Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften

Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften

Hauptanliegen des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften ist die Erforschung gesellschaftlicher Vielfalt. In aktuellen Gesellschaften leben Menschen mit unterschiedlichen ethnischen und religiösen Hintergründen zusammen. Das Spektrum reicht dabei von friedlichem „Multikulti“ bis zu blutigen Konflikten – wann geschieht das eine, wann das andere? Das in Göttingen angesiedelte Institut will mit umfangreichen empirischen Studien und der Entwicklung theoretischer Konzepte unser Verständnis für diese Fragen menschlichen Zusammenlebens erweitern. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Grundlagenforschung, reicht in ausgewählten Fällen aber auch bis zur Politikberatung.

Kontakt

Hermann-Föge-Weg 11
37073 Göttingen
Telefon: +49 551 4956-0
Fax: +49 551 4956-170

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

„Ein Preisschild für die Staatsbürgerschaft“
Ayelet Shachar geht der Frage nach, wie Visa für Superreiche Politik und Gesellschaft verändern mehr
Neue Einsichten zum Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft
Wie wirken sich moralische und ethische Überzeugungen auf lokale Ökonomien aus und wie beeinflussen sie den globalen Kapitalismus? Das ist die zentrale Frage eines jetzt eingeweihten Max Planck - Cambridge Centres, an dem Forscher zweier Max-Planck-Institute und der Universität Cambridge zusammenarbeiten. mehr
Jedes Zimmer eine Kultur für sich
Seit dem Jahr 2015 kamen etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland. Sie möchten hierzulande Zuflucht oder eine neue Heimat finden. Wie gut der Start ins neue Leben klappt, hängt von vielen Bedingungen ab. mehr
Die Wahlen in Kenia und die Folgen
Die Fronten in Kenia verhärten sich von Tag zu Tag, die Gefahr der Eskalation steigt. Wie konnte es dazu kommen? Gibt es Aussichten auf Versöhnung? Eine Analyse von Elena Gadjanova vom Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen mehr
Neue gesellschaftliche Vielfalt in Weltstädten
Ein Projekt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften untersucht den Wandel gesellschaftlicher Vielfalt und ihrer Muster an drei Orten von Superdiversität: in New York, Singapur und Johannesburg. mehr
Seit dem Jahr 2015 kamen etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland. Sie möchten hierzulande Zuflucht oder eine neue Heimat finden. Wie gut der Start ins neue Leben klappt, hängt von vielen Faktoren ab. Wissenschaftlerinnen vom Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersuchen genauer, welche Bedürfnisse und Ziele die Flüchtlinge haben – und ob sich diese erfüllen.

Eigentlich wollte Ayelet Shachar Architektin werden. Sie wollte Räume schaffen und Menschen ein Zuhause geben. Als Juristin und Politikwissenschaftlerin aber entdeckte sie die Räume des Rechts – und die Möglichkeiten, darin Migranten und Einheimischen das Zusammenleben zu ermöglichen. Jede Gemeinschaft, sagt die Wissenschaftlerin am Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multi ethnischer Gesellschaften, brauche den Diskurs über Ziele und Identität.

Seit Wochen schwillt der Flüchtlingsstrom immer weiter an. Über die sogenannte Westbalkan-Route haben sich Tausende, unter anderem aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, zu Fuß auf den Weg nach Europa gemacht. Die Flüchtlingszuwanderung wird Deutschland maßgeblich verändern. Die Frage ist nur: in welcher Weise?
Während der Islam von vielen noch immer als größtes Integrationshindernis in europäischen Einwanderungsgesellschaften betrachtet wird, haben die Wissenschaftler um Matthias Koenig ein differenzierteres Bild gewonnen. Seit Dezember 2011 leitet der Soziologe am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften als Max Planck Fellow die Forschungsgruppe „Governance of Cultural Diversity – Socio-Legal Dynamics“.
Grundlagenforschung findet für Steven Vertovec, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen, nicht unbedingt nur im Elfenbeinturm statt. Mit Fakten und Vorschlägen beteiligte sich seine Abteilung für gesellschaftliche Vielfalt am neuen Entwurf für ein Integrations- und Diversitätskonzept der Stadt Frankfurt am Main.
In deutschen Großstädten stellen Menschen mit Migrationshintergrund rund ein Viertel der Bevölkerung. Ob sie angemessen in den Rathäusern vertreten sind, haben Wissenschaftler um Karen Schönwälder am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersucht. Sie analysieren zudem, mit welcher Motivation und unter welchen Bedingungen sich Stadträte mit ausländischen Wurzeln politisch engagieren und welchen Ressentiments sie begegnen.
Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Tempel, Rituale und die Transformation transnationaler Netzwerke in Südostasien

