Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft

Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft

Das Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft (bis 13.03.2026: Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften) hat sich die Untersuchung und Erklärung wichtiger gegenwärtiger Herausforderungen für das politische, soziale und ökonomische Leben zum Ziel gesetzt, einschließlich demokratischer Rückschritte, Ungleichheit, Migration, Konflikte, Klimawandel und der soziopolitischen Folgen der digitalen Transformation. Das Institut integriert theoretische, analytische und empirische Ansätze aus unterschiedlichen Bereichen der Sozialwissenschaften; dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dimension. Es verfolgt das Ziel, fundierte, evidenzbasierte Erkenntnisse zu generieren, die sich mit dringenden Fragen für Politik und Gesellschaft beschäftigen.

Kontakt

Hermann-Föge-Weg 11
37073 Göttingen
Telefon: +49 551 4956-0

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Abteilung Politische Institutionen und Konflikt

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Abteilung Ungleichheit, Transformation und Konflikt

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Ursula Daxecker (links) und Steffen Mau (rechts)

Das „Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften“ wird im Zuge einer wissenschaftlichen Neuausrichtung in das „Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft“ umbenannt

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Portraitbild von Ursula Daxecker

Politikwissenschaftlerin Ursula Daxecker an das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften berufen.

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Prelude 2024: Junge Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Gespräch mit Patrick Cramer

Während des Jahresempfangs „Prelude 2025“ in Berlin schlug Patrick Cramer eine unabhängige wissenschaftliche Chefberaterin für die Bundesregierung vor, vergleichbar mit den Chief Scientific Advisors to the Government in Kanada oder Großbritannien

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Eine Person geht mit einem blauen Regenschirm über einen kargen, von Trockenheitsrissen durchzogenen Boden.

Ein steigender Meeresspiegel, Hitze und Dürre werden zunehmend Gründe, aus denen Menschen ihre Heimat verlassen. Das Völkerrecht und die Migrationsforschung zeigen auf, wie mit Migration als Folge des Klimawandels umgegangen werden könnte
 

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Das Bild zeigt den Wissenschaftler Steven Vertovec, Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften vor einem Buchregal in einer Bibliothek. Vertovec, der Bluejans, ein blaues Hemd und ein schwarzes Jacket trägt, blickt in die Kamera. Sein Bart ist grau meliert.

Steven Vertovecs Buch „Superdiversität“ bewertet soziale Identitäten neu

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Vanessa Rau und Dekel Peretz haben gemeinsam mit Forschenden im internationalen Projekt „Encounters“ muslimisch-jüdische Begegnungen in sechs europäischen Städten untersucht. Womit sie bei Beginn des Projekts nicht rechnen konnten: mit dem 7. Oktober 2023 und seinen Folgen.

Wenn junge Menschen ohne Eltern fliehen, ist die wichtigste Frage für deutsche Behörden: Sind die Geflüchteten unter achtzehn oder volljährig? Minderjährige werden unterstützt und versorgt, Volljährige müssen allein ein langwieriges Asylverfahren durchstehen. Ulrike Bialas hat die Situation junger Geflüchteter erforscht. Sie plädiert für einen weniger strikten Umgang mit der Altersfrage.

Die Habsburgermonarchie und das Osmanische Reich sind Vergangenheit – doch in vielen europäischen Städten leben sie fort: So kultiviert man in Wien die Erinnerung an die Türkenbelagerungen und ignoriert dabei Zehntausende Wienerinnen und Wiener, die aus der Türkei stammen. Mit der Gegenwart untergegangener Imperien befasst sich das Team um Jeremy Walton am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.

Die Zukunft der Gesellschaften weltweit wird gerade durch mehrere gleichzeitig auftretende Krisen grundlegend umgestaltet: durch die Coronavirus-Pandemie, die daraus resultierende wirtschaftliche Rezession und den Klimawandel. Diese drei Krisen haben erhebliche Auswirkungen auf die globale Migration, befürchtet Steven Vertovec. Er beschreibt die komplexen Faktoren der Migration und skizziert die sich abzeichnenden Veränderungen sowie die notwendigen politischen Konsequenzen.

Vor fünf Jahren stellte die Ankunft Hunderttausender Geflüchteter innerhalb kurzer Zeit die Verwaltungen in den deutschen Kommunen auf die Probe. Am Beispiel von drei niedersächsischen Städten hat Miriam Schader vom Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersucht, wie Kommunen die Situation gemeistert haben.

