Leinen los!

Die MS Wissenschaft, die in 27 Städten in Deutschland anlegt, macht Künstliche Intelligenz zum Thema

2. Juli 2019

Das zum schwimmenden Science Center ausgebaute Binnenfrachtschiff ist wieder auf großer Fahrt. Nach der Eröffnung der Ausstellung durch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek Mitte Mai geht es von Berlin aus entlang der schiffbaren Flüsse und Kanäle in Deutschland in mehr als 25 Städte. Zum Abschluss wird es wieder einen Abstecher nach Österreich geben.

Von wegen starr und steif: Dieser Roboterarm kann mit seiner – mit Luft gefüllten – Hand sogar Obst und Gemüse greifen.

Das Thema der fast 600 Quadratmeter umfassenden Ausstellung ist dieses Jahr „Künstliche Intelligenz“: Die Chancen maschinellen Lernens, die intelligente Auswertung großer Datenmengen und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine sind dabei nur einige der vielen Facetten des Themas. Was kann künstliche Intelligenz – und was nicht? Wohin geht die weitere Entwicklung und was sind die Herausforderungen von KI-Technologien, nicht zuletzt auch in gesellschaftlicher und ethischer Hinsicht? Mehr als 30 interaktive Exponate laden zum Entdecken und Mitmachen, aber durchaus auch zum Nachdenken ein.

Auch in diesem Jahr sind wieder einige Max-Planck-Institute mit an Bord – und das mit einem weiten Spektrum an Forschungsthemen. So verdeutlicht das Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig mit gleich zwei Exponaten – „Der Körper denkt mit“ und „Greifen leicht gemacht“ –, dass auch Künstliche Intelligenz nicht unabhängig von Körper und Umgebung ist.

Die Exponate auf der MS Wissenschaft stammen direkt aus deutschen Forschungseinrichtungen. Hier erklärt  Nihat Ay vom Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig die Funktionsweise einer Roboterhand.

Der Tauchroboter HyperDiver des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen nutzt maschinelles Lernen, um die Artenvielfalt und den Gesundheitszustand von Korallenriffen zu bestimmen. So hilft KI, empfindliche Lebensräume zu erforschen und zu schützen. Das speziell für die MS Wissenschaft entwickelte Exponat „Virtual HyperDiver“ ermöglicht es den Ausstellungsbesuchern, dies direkt zu erleben – und zwar ganz ohne nass zu werden.

Dass Menschen nicht erst seit gestern über nicht-menschliche Formen von Intelligenz nachdenken und wie diese, stets von Ängsten ebenso wie von Hoffnungen begleitete, Auseinandersetzung die menschliche Kreativität beflügelt hat, thematisiert das Exponat des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – selbstverständlich in ebenso kreativer wie interaktiver Weise.

In vielen Städten begleiten Dialog-Veranstaltungen die Ausstellung; weitere Informationen dazu sowie Öffnungszeiten und Tourplan unter https://ms-wissenschaft.de/

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