Max-Planck-Institut für Meteorologie

Max-Planck-Institut für Meteorologie

Die Sorge um Klimaänderungen durch den Menschen und das lückenhafte Wissen über die Klima-Dynamik führten 1975 zur Gründung des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg. Seitdem untersuchen hier Wissenschaftler, wie physikalische, chemische und biologische Prozesse sowie menschliches Verhalten zu globalen und regionalen Klimaänderungen beitragen. Sie entwickeln numerische Modelle und Messmethoden, um die natürliche Variabilität der Atmosphäre, des Ozeans und der Biosphäre zu erklären und den Einfluss von veränderter Landnutzung, industrieller Entwicklung, Verstädterung und anderen menschlichen Einflüssen abzuschätzen. Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und dem Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz arbeiten sie an einer besseren Darstellung der chemischen und biologischen Faktoren, die die Konzentrationen der Treibhaus- und anderer Spurengase in der Atmosphäre sowie deren Wechselwirkung mit der terrestrischen und marinen Biosphäre bestimmen.

Kontakt

Bundesstr. 53
20146 Hamburg
Telefon: +49 40 41173-0
Fax: +49 40 41173-298

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS on Earth System Modelling

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Die Eisschilde Grönlands und der Antarktis schrumpfen. So bricht etwa von den Gletschern des Mogens-Heinesen-Fjords im südwestlichen Grönland Eis ab und gelangt in die Ozeane.

Forschende haben ein Modell entwickelt, mit dem sich der Einfluss langfristiger Veränderungen der Gletscher auf das Klima berechnen lässt

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Erde mit Trockenheitsrissen und einem trockenem Busch im Vordergrund.

Extreme Hitze und Dürre könnten Klimasimulationen zufolge früher kommen als bislang angenommen

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Nahaufnahme einer Person in schwarzem Anzug, die schräg in die Kamera lächelt, links im Bild ist der Stamm eines Baumes zu sehen, der Hintergrund ist unscharf und zeigt wohl eine grüne Glasfassade

Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, geht im Interview auf die Sorgen um die viel diskutierten Kipppunkte im Klimasystem ein, erläutert den Stand der Forschung und stellt sich der Frage, wie die Klimaforschung so kommunizieren kann, dass Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft handlungsfähig bleiben

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Heute bedecken Eisschilde eine Fläche, die fast so groß ist wie Südamerika. Und auch wenn das nur drei Prozent der Erdoberfläche sind, spielen sie ähnlich wie das arktische Meereis eine große Rolle für das Klima / Ein Beitrag von Marie -Luise Kapsch & Clemens Schannwell

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Der Klimawandel lässt die Eisschilde Grönlands und der Antarktis schmelzen und den Meeresspiegel steigen. Inselstaaten und Küstenstädten könnte das zum Verhängnis werden. Wie stark die Eiskappen schrumpfen, hängt auch von den Rückkopplungen zwischen ihnen und dem Klimasystem ab. Diese Effekte untersuchen Marie-Luise Kapsch und Clemens Schannwell am Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Die Erde im Vitaltest

MaxPlanckForschung 2/2023 75 Jahre Max-Planck-Gesellschaft

Klimakrise, Artensterben, Ozonabbau – ökologische Fehlentwicklungen bedrohen das Leben auf der Erde, wie wir es kennen, und damit auch die gesellschaftliche Stabilität. Der Gefahr lässt sich, wie im Fall des Ozonlochs, nur begegnen, wenn die Zusammenhänge durch und durch verstanden sind. Das ist das Ziel des Erdsystemclusters in der Max-Planck-Gesellschaft. An seiner Entstehung haben die beiden späteren Nobelpreisträger Paul J. Crutzen und Klaus Hasselmann maßgeblich mitgewirkt.

Vulkane als Ideengeber: Bei ihren Ausbrüchen stoßen sie große Mengen an Schwefeldioxid aus und kühlen so das Klima. Als ein Mittel des Geoengineerings diskutieren Fachleute daher, die Erderwärmung durch gezielte Freisetzung des Gases einzudämmen. Ob das funktionieren könnte und welche Gefahren damit verbunden wären, untersucht Ulrike Niemeier vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg.

Theresa Lang vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg war im Rahmen des Wolkenforschungsprojekts EUREC4A für rund zwei Wochen auf der Karibikinsel Barbados. Sie erzählt von Wetterballons, freundlichen Inselbewohnern und einem unerwarteten Highlight.