2018 van der Veer, Peter; Dean, Kenneth
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Vom 15. bis ins 20. Jahrhundert existierte ein südostchinesisches Handelsimperium rund um die Häfen Südostasiens. Dieses Handelsnetz war durch eine gemeinsame Sprache, durch soziale und kulturell-religiöse Einrichtungen verbunden. Seit drei Jahrzehnten nun orientiert sich das Netzwerk zurück nach China, so wurden über eine Million Tempel wiederaufgebaut. Die Restaurierung dieser lokalen und transnationalen Netzwerke ist ein bedeutsames Phänomen. Die Interaktion Chinas mit Südostasien ist weitaus komplexer, als es vereinfachende Modelle über die Ausbreitung chinesischer „soft power“ nahelegen.

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Befestigte Grenzen waren immer ein Symbol für Souveränität, Regierungsgewalt und Gerichtsbarkeit. Inzwischen ist ein neues bemerkenswertes Phänomen entstanden – die bewegliche Grenze. Diese Grenze ist nicht durch Zeit und Raum bestimmt, sondern beruht auf ausgefeilten Rechtsinstrumenten, die reiche Länder einsetzen, um die Migrationsregelung von festen territorialen Standorten abzutrennen. Diese Neuerfindung verlässt sich auf juristische Zugangstore und nicht auf bestimmte Grenzorte, was dramatische Folgen für die Rechte und den Schutz von Migranten und anderen Nichtbürgern hat.

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Wie städtische Akteure in Deutschland und Frankreich gesellschaftliche Vielfalt wahrnehmen und gestalten

2016 Martínez Ariño, Julia; Schönwälder, Karen
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Auf der ganzen Welt werden Städte immer vielfältiger. Das CityDiv-Projekt untersucht lokale Reaktionen auf die Diversifizierung der städtischen Bevölkerung in Deutschland und Frankreich. Es erforscht Maβnahmen, die aktiv die Stadtbevölkerung und die Lebenschancen und Teilhabe verschiedener Gruppen beeinflussen. Zwei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wie nehmen zentrale städtische Akteure Vielfalt wahr und wie greifen sie in ihre Gestaltung ein? Wie werden Anliegen von unterschiedlichen Gruppen in Netzwerken städtischer Akteure artikuliert und einbezogen?

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„Urbane Verheißungen“ in Seoul: Religion und Metropolen im Vergleich

2015 Jung, Jin-Heon
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Die erfolgreiche Modernisierung der Stadt Seoul wurde von religiösen Erweckungsbewegungen begleitet. Diese Entwicklung widerspricht der eurozentrischen Säkularisierungstheorie, macht die Metropolregion mit ihren 26 Millionen Einwohnern aber auch zu einem interessanten Ort für Vergleiche. Ein Projekt untersucht ausgehend vom Christentum verschiedene Formen religiöser und urbaner „Verheißungen“. Seoul ist aber auch für eine große Vielfalt an religiösen Ausdrucksformen und die schwierigen Beziehungen zwischen dem Christentum und Buddhismus, Schamanismus und Islam bekannt. mehr

GLOBALDIVERCITIES – Migration und neue gesellschaftliche Vielfalt in Weltstädten

2014 Vertovec, Steven
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Wie können Menschen mit immer vielfältigeren Eigenschaften in den weltweit schnell wachsenden Städten zusammenleben? Wie bilden sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede in sozialen und räumlichen Mustern aus, wenn neue Vielfalt auf alte Vielfalt trifft? Ein Projekt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften untersucht den Wandel gesellschaftlicher Vielfalt und ihrer Muster an drei Orten von Superdiversität: New York, Singapur und Johannesburg. mehr
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