Afrika ist ein Kontinent der Diktatoren. Laut Demokratieindex der Zeitschrift Economist sind nur neun der gelisteten 50 Staaten wirklich demokratisch regiert, mehr als die Hälfte stehen unter autokratischer Herrschaft. Wahlen werden manipuliert, die Opposition unterdrückt, Demonstrationen gewaltsam aufgelöst. Mehr und mehr nutzen die Alleinherrscher auch elektronische Systeme, um ihre Macht zu sichern – und dies weitgehend ungestört. Denn Europa und die USA schauen aus Angst vor ethnischen Konflikten viel zu oft weg, kritisiert unsere Autorin.

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Migration und gesellschaftliche Vielfalt in den Alpen

2024 Elisa Lanari

Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Europäische Bergregionen werden oft mit Abwanderung und Überalterung assoziiert. Doch viele verzeichnen einen Zustrom internationaler Migrantinnen und Migranten – von Menschen, die einen anderen Lebensstil suchen, bis hin zu Asylbewerberinnen und -bewerbern. Wie gehen die Bergregionen mit der zunehmenden sozialen und kulturellen Vielfalt um? Gibt es etwas Besonderes an den Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten in diesen Regionen? Meine Forschung geht diesen Fragen nach und konzentriert sich auf die Begegnungen zwischen „Einheimischen“ und „Neuankömmlingen“ in italienischen Alpenstädten.

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Altern im Kontext von Arbeitsmigration

2023 Torno, Swetlana

Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Wie wirkt sich die Mobilität jüngerer Generationen auf das Leben älterer Altersgruppen aus? Werden Eltern mobiler, wenn ihre Kinder temporär oder dauerhalft in einem anderen Land leben und arbeiten? Wer unterstützt die alternden Eltern im Alltag? Und wie erlebt die ältere Generation die Mobilität und weite Entfernung ihrer Kinder? In einer mobiler werdenden (Arbeits-)Welt verschieben sich auch die Vorstellungen und Erfahrungen des Alterns. Diesen Veränderungsprozessen gehe ich in meinem Forschungsprojekt anhand des Beispiels Tadschikistan nach.

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Geflüchtete ohne Alter

2022 Bialas, Ulrike

Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Weil Minderjährige und Erwachsene unterschiedliche Rechte haben, müssen deutsche Behörden das Alter eines Menschen kennen. Das ist bei jungen Geflüchteten allerdings oft eine Herausforderung: Nur wenige besitzen Identitätsdokumente und viele kennen ihr Geburtsdatum nicht. Wie gehen Behörden mit dieser Unklarheit um? Und wie erleben Geflüchtete selbst die große Bedeutung ihres Alters in Deutschland? In meiner Forschung betrachte ich das Alter aus unterschiedlichen Perspektiven und zeige, dass diese scheinbar eindeutige biologische Kategorie auch ein komplexes soziales Konstrukt ist.

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Offen für Diversität?

2021 Boekle, Sanja; Schönwälder, Karen

Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Die Repräsentation von Eingewanderten in der deutschen Gesellschaft ist ein umkämpftes Feld. Ausgrenzung und Diskriminierung werden immer weniger als normal hingenommen. Doch in welchem Maß waren und sind wichtige zivilgesellschaftliche Organisationen tatsächlich bereit und in der Lage, die Interessen der migrantischen Bevölkerung aufzugreifen, sich für diese zu öffnen und gleichberechtigte Mitgestaltung zu gewährleisten? Diesen Fragen sind wir in einem Forschungsprojekt nachgegangen. 

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Religion, Moral und ökonomische Transformation

2020 Ladwig, Patrice

Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Die Zusammenhänge von Religion, Moral und Wirtschaft wurden schon von den Klassikern der Religionssoziologie bearbeitet, aber neue Formen des Wirtschaftens, ihre globalen Verflechtungen und deren Auswirkungen auf religiöse Akteure verlangen neue Ansätze. Im Buddhismus findet man etwa rituelle Techniken der Selbstkultivierung, die zur Effizienzsteigerung genutzt werden, aber auch rituelle Ökonomien, die Wohlstand nach moralischen Kriterien umverteilen. Wirtschaften wird nicht als rein rational und säkular verstanden, sondern ist in religiöse Praktiken und moralische Werte eingebettet.

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