Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Infektionskrankheiten fordern vor allem in Entwicklungsländern jährlich Millionen Menschenleben und sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Hervorgerufen werden sie durch Bakterien, Viren oder Parasiten. In wohlhabenden Ländern sind vor allem Pandemien und Krankenhaus-Infektionen gefürchtet. Hinzu kommt, dass die Bedeutung von Infektionserregern bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Autoimmun- und neurodegenerativen Erkrankungen und Krebs vielfach noch unterschätzt wird. Am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Wirkung von Krankheitserregern auf den Organismus. Im Zentrum der Forschung stehen die Erreger von Malaria, Tuberkulose, schweren Magen-Darm-Erkrankungen (wie Magenkrebs) und Influenza. Neben dem reinen Erkenntnisgewinn konzentrieren sich die Forscher auf die Entwicklung neuartiger Impfstoffe und Medikamente.

Kontakt

Charitéplatz 1
10117 Berlin
Telefon: +49 30 28460-0
Fax: +49 30 28460-111

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS for Infectious Diseases and Immunology

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Emmanuelle Charpentier, Direktorin am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, gehört zudem Gewinnern des international renommierten Kavli-Preis. Gewürdigt wird ihre Pionierarbeit bei der Entwicklung des CRISPR-Cas9-Systems, einem revolutionären Gentechnik-Tool. Die Preisverleihung findet am 4. September 2018 in Oslo statt mehr
Test bestimmt Tuberkulose-Risiko
Ein Bluttest könnte künftig latent infizierte Menschen mit hohem Erkrankungsrisiko identifizieren mehr
Impfstoff-Kandidat gegen Tuberkulose in Phase-II/III-Studie
VPM1002 wird bei Patienten mit wieder auftretender Tuberkulose sowie HIV-gefährdeten Neugeborenen auf Wirksamkeit und Sicherheit getestet mehr
Magenbakterium im toten Winkel des Immunsystems
Helicobacter pylori entzieht der Magenschleimhaut Cholesterin und überlebt so Angriffe des Immunsystems selbst aus nächster Nähe mehr
Magenkrebs: Auch Bakterien können Auslöser sein
Helicobacterinfektion stimuliert Stammzellfunktion in gastrischen Drüsen mehr
Manchmal kann eine einzige Entdeckung ein ganzes Leben verändern. Für Emmanuelle Charpentier war die Entschlüsselung der Funktionsweise eines bis dahin nur Experten bekannten Enzyms ein solcher Moment. Das als CRISPR-Cas9 bekannt gewordene Trio aus einem Enzym und zwei RNA-Molekülen hat weit über die Wissenschaft hinaus Furore gemacht. Seitdem ist im Leben der Französin vieles anders geworden. Anfang Oktober 2015 ist sie als Direktorin ans Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie gekommen.
Ein Ort, an dem unangenehme Zeitgenossen wie Chlamydien, HI-Viren oder Tuberkulosebakterien im Zentrum stehen: das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin. Vor 20 Jahren hat es Stefan H. E. Kaufmann als Gründungsdirektor mit aufgebaut. Seitdem erforscht der Wissenschaftler Stärken und Schwächen des Tuberkelbazillus. Die moderne Tuberkuloseforschung ist ohne ihn nicht denkbar – und er nicht ohne sie.
Weiße Blutkörperchen, die Netze auswerfen, um damit Krankheits erreger zu fangen – das überraschte vor nicht allzu langer Zeit die Wissenschaftler. Inzwischen profitieren die ersten Patienten von dieser Entdeckung.
Viele Parasiten haben komplizierte Lebenszyklen. Auch der Malaria-Erreger lebt in unterschiedlichen Organismen: in Mensch und Mücke. Wissenschaftler suchen daher nach einer Schwachstelle, um ihn an seiner Ausbreitung zu hindern.
Weiße Blutkörperchen, die Netze auswerfen, um damit Krank-
heitserreger zu fangen – das überraschte vor nicht allzu langer Zeit die Wissenschaftler. Inzwischen profitieren die ersten Patienten von dieser Entdeckung.
Das Bakterium Chlamydia trachomatis sichert sein Überleben in der Zelle durch einen Trick. Es greift in das Verteilungszentrum ein.
Anlagenmechaniker/-in (Sanitär-und Heizungstechnik)
Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin 12. Juni 2018
Sachgebietsleiter/-in IT
Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin 22. Mai 2018
Sachbearbeiter/-in Einkauf
Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin 22. Mai 2018

