Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften

Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften

Hauptanliegen des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften ist die Erforschung gesellschaftlicher Vielfalt. In aktuellen Gesellschaften leben Menschen mit unterschiedlichen ethnischen und religiösen Hintergründen zusammen. Das Spektrum reicht dabei von friedlichem „Multikulti“ bis zu blutigen Konflikten – wann geschieht das eine, wann das andere? Das in Göttingen angesiedelte Institut will mit umfangreichen empirischen Studien und der Entwicklung theoretischer Konzepte unser Verständnis für diese Fragen menschlichen Zusammenlebens erweitern. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Grundlagenforschung, reicht in ausgewählten Fällen aber auch bis zur Politikberatung.

Kontakt

Hermann-Föge-Weg 11
37073 Göttingen
Telefon: +49 551 4956-0
Fax: +49 551 4956-170

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Es gibt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Die Wahlen in Kenia und die Folgen
Die Fronten in Kenia verhärten sich von Tag zu Tag, die Gefahr der Eskalation steigt. Wie konnte es dazu kommen? Gibt es Aussichten auf Versöhnung? Eine Analyse von Elena Gadjanova vom Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen mehr
Neue gesellschaftliche Vielfalt in Weltstädten
Ein Projekt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften untersucht den Wandel gesellschaftlicher Vielfalt und ihrer Muster an drei Orten von Superdiversität: in New York, Singapur und Johannesburg. mehr
Frankfurt - Die Vernetzung der Kulturen
Frankfurt am Main ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Wissenschaftler erforschen, wie Menschen aus über 170 Nationen in der Stadt zusammen leben und sich in die Gesellschaft integrieren. mehr
Spiritualität auf dem Weg zur Globalisierung
Spiritualität und säkulare Ideen sind gemeinsam in Europa und den USA entstanden mehr
Vielfalt im Stadtrat

Vielfalt im Stadtrat

Meldung 7. Oktober 2011
In deutschen Großstädten stellen Menschen mit Migrationshintergrund rund ein Viertel der Bevölkerung. Ob sie angemessen in den Rathäusern vertreten sind, haben Wissenschaftler um Karen Schönwälder am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersucht. mehr
Gesundheit in Indien - Heilen mit Amulett und Antibiotikum
In Indien existieren traditionelle und moderne Heilmethoden parallel zueinander. Beide Ansätze sollen sich sinnvoll ergänzen mehr
Herkunft und Nationalität spielen in der täglichen Arbeit der Jugendämter kaum eine Rolle mehr
Kooperationsprojekt vergleicht postkoloniale Megacities in Asien mit der nichtkolonialen Weltstadt New York mehr
NEUE ASPEKTE HEUTIGER SOZIALFORSCHUNG mehr
Die Legende von den Good Cops und Bad Cops
Der Max-Planck-Forscher Darshan Vigneswaran untersucht die Polizeiarbeit in Südafrika. Ein Bericht von B. Fenzel mehr

Eigentlich wollte Ayelet Shachar Architektin werden. Sie wollte Räume schaffen und Menschen ein Zuhause geben. Als Juristin und Politikwissenschaftlerin aber entdeckte sie die Räume des Rechts – und die Möglichkeiten, darin Migranten und Einheimischen das Zusammenleben zu ermöglichen. Jede Gemeinschaft, sagt die Wissenschaftlerin am Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multi ethnischer Gesellschaften, brauche den Diskurs über Ziele und Identität.

