Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

Der Name beschreibt das Forschungsfeld präzise und selbsterklärend: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Die kosmische Nachbarschaft der Erde also haben die Wissenschaftler in Göttingen im Fokus – die Sonne, die Planeten und ihre Monde sowie diverse kleine Körper. So blicken sie ins Herz des Sterns, von dem wir leben, untersuchen die Gashülle, das solare Magnetfeld oder die energiereichen Teilchen, die unsere Sonne in den Weltraum ausstößt. Die Oberflächen der Planeten und ihre unterschiedlichen „Sphären“ – Atmosphären, Ionosphären und Magnetosphären –, die Ringe und Trabanten sowie Kometen und Planetoiden sind weitere Themen für physikalische Modelle und numerische Simulationen. Und weil die Objekte nicht astronomisch weit entfernt sind, begeben sich die Max-Planck-Forscher gern auf Erkundungstour vor Ort – allerdings nicht selbst, sondern mittels internationaler Raum- und Landesonden, für die sie Instrumente und Detektoren entwickeln und bauen.

Kontakt

Justus-von-Liebig-Weg 3
37077 Göttingen
Telefon: +49 551 384 979-0
Fax: +49 551 384 979-240

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS for Solar System Science

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Abteilung Physik der Planeten und Kometen

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Abteilung Physik des Inneren der Sonne und sonnenähnlicher Sterne

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Abteilung Physik der Sonne und der Heliosphäre

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Forschende enthüllen aus Satellitendaten und numerischen Modellen langperiodische Schwingungen des Sterns

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Neu ausgewertete Messdaten liefern keine Hinweise, dass dieses seltene Gas auf unserem unwirtlichen Nachbarplaneten vorkommt

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Die Raumsonde Solar Orbiter entdeckt in der Gasatmosphäre des Gestirns überraschend viele winzige und helle Strahlungsausbrüche

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Erst im Laufe von einigen Millionen Jahren hat das transneptunische Objekt Arrokoth seine bizarre, pfannkuchenflache Form erhalten

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Seit Dezember 2019 nimmt die Aktivität des Sterns wieder zu - was mit den Vorhersagen übereinstimmt

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Sie sahen aus wie überdimensionierte Garnrollen, steckten voller Technik aus mehreren Max-Planck-Instituten und sollten unser Verständnis der Sonne und des interplanetaren Mediums erheblich erweitern: Vor mehr als 40 Jahren wurden die beiden Helios-Sonden gestartet und auf eine gewagte Mission in die Hitze unseres Heimatsterns geschickt. Die beiden Raumfahrzeuge stehen aber auch für eine erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.

Kleine Körper auf Umlaufbahnen um die Sonne sind entweder Kometen oder Asteroiden – so stand es lange in den Lehrbüchern. Am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen erforscht Jessica Agarwal „aktive Asteroiden“, das sind Kleinkörper, die so recht in keine klassische Schublade passen.

Erstmals erreichte eine Raumsonde die Ceres. Mit den beiden Kameras an Bord erkunden die Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen die dunkle Oberfläche des Zwergplaneten. Wassereis haben sie schon entdeckt. Aber ruht tief unter den Kratern auch noch ein Ozean?

Schnee aus Eisen und metallischer Wasserstoff – beides kann Magnetfelder antreiben. Deren Vermessung eröffnet Einblicke in die Prozesse, die das Innenleben der Planeten verändern. Die Vielfalt dieser Magnetfelder untersucht Ulrich Christensen, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen.

Der Vergleich mit der bemannten Mondlandung mag ein wenig übertrieben erscheinen, doch zweifellos gehört Rosetta zu den kühnsten Unternehmen der Raumfahrt: Zum ersten Mal in der Geschichte begleitet eine Sonde einen Kometen auf seiner Bahn um die Sonne und soll Mitte November den Lander Philae auf dessen Oberfläche absetzen. Bei der Auswertung der Bilder und Daten von 67P/Churyumov-Gerasimenko, so der Name des Schweifsterns, sitzen Wissenschaftler des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in der ersten Reihe.

Die Sonne ist der wichtigste Energiespender der Erde und Motor des Klimas. Doch sie schickt mal mehr, mal weniger Licht zur Erde. Astronomen um Natalie Krivova erfassen am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen diese Schwankungen der Sonnenstrahlung in Modellen, um herauszufinden, ob die Veränderungen zur Erderwärmung beitragen oder ob sie ihr entgegenwirken.

