Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Infektionen gehören zu den bedeutendsten medizinischen Herausforderungen. Die Beziehungen zwischen Mikroben und ihren Wirten sind zudem wesentliche Triebkräfte der Evolution. Am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie suchen Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen nach Antworten auf grundlegende Fragen der Infektionsbiologie. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen, wie Viren, Bakterien, Parasiten, Pilze und Würmer Krankheiten verursachen und wie ihre Wirte darauf reagieren. Die Forschung umfasst verschiedene Ebenen: Atome, Moleküle, Zellen, Gewebe und Organismen sowie medizinische und soziale Aspekte.

Kontakt

Charitéplatz 1
10117 Berlin
Telefon: +49 30 28460-0
Fax: +49 30 28460-111

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS for Infectious Diseases and Immunology

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Der Tuberkulose-Impfstoff-Kandidat VPM1002, entwickelt von Max-Planck-Forscher Stefan H.E. Kaufmann und seinem Team, ist bei Neugeborenen mit und ohne HIV-Exposition gleichermaßen sicher und hat im Vergleich zum bislang einzig verfügbaren Impfstoff BCG weniger Nebenwirkungen – so die Ergebnisse einer neuen klinischen Studie.

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Mit dem Live-Talk zwischen Nobelpreisträger Benjamin List und Mai Thi Nguyen-Kim geht die 73. Max-Planck-Festversammlung in Berlin zu Ende 

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Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben 2021 viele hochkarätige Veröffentlichungen publiziert. Wir haben eine Auswahl getroffen und stellen Ihnen zwölf Highlights vor. Ein Rückblick auf ein turbulentes Jahr 2021

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Der Sphingolipid-Metabolit Sphingosin-1-Phosphat aktiviert NOD-Rezeptoren bei Störungen der zellulären Homöostase

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Ein Forschungsteam zeigt, wie ein Gift von E. coli-Bakterien Zellen zu Krebs transformiert

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Manchmal kann eine einzige Entdeckung ein ganzes Leben verändern. Für Emmanuelle Charpentier war die Entschlüsselung der Funktionsweise eines bis dahin nur Experten bekannten Enzyms ein solcher Moment. Das als CRISPR-Cas9 bekannt gewordene Trio aus einem Enzym und zwei RNA-Molekülen hat weit über die Wissenschaft hinaus Furore gemacht. Seitdem ist im Leben der Französin vieles anders geworden. Anfang Oktober 2015 ist sie als Direktorin ans Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie gekommen.

Ein Ort, an dem unangenehme Zeitgenossen wie Chlamydien, HI-Viren oder Tuberkulosebakterien im Zentrum stehen: das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin. Vor 20 Jahren hat es Stefan H. E. Kaufmann als Gründungsdirektor mit aufgebaut. Seitdem erforscht der Wissenschaftler Stärken und Schwächen des Tuberkelbazillus. Die moderne Tuberkuloseforschung ist ohne ihn nicht denkbar – und er nicht ohne sie.

Weiße Blutkörperchen, die Netze auswerfen, um damit Krankheits erreger zu fangen – das überraschte vor nicht allzu langer Zeit die Wissenschaftler. Inzwischen profitieren die ersten Patienten von dieser Entdeckung.

Viele Parasiten haben komplizierte Lebenszyklen. Auch der Malaria-Erreger lebt in unterschiedlichen Organismen: in Mensch und Mücke. Wissenschaftler suchen daher nach einer Schwachstelle, um ihn an seiner Ausbreitung zu hindern.

Sachbearbeiter*n (m/w/d) Einkauf/Beschaffung

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin 30. September 2022

Anlagenmechaniker*n/ Instandhaltungsmechaniker*in (m/w/d)

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin 29. September 2022

Tierarzt/ Tierärztin (m/w/d) als Tierhausleitung

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin 15. August 2022

Das geheime Leben der Malariaparasiten während der Trockenzeit

2021 Portugal, Silvia; Denkhaus, Christian

Infektionsbiologie Medizin

Malaria wird durch den Parasiten Plasmodium verursacht und von Moskitos auf den Menschen übertragen. Was aber geschieht, wenn während einer Trockenzeit keine Moskitos vorhanden sind? Unsere Forschungsgruppe untersucht die Mechanismen, die Malariaparasiten nutzen, um Trockenzeiten in ihrem Wirt zu überleben. Wir arbeiten mit einer Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Bamako, Mali, zusammen, wo wir über 600 Probanden über lange Zeiträume hinweg untersuchen.

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Mehr als ein Schaltplan: Wie wir die Grundlagen immunologischer Signalwege entschlüsseln wollen

2020 Taylor, Marcus J.

Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin

Für unser Immunsystem ist Kommunikation entscheidend. Wenn Erreger unseren Körper angreifen, muss diese Information weitergeleitet und in Aktivität umgesetzt werden. Wir untersuchen die Signal-Mechanismen des angeborenen Immunsystems, um ein grundlegendes Verständnis für die Funktion dieser Signalwege zu schaffen. Dazu haben wir die Entstehung des Myddosome visualisiert: ein Supramolekulares Organisationszentrum (SMOC), das gebunden an Immunrezeptoren die Signalweitergabe steuern kann. Unsere Ergebnisse helfen, das dynamische Zusammenspiel von Signalstoffen in Immunzellen zu verstehen.

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Malaria, CRISPR/Cas9 und Gene Drives

2019 Levashina, Elena A.

Infektionsbiologie Medizin

Mücken übertragen Malaria – aber nicht jede Mücke ist gleich. Unser Forschungsteam hat entdeckt, dass manche Mückenarten den Malariaparasiten besser übertragen als andere, nachdem wir in vier afrikanischen Ländern Tausende Mücken gesammelt haben. Mit einem statistischen Modell konnten wir zeigen, dass nicht die Anzahl der Insekten, sondern das Verhältnis zueinander, in dem zwei verschiedene Mückenarten vorkommen, die Präsenz gefährlicher Malariaparasiten beeinflusst. Neue Ergebnisse zeigen außerdem, dass auch der Moskito-Stoffwechsel die Virulenz des Malaria-Erregers beeinflussen kann.

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Neutrophile: Zwischen Zellteilung und Zelltod

2018 Arturo Zychlinsky, Abteilung Zelluläre Mikrobiologie, Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin

Ein Organismus wird tagtäglich mit einer Vielzahl von Krankheitserregern konfrontiert. Das Immunsystem hat daher im Laufe der Evolution viele ausgeklügelte Abwehrmechanismen entwickelt. Unser Team beschrieb 2004 einen bis dahin unbekannten Mechanismus: Neutrophile Granulozyten als Zellen des Immunsystems können schädliche Mikroorganismen in Netzen fangen. Interessanterweise sind diese Netze im Wesentlichen nicht nur aus den gleichen Bestandteilen wie die Erbsubstanz aufgebaut, bei der Netzbildung laufen auch Schritte ab, die sonst nur bei der Zellteilung stattfinden.

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Chronische Infektionen des Magens und deren fatale Folgen

2017 Meyer, Thomas F.

Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin

Neue Befunde aus dem Institut erlauben Einblicke in die molekularen und zellulären Mechanismen des Erregers Helicobacter pylori im Verlauf chronischer Magenschleimhautentzündungen und wie diese letztendlich zur Krebsentstehung führen können. Grundsätzlich verfügt die menschliche Schleimhaut über empfindliche Sensoren, pathogene Keime zu erkennen, und auch über Mechanismen, diese effizient zu eliminieren. Im Fall von H. pylori aber funktioniert zwar die Erregererkennung, die nachfolgende Abwehrreaktion wird jedoch unterbunden.

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