Seit Wochen schwillt der Flüchtlingsstrom immer weiter an. Über die sogenannte Westbalkan-Route haben sich Tausende, unter anderem aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, zu Fuß auf den Weg nach Europa gemacht. Die Flüchtlingszuwanderung wird Deutschland maßgeblich verändern. Die Frage ist nur: in welcher Weise?
Während der Islam von vielen noch immer als größtes Integrationshindernis in europäischen Einwanderungsgesellschaften betrachtet wird, haben die Wissenschaftler um Matthias Koenig ein differenzierteres Bild gewonnen. Seit Dezember 2011 leitet der Soziologe am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften als Max Planck Fellow die Forschungsgruppe „Governance of Cultural Diversity – Socio-Legal Dynamics“.
Grundlagenforschung findet für Steven Vertovec, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen, nicht unbedingt nur im Elfenbeinturm statt. Mit Fakten und Vorschlägen beteiligte sich seine Abteilung für gesellschaftliche Vielfalt am neuen Entwurf für ein Integrations- und Diversitätskonzept der Stadt Frankfurt am Main.
In deutschen Großstädten stellen Menschen mit Migrationshintergrund rund ein Viertel der Bevölkerung. Ob sie angemessen in den Rathäusern vertreten sind, haben Wissenschaftler um Karen Schönwälder am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersucht. Sie analysieren zudem, mit welcher Motivation und unter welchen Bedingungen sich Stadträte mit ausländischen Wurzeln politisch engagieren und welchen Ressentiments sie begegnen.
Yoga, Tai Chi und Qi Gong sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. So viel steht für den Anthropologen Peter van der Veer fest. Am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen hat er die Bedeutung des Spirituellen und seiner Wandlungsprozesse in modernen Gesellschaften untersucht.
In deutschen Großstädten stellen Menschen mit Migrationshintergrund rund ein Viertel der Bevölkerung. Ob sie angemessen in den Rathäusern vertreten sind, haben Wissenschaftler um Karen Schönwälder am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersucht. Sie analysieren zudem, mit welcher Motivation und unter welchen Bedingungen sich Stadträte mit ausländischen Wurzeln politisch engagieren und welchen Ressentiments sie begegnen.
Frankfurt gehört zu den Global Cities. Soziologen untersuchen die gesellschaftliche Vielfalt der Mainmetropole und beteiligen sich mit Vorschlägen am neuen Entwurf für ein Integrations-
und Diversitätskonzept.
Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Befestigte Grenzen waren immer ein Symbol für Souveränität, Regierungsgewalt und Gerichtsbarkeit. Inzwischen ist ein neues bemerkenswertes Phänomen entstanden – die bewegliche Grenze. Diese Grenze ist nicht durch Zeit und Raum bestimmt, sondern beruht auf ausgefeilten Rechtsinstrumenten, die reiche Länder einsetzen, um die Migrationsregelung von festen territorialen Standorten abzutrennen. Diese Neuerfindung verlässt sich auf juristische Zugangstore und nicht auf bestimmte Grenzorte, was dramatische Folgen für die Rechte und den Schutz von Migranten und anderen Nichtbürgern hat.

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Wie städtische Akteure in Deutschland und Frankreich gesellschaftliche Vielfalt wahrnehmen und gestalten

2016 Martínez Ariño, Julia; Schönwälder, Karen
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Auf der ganzen Welt werden Städte immer vielfältiger. Das CityDiv-Projekt untersucht lokale Reaktionen auf die Diversifizierung der städtischen Bevölkerung in Deutschland und Frankreich. Es erforscht Maβnahmen, die aktiv die Stadtbevölkerung und die Lebenschancen und Teilhabe verschiedener Gruppen beeinflussen. Zwei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wie nehmen zentrale städtische Akteure Vielfalt wahr und wie greifen sie in ihre Gestaltung ein? Wie werden Anliegen von unterschiedlichen Gruppen in Netzwerken städtischer Akteure artikuliert und einbezogen?

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„Urbane Verheißungen“ in Seoul: Religion und Metropolen im Vergleich

2015 Jung, Jin-Heon
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Die erfolgreiche Modernisierung der Stadt Seoul wurde von religiösen Erweckungsbewegungen begleitet. Diese Entwicklung widerspricht der eurozentrischen Säkularisierungstheorie, macht die Metropolregion mit ihren 26 Millionen Einwohnern aber auch zu einem interessanten Ort für Vergleiche. Ein Projekt untersucht ausgehend vom Christentum verschiedene Formen religiöser und urbaner „Verheißungen“. Seoul ist aber auch für eine große Vielfalt an religiösen Ausdrucksformen und die schwierigen Beziehungen zwischen dem Christentum und Buddhismus, Schamanismus und Islam bekannt. mehr

GLOBALDIVERCITIES – Migration und neue gesellschaftliche Vielfalt in Weltstädten

2014 Vertovec, Steven
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Wie können Menschen mit immer vielfältigeren Eigenschaften in den weltweit schnell wachsenden Städten zusammenleben? Wie bilden sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede in sozialen und räumlichen Mustern aus, wenn neue Vielfalt auf alte Vielfalt trifft? Ein Projekt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften untersucht den Wandel gesellschaftlicher Vielfalt und ihrer Muster an drei Orten von Superdiversität: New York, Singapur und Johannesburg. mehr

Die Verbreitung des tibetischen Buddhismus in China: Charisma, Geld und Erleuchtung

2013 Smyer Yu, Dan
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften

Das Wiederaufleben des tibetischen Buddhismus im heutigen China ist eng mit oft gegenläufigen Auswirkungen von Globalisierung, Modernisierung und Religionspolitik, dem Einfordern indigener Identität und der Marktwirtschaft verbunden. Der tibetische Buddhismus ist mehrdimensional im Hinblick auf verschiedene religiöse, kulturelle und politische Adressatengruppen in China, und sein Wiederaufleben ist kein isoliertes Ereignis, das lediglich auf tibetische Regionen beschränkt bleibt, sondern es ist ein Ergebnis der Überschneidung von lokalen und globalen Veränderungen.