Chronische Infektionen des Magens und deren fatale Folgen

2018 Meyer, Thomas F.
Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin
Neue Befunde aus dem Institut erlauben Einblicke in die molekularen und zellulären Mechanismen des Erregers Helicobacter pylori im Verlauf chronischer Magenschleimhautentzündungen und wie diese letztendlich zur Krebsentstehung führen können. Grundsätzlich verfügt die menschliche Schleimhaut über empfindliche Sensoren, pathogene Keime zu erkennen, und auch über Mechanismen, diese effizient zu eliminieren. Im Fall von H. pylori aber funktioniert zwar die Erregererkennung, die nachfolgende Abwehrreaktion wird jedoch unterbunden. mehr

Die Jungbrunnen des Immunsystems

2017 Melchers, Fritz
Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin
Ein Leben lang sind hämatopoietische Stammzellen die Quellen der Zellen des Immunsystems. Wir haben ihre embryonalen Ursprünge, ihre Wanderung aus Blut in fötale Leber, ihre Residenz im Knochenmark und ihre Fähigkeiten dahingehend untersucht, reife Zellen des Immunsystems zu bilden. Überraschenderweise bieten sie ruhenden latenten Formen von Tuberkulose (TB)-Bakterien eine langzeitige Bleibe. So stellen sie eine ständige Gefahr für den Ausbruch von aktiver TB, aber auch die Quelle eines dauernd produzierten TB-Impfstoffs dar. mehr

Rationale Entwicklung eines Tuberkulose-Impfstoffs: Vom Reißbrett zur klinischen Studie

2016 Kaufmann, Stefan H.E.
Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin
Weiterhin bleibt die Tuberkulose (TB) eine globale Bedrohung für die Gesundheit, zu deren Bekämpfung ein neuer Impfstoff dringend benötigt wird. Wir haben einen neuen TB-Impfstoff mit hohem Effizienz- und Sicherheitsprofil entwickelt; der Impfstoff hat seine Sicherheit und Immunogenität in klinischen Studien an Erwachsenen und Kleinkindern in Deutschland und Südafrika bewiesen. Derzeit wird er in einer Studie an Neugeborenen von HIV infizierten Müttern in Südafrika überprüft und für 2016 ist eine groß angelegte Studie an Erwachsenen mit erhöhtem TB-Risiko in Indien geplant. mehr

Plasmodium-Infektionen: Den Parasiten vor der Malaria angreifen

2015 Matuschewski, Kai
Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin
Malaria ist eine Armuts-bedingte Infektionskrankheit der Tropen und eine Herausforderung der medizinischen Grundlagenforschung. Ein besseres molekulares Verständnis der Mechanismen der Plasmodium-Wirts-Wechselwirkung und des komplexen Lebenszyklus ist Voraussetzung für neue, Evidenz-basierte Kontrollstrategien. Neue Erkenntnisse aus der klinisch unauffälligen Leberphase und von verwandten Parasiten in Afrotropischen Fledermäusen bieten bislang unerkannte Möglichkeiten, den Parasiten vor dem Ausbruch der Malaria aufzuhalten und dem Wirt einen entscheidenden immunologischen Vorsprung zu geben. mehr

Vektorbiologie – Ein Musterbeispiel für Wirt-Erreger-Beziehungen

2014 Elena Levashina
Immunbiologie Infektionsbiologie Medizin
Malaria ist eine von Mücken übertragene Krankheit, die jährlich rund 600.000 Menschen das Leben kostet. Stark betroffen ist der afrikanische Kontinent. Verursacht wird die Malaria durch den Parasiten Plasmodium, dessen effizientester Vektor Mücken der Art Anopheles gambiae sind. Uns interessiert, was diese Mücke als Wirt für den Parasiten so attraktiv macht, wie sie den Krankheiterreger erkennt und sich vor ihm schützt. Ziel ist, die dafür zugrunde liegenden molekularen Mechanismen zu verstehen und deren Rolle bei der Malaria-Übertragung aufzudecken. mehr
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