In öffentlichen Debatten um die Erderwärmung steht eine Ursache im Mittelpunkt: die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe. Doch der Mensch verändert das Klima auch, indem er Wälder rodet und Ackerbau, Forstwirtschaft sowie Viehzucht betreibt. Julia Pongratz untersucht mit ihrer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg die Folgen dieser Aktivitäten für das Klima – und wie sich die Eingriffe nutzen ließen, um dem globalen Wandel entgegenzuwirken.

Die Rolle der Eisschilde im Klima 

2022 Marie-Luise Kapsch; Clemens Schannwell

Geoforschung Klimaforschung

Heute bedecken Eisschilde eine Fläche, die fast so groß ist wie Südamerika. Und auch wenn das nur drei Prozent der Erdoberfläche sind, spielen sie ähnlich wie das arktische Meereis eine große Rolle für das Klima. Um Eisschilde und deren Wechselwirkungen mit dem Klima zu berücksichtigen entwickeln wir ein Klimamodell, in dem sich Eisschilde mit der Zeit in ihrer Ausdehnung verändern können. Solche Veränderungen und Zusammenhänge werden in herkömmlichen Klimamodellen bislang nur unzureichend abgebildet. 

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EUREC4A - ein Feldexperiment

2021 Hirsch, Lutz; Stevens, Bjorn

Geoforschung Klimaforschung

Im Januar und Februar 2020 fand auf und um die Karibikinsel Barbados unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg und dem Laboratoire Météorologique Dynamique/CNRS in Paris die internationale Messkampagne EUREC4A in der Passatregion statt. Sie hatte das Ziel zu verstehen, wie die Passatbewölkung auf die Klimaerwärmung reagiert und eventuell zu ihr beiträgt.

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Ein neuer Meilenstein in der Schließung des Ozean-Kohlenstoffbudgets

2020 Landschützer, Peter; Keppler, Lydia

Geoforschung Klimaforschung

Dem Ozean fällt eine entscheidende Rolle in unserem Klimasystem zu: Er absorbiert gemittelt über die letzten zehn Jahre  etwa 23 Prozent der menschengemachten jährlichen CO2-Emissionen. Neue, beobachtungsbasierte Abschätzungen mittels neuronaler Netzwerke deuten jedoch auf starke Schwankungen in der CO2-Aufnahme auf dekadischen Zeitskalen hin. Insbesondere das Südpolarmeer spielt dabei eine entscheidende Rolle.

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Das Rätsel um das Ende der grünen Sahara

2019 Anne Dallmeyer, Martin Claußen

Geoforschung Klimaforschung

Mit dem Erdsystemmodell des Max-Planck-Instituts für Meteorologie haben wir die Änderungen im globalen Klimasystem während der letzten 8000 Jahre in einer räumlich detaillierten Darstellung berechnet. So konnten wir einen Teil des Rätsels um das Ende der grünen Sahara lösen. Rekonstruktionen zeigen ein komplexes Änderungsmuster. In unserer Simulation wird das Ende der feuchten Phase nicht nur vom Rückzug des Monsuns, sondern auch von der Änderung der Zugbahn extratropischer Tiefdruckgebiete bestimmt. Als deren Zusammenspiel vor rund 4000 Jahren aufbrach, nahmen Niederschlag und Vegetation in der Westsahara rasch ab.

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Wenn globale Klimamodelle einen Elefanten von einer großen Maus unterscheiden können

2018 Hohenegger, C.; Stevens, B.; Kornblueh, L.; Brueck, M.; Röber, N.

Geoforschung Klimaforschung

Um alle 2,5 Kilometer auf der Erde den Zustand der Atmosphäre mit einem Klimamodell nachzurechnen, braucht es 83 Millionen Punkte. Nur so, und im Gegensatz zu gängigen Klimamodellen, die mit einer typischen Auflösung von rund 100 Kilometer arbeiten, lässt sich die Vielfalt der Wolken und ihre einzigartigen Formen, die manchmal an einen Elefanten, manchmal an eine große Maus erinnern, wiedergeben. Sind aber so viele Details nötig? Die Autoren präsentieren die Ergebnisse einer internationalen Vergleichsstudie, in der zum ersten Mal acht solcher neuartigen Klimamodelle gerechnet wurden.

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