Zum ersten Mal haben Wissenschaftler Kräuselungen der Raumzeit, sogenannte Gravitationswellen, beobachtet, die – ausgelöst von einem Großereignis im fernen Universum – die Erde erreichten. Diese Beobachtung bestätigt eine wichtige Vorhersage der von Albert Einstein im Jahr 1915 formulierten Allgemeinen Relativitätstheorie. Sie öffnet gleichzeitig ein neues Fenster zum Kosmos.

Ein Jahrhundert nach der Vorhersage:
Gravitationswellen gehen ins Netz

14. September 2015. Zum ersten Mal haben Wissenschaftler Kräuselungen der Raumzeit, sogenannte Gravitationswellen, beobachtet, die – ausgelöst von einem Großereignis im fernen Universum – die Erde erreichten. Diese Beobachtung bestätigt eine wichtige Vorhersage der von Albert Einstein im Jahr 1915 formulierten Allgemeinen Relativitätstheorie. Sie öffnet gleichzeitig ein neues Fenster zum Kosmos.

[mehr]

100 years Max Planck Institute for Physics

Auf den Spuren kleinster Teilchen

Das Max-Planck-Institut für Physik hat in München sein 100-jähriges Bestehen gefeiert

13. Oktober 2017

Namhafte Wissenschaflter haben während eines Symposiums einen Rückblick auf die historischen Entwicklungen in der Teilchenphysik gegeben – und diskutierten aktuelle, spannende Forschungsfragen in diesem Themenfeld. Während des Festaktes am 12. Oktober 2017 sprachen die bayerische Staatsministerin Ilse Aigner (CSU), die Münchner Stadträtin Kristina Frank und der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Martin Stratmann. Den Festvortrag hielt Siegfried Bethke, Direktor am Max-Planck-Institut für Physik. Ein Abendprogramm mit Physik-Kabarett rundete die Feierlichkeiten ab.
Atlas-Detektor: Physik bei höchsten Energien. Die größte je von Menschen gebaute Maschine sucht in Teilchenzerfällen nach Hinweisen auf Neue Physik, zum Beispiel nach supersymmetrischen Teilchen. Bild vergrößern
Atlas-Detektor: Physik bei höchsten Energien. Die größte je von Menschen gebaute Maschine sucht in Teilchenzerfällen nach Hinweisen auf Neue Physik, zum Beispiel nach supersymmetrischen Teilchen.

Der aktuelle Forschungsschwerpunkt des Max-Planck-Institut für Physik ist die theoretische und experimentelle (Astro-)Teilchenphysik. Dabei befassen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Ursprung und den Wechselwirkungen von elementaren Teilchen und Kräften – und deren Bedeutung für die Entwicklung des Universums.

Dabei gibt es immer wieder neue Herausforderungen zu überwinden: So sind sie maßgeblich an großen Detektor-Projekten beteiligt – wie zum Beispiel dem Atlas-Detektor am CERN oder auch dem CRESST-Experiment in Italien, in dem Forscher nach „WIMPs“ suchen, aus denen vielleicht die Dunkle Materie besteht. "Ich habe mir beide Forschungseinrichtungen angesehen, war beeindruckt von der Größe der Apparaturen", sagte Max-Planck-Präsident Martin Stratmann in seiner Ansprache. Noch mehr beeindruckten ihn jedoch der "unbändige Wille der vielen jungen Forscher, sich auf die Suche nach dem Unbekannten zu machen."

Geschichtlicher Hintergrund

Vor 100 Jahren gründete die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, Vorgängerin der heutigen Max-Planck-Gesellschaft, ein neues Physik-Institut. Erster Direktor des damaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik war Albert Einstein, seine Privatwohnung in Berlin die erste Adresse des neu gegründeten Instituts.

Erlesene Tischrunde (von links nach rechts): Walther Nernst, Albert Einstein, Max Planck, Robert Millikan und Max von Laue im Jahr 1928.
<p> </p> Bild vergrößern
Erlesene Tischrunde (von links nach rechts): Walther Nernst, Albert Einstein, Max Planck, Robert Millikan und Max von Laue im Jahr 1928.

 

Einstein und sein Mentor Max Planck hatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Quanten- und Relativitätstheorie eine neue Epoche der Physik eingeleitet. Dafür erhielten Planck 1918 und Einstein 1921 den Physik-Nobelpreis. 1922 wurde Max von Laue, ebenfalls Physik-Nobelpreisträger (1914), Vizedirektor des Instituts.

Nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht in Deutschland übernommen hatten, emigrierte Einstein noch im selben Jahr in die USA. Der holländische Physiker und Chemie-Nobelpreisträger von 1936, Peter Debye, leitete nach dem Weggang Einsteins das Institut. Im Jahr 1938 bezog das Institut ein von der Rockefeller Foundation finanziertes Forschungsgebäude in Berlin-Dahlem. Zu den Forschungsgebieten des damaligen Instituts zählten neben Quantenphysik und Relativitätstheorie auch die Kern-, Tieftemperatur- und Hochspannungsphysik.

Kurz nach Kriegsbeginn im Jahr 1939 wurde das Institut dem Heereswaffenamt unterstellt. Zusammen mit anderen Physikern, darunter Otto Hahn und Carl Friedrich von Weizsäcker, wurde Werner Heisenberg, damals Wissenschaftler am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik, in das dort initiierte Uranprogramm berufen – mit dem Ziel sowohl zivile als auch militärische Einsatzmöglichkeiten der Kernspaltung zu erforschen.

Werner Heisenberg an der Tafel: Der Wissenschaftler war langjähriger Direktor und eine der prägendsten Figuren des Max-Planck-Instituts für Physik, das noch heute seinen Namen trägt. Bild vergrößern
Werner Heisenberg an der Tafel: Der Wissenschaftler war langjähriger Direktor und eine der prägendsten Figuren des Max-Planck-Instituts für Physik, das noch heute seinen Namen trägt.

Als der Versuch, Uran 235 anzureichern – Voraussetzung für den Bau einer Atombombe – letztlich gescheitert war, ging das Institut 1942 wieder in zivile Nutzung über. Als Direktor wurde Werner Heisenberg berufen.

Nach dem Ende des Dritten Reichs fand das frühere KWI als „Max-Planck-Institut für Physik“ seinen neuen Standort in Göttingen. Unter Direktor Werner Heisenberg zog das Institut 1958 nach München in sein heutiges Gebäude, das nach dem Entwurf des bekannten Architekten Sep Ruf errichtet wurde.

In den Folgejahren gingen aus diesem Max-Planck-Institut verschiedene Tochtereinrichtungen hervor. 1960 entstand das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik. Das Teilinstitut für extraterrestrische Physik wurde 1963 gegründet, die astrophysikalische Abteilung zog 1979 nach Garching. Seit 1991 sind die beiden ehemaligen Teilinstitute eigenständige Max-Planck-Institute für Astrophysik bzw. extraterrestrische Physik.

BW/BA

 
loading content