Wer eine totale Sonnenfinsternis erlebt, ist überwältigt vom Anblick des Strahlenkranzes, der unser Tagesgestirn umgibt. Was Laien bezaubert, bringt Forscher seit Jahrzehnten ins Grübeln. Warum, so rätseln sie, ist diese Korona genannte Gasschicht mehrere Millionen Grad heiß?

Ausbildungsplätze 2022 - Industriemechaniker Feingerätebau

Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Göttingen 31. August 2021

Helligkeitsschwankungen sonnenähnlicher Sterne

2020 Shapiro, Alexander; Reinhold, Timo; Witzke, Veronika

Astronomie Astrophysik

Die Helligkeitsschwankungen kühler Sterne zeugen von der Wechselwirkung der Materie mit dem Magnetfeld in deren Atmosphären. Basierend auf aktuellen Beobachtungsdaten haben wir Computersimluationen durchgeführt, die zu einem besseren Verständnis über den Ursprung der stellaren magnetischen Aktivität und der daraus resultierenden Helligkeitsschwankungen beitragen. Zudem lassen sich aus diesen Messungen Rückschlüsse ziehen, wie sich die magnetische Aktivität der Sonne in der Vergangenheit verhalten hat und in Zukunft möglicherweise verhalten wird, sowie auf dessen Einfluss auf das Erdklima.

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Rossby-Wellen in der Sonne

2019 Gizon, Laurent; Proxauf, Bastian

Astronomie Astrophysik

Forscher der Abteilung ‘Das Innere der Sonne und der Sterne’ am MPI für Sonnensystemforschung haben neue, riesige wirbelförmige Wellen in der Sonne entdeckt. Aufgrund ihrer langen Oszillationsperioden von mehreren Monaten wurden für die Detektion dieser Wellen mehrjährige Beobachtungen mithilfe des Solar Dynamics Observatory (SDO) benötigt, eines NASA-Satelliten, der seit 2010 in Betrieb ist. Diese Wellen sind ein wichtiger Beitrag zur Dynamik der solaren Konvektionszone auf den größten räumlichen Skalen. Sie bieten eventuell eine neue Möglichkeit, das Sonneninnere zu erforschen.

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Die Erforschung des Zwergplaneten Ceres

2018 Nathues, Andreas; Christensen, Ulrich R.

Astronomie Astrophysik

Die Bedingungen zu erkunden, welche im frühen Sonnensystem geherrscht haben, war das Ziel der NASA Mission Dawn [1], an der sich das MPS mit zwei baugleichen Kameras beteiligte. Dawn erforschte zunächst den Asteroiden Vesta und im Folgenden Ceres. Die Missionsphase bei Ceres hat zu bemerkenswerten Entdeckungen geführt. Wassereis ist sowohl auf der Oberfläche als auch im Inneren der Ceres vorhanden und hat deren Mineralzusammensetzung modifiziert. Darüber hinaus gelang der Nachweis von kryomagmatischer Aktivität.

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Solare Variabilität und Klima

2017 Krivova, Natalie; Yeo, Kok Leng; Solanki, Sami K.; Wu, Chi-Ju

Astronomie Astrophysik

Die Sonne versorgt die Erde mit Licht und Wärme. Sie ist eine zuverlässige, aber nicht völlig konstante Energiequelle. Etwa 40 Jahre der weltraumgestützten Überwachung der Strahlungsleistung der Sonne haben ihre Schwankungen auf allen jemals beobachteten Zeitskalen (Minuten bis Jahrzehnte) deutlich aufgezeigt. Die Variabilität auf Zeitskalen von etwa einem Tag und länger wird dabei durch das ruhelose solare Magnetfeld verursacht. Wenn man weiß, wie sich das Magnetfeld an der Oberfläche in der Vergangenheit verändert hat, lassen sich auch die Veränderungen der Sonnenhelligkeit rekonstruieren.

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Sechs Tage Sonnenaufgang

2016 Riethmüller, Tino L.; Barthol, Peter; Solanki, Sami K.

Astronomie Astrophysik

Von einem riesigen Heliumballon getragen hat das Sonnenobservatorium Sunrise bereits zwei sechstägige Flüge entlang des nördlichen Polarkreises absolviert. Während der erste Flug zahlreiche neue Erkenntnisse über die untere Atmosphäre der Sonne bei schwacher magnetischer Aktivität lieferte, werden hier ausgewählte Ergebnisse des zweiten Flugs vorgestellt, der bei deutlich erhöhter Sonnenaktivität stattfand.

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