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Globale Städte – Offene Städte? Segregation im Globalen Süden

2012 Vigneswaran, Darshan
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Warum schafft die Globalisierung keine offenen Städte, in denen Einwohner sich frei bewegen können? In Südafrika und Indien sind die neuen urbanen Eliten eng mit der globalen Wirtschaft und Kultur verflochten. Gleichzeitig bedeutet die Trennung von ihren direkten Nachbarn in Slums und Townships ein beispielloses Hemmnis für die Entwicklung marginalisierter Gemeinschaften. Ein Vergleich der beiden Großstadtmetropolen Johannesburg und Mumbai gibt Aufschluss über die verschiedenen Ausprägungen der Segregation. mehr

Städtische Religion in Mumbai und Singapur

2011 van der Veer, Peter
Sozialwissenschaften
Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften vergleicht die Rolle der Religion und die Konstruktion von Zugehörigkeit in zwei Weltstädten, Mumbai und Singapur. Singapur ist eine globale Stadt und ein Nationalstaat. Mumbai ist Indiens modernste Mega-Stadt. Worin besteht die Beziehung zwischen städtischer Religiosität und säkularer Urbanität? Inwieweit können diese Städte als „global“ verstanden werden? Und was erklärt die Unterschiede in der multikulturellen Politik in diesen beiden Städten? mehr

Diversität und Gesellschaft

2010 Nieswand, Boris
Sozialwissenschaften
Drei Gründe haben dazu beigetragen, dass der Begriff der Diversität, oder: gesellschaftliche Vielfalt, in den letzten Jahren eine Aufwertung erfahren hat: allgemeine Individualisierungstendenzen, die Zunahme migrationsbedingter Vielfalt und die gestiegene Bedeutung von Antidiskriminierungsdiskursen. Eine sozialwissenschaftliche Migrationsforschung, die sich den Herausforderungen ethnischer und religiöser Vielfalt stellt, öffnet sich auch gegenüber einer allgemeinen Gesellschaftsforschung. mehr

Einwanderer in politischen Ämtern: in Deutschland noch eine Seltenheit

2009 Schönwälder, Karen
Sozialwissenschaften
Noch ist die Integration von Migrantinnen und Migranten in politische Entscheidungsprozesse ein wenig untersuchtes Thema. Ein Projekt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften beschäftigt sich mit Bedingungen und Verläufen politischer Karrieren von Einwanderern und zeigt, dass solche Karrieren im Falle von Parlamentsmitgliedern in europäischen Staaten offenbar unterschiedlichen Mustern folgen. mehr

Erforschung neuer Schnittpunkte gesellschaftlicher Vielfalt

2008 Vertovec, Steven
Kulturwissenschaften Sozialwissenschaften
Die weitreichenden, sich noch beschleunigenden Prozesse der Globalisierung haben zu einer Steigerung der Arten und Merkmale gesellschaftlicher Diversität geführt. Sinnbild für diese Entwicklung ist die gegenwärtig wachsende Bedeutung ethnischer und religiöser Identitäten. Das 2007 gegründete Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften widmet sich historischen und aktuellen Mustern gesellschaftlicher Vielfalt und Ausdifferenzierung in Europa und der Welt. mehr

Das Repertorium der deutschen Königspfalzen

2006 Ehlers, Caspar
Kulturwissenschaften
Das Repertorium der deutschen Königspfalzen am Max-Planck-Institut für Geschichte stellt der Mittelalterforschung ein umfassendes und interdisziplinär angelegtes Kompendium der deutschen Aufenthaltsorte der ostfränkisch-deutschen Könige und Kaiser zur Verfügung. Projektbegleitende Kolloquien widmen sich internationalen Fragestellungen an vergleichbare „Orte der Herrschaft“. mehr
Am Beispiel der obersten Richter am Pariser Parlament in der zweiten Hälfte des 16. und im frühen 17. Jahrhundert lässt sich sehr gut ein Schritt in der Entwicklung von der geburtsständischen zur Qualifikations- und Leistungsgesellschaft, die endgültig in der Französischen Revolution vollzogen wurde, beobachten. Unzufrieden mit ihrer Eingliederung in den Dritten Stand forderten sie eine Neustrukturierung von Staat und Gesellschaft. Ihr Lebensstil und ihre Bibliotheken bieten Aufschlüsse über den intellektuellen Hintergrund. mehr

Orte der Herrschaft

2004 Ehlers, Caspar
Kulturwissenschaften
Die Idee für das Projekt "Orte der Herrschaft - Places of Power" am Max-Planck-Institut für Geschichte entstand bei einem Arbeitsgespräch zur mediävistischen Komparatistik an der Harvard University. Der Vergleich islamischer, byzantinischer und mittelalterlicher deutscher Herrschaftsorte zeigte die Möglichkeit, einen komparatistischen Ansatz im Rahmen des Projektes "Repertorium der deutschen Königspfalzen" zu entwickeln. Die Idee dabei ist, die spezialisierte Arbeit des Repertoriums vor den Hintergrund des europäischen Mittelalters zu stellen. mehr
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