Deutsches Klimarechenzentrum

Gesellschafter sind die Max-Planck-Gesellschaft, die Stadt Hamburg (vertreten durch die Universität Hamburg), das Helmholtz-Zentrum für Material- und Küstenforschung in Geesthacht, das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven. Als überregionale Serviceeinrichtung stellt das DKRZ Rechenzeit und technische Unterstützung für die Durchführung von Simulationsrechnungen mit aufwendigen numerischen Modellen für die Klimaforschung und verwandte Gebiete bereit. Die Nutzer aus der MPG kommen vorrangig aus dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, dem Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz sowie dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena.

Kontakt

Bundesstr. 45a
20146 Hamburg
Telefon: +49 40 460094-0
Fax: +49 40 460094-270

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat keine International Max Planck Research School (IMPRS).

Am DKRZ gibt es keine Promotionsmöglichkeit.

ESiWACE: Auf dem Weg zu wolkenauflösenden Klimamodellen

2017 Neumann, Philipp; Biercamp, Joachim
Informatik Klimaforschung
Quantitative Abschätzungen zu erwartender Änderungen bei Wetterextremen sind von großer Bedeutung. Unabdingbar dafür ist die Entwicklung von Modellen zur Simulation von Konvektion und Wolken sowie kleinskaligen Wirbeln im Ozean. Solche Modelle benötigen eine Auflösung von einem Kilometer und müssen pro Tag mehrere Monate simulieren können. ESiWACE vereint Wetter- und Klimawissenschaften und befasst sich mit der Optimierung von Simulationsabläufen auf Supercomputern. Ein Ziel ist es, technische Möglichkeiten auszuloten, aber auch Grenzen bei der Erstellung von wolkenauflösenden Modellen. mehr

Mistral: Endausbau des Hochleistungsrechners am DKRZ nimmt Betrieb auf

2017 Böttinger, Michael; Meyer, Jana
Informatik Klimaforschung
Im Juli 2016 nahm die zweite Ausbaustufe von Mistral, dem dritten „Hochleistungsrechnersystem für die Erdsystemforschung“ (HLRE-3) am DKRZ, den Nutzerbetrieb auf. Das System der Firma Atos/Bull liefert der deutschen Klimaforschung eine Spitzenrechenleistung von rund 3,6 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde. Auf der Novemberliste der TOP500 erreichte der Endausbau Platz 34 weltweit und ist aktuell das drittstärkste deutsche HPC-System. Mit einer Festplattenkapazität von 54 Petabyte landet Mistral beim Vergleich der größten Festplattensysteme auf der vi4io.org-Liste auf Platz zwei weltweit. mehr

Neuer Supercomputer am DKRZ sichert Deutschlands Spitzenposition in der Klimaforschung

2016 Böttinger, Michael; Meyer, Jana
Geoforschung Informatik Klimaforschung
Im Jahr 2015 installierte das DKRZ das dritte Hochleistungsrechnersystem für Erdsystemforschung (HLRE-3). Mit der Finanzierung von 41 Millionen Euro ermöglichten das BMBF und die HGF die Beschaffung des neuen, energieeffizienten PetaFLOPS-Supercomputers „Mistral“, den Ausbau des HPSS-Archivsystems und den Umbau der Infrastruktur des Rechenzentrums. Mistral wird zweistufig installiert: Die erste Ausbaustufe nahm im Juli den Betrieb auf. Der Endausbau mit einer Rechnerleistung von drei PetaFLOPS ist für 2016 geplant. Im Oktober weihte das DKRZ mit vielen Ehrengästen den neuen Supercomputer ein. mehr

Speicherung großer Datenmengen und Energieeffizienz

2015 Ludwig, Thomas; Dolz, Manuel; Kuhn, Michael; Kunkel, Julian; Lenhart, Hermann
Informatik Klimaforschung
Die Forschungsgruppe „Wissenschaftliches Rechnen“ von Thomas Ludwig am DKRZ und der Universität Hamburg befasst sich schwerpunktmäßig mit der Speicherung sehr großer Datenmengen in Hochleistungsrechnersystemen und der Frage, wie diese energieeffizient betrieben werden können. Neu entwickelte Kompressionsverfahren senken bei datenintensiven Klimasimulationen sowohl den Platzbedarf für die Daten als auch den Energieverbrauch der beteiligten Speichersysteme. Zusätzlich zur Forschung bildet die Gruppe Studierende zu technischen und methodischen Fragen des Hochleistungsrechnens aus. mehr

25 Jahre Hochleistungsrechnen für die Klimaforschung

2014 Böttinger, Michael; Meyer, Jana
Geoforschung Informatik Klimaforschung
Seit 25 Jahren kann die deutsche Klimaforschung auf die hohe Rechenleistung, Datenspeicherungskapazitäten und kompetente Beratung zählen, die das Deutsche Klimarechenzentrum exklusiv und maßgeschneidert für sie bereitstellt. Dies ist ein wesentlicher Baustein für Klimawissenschaft auf Weltniveau – das spiegelte sich auch in den Beiträgen zum Festsymposium und dem darauf folgenden Nutzer-Workshop zum Jubiläum im Februar 2013 wieder. Dieser Jahrbuchbeitrag lässt die ersten 25 spannenden Jahre des DKRZ noch einmal Revue passieren. mehr

Steigerung der Energieeffizienz am DKRZ

2013 Garternicht, Ulf; Vogt, Gerald; Meyer, Jana
Informatik Klimaforschung
Die Leistungsaufnahme des DKRZ für den Supercomputer Blizzard, für Plattensysteme, sonstige IT-Infrastruktur und für Kühlsysteme, liegt bei 2 MW. 2011 entstanden damit ein Stromverbrauch von 17 GWh und Kosten von 1,85 Millionen Euro. Das DKRZ arbeitet an der Optimierung der Energieeffizienz: Dafür wurden für Blizzard Einhausungen zur baulichen Trennung zwischen Kalt- und Warmgang aufgebaut und Kühlwasserkreisläufe bzw. Kältemaschinen optimiert. Insgesamt sparen die Maßnahmen pro Jahr ca. 750 MWh bzw. etwa 425 Tonnen CO2 ein und reduzieren die laufenden Kosten um knapp 100.000 Euro. mehr

CMIP5 - Klimasimulationen und Datenbasis für den nächsten Weltklimabericht

2013 Legutke, Stephanie; Kindermann, Stephan; Glushak, Ksenia; Böttinger, Michael; Lautenschlager, Michael
Informatik Klimaforschung

Der deutsche Beitrag zu CMIP5 und damit zur Klimamodelldatenbasis für den 5. Weltklimabericht wurde am DKRZ mit dem Erdsystemmodell des MPI für Meteorologie erstellt. Mit drei Modellkonfigurationen wurden 482 Simulationen durchgeführt. Insgesamt wurden 61 TB Archivdaten erzeugt, qualitätsgeprüft, mit Metadaten versehen und zugänglich gemacht. Einige der CMIP5-Ergebnisse werden im CORDEX-Projekt für Afrika bzw. Europa regionalisiert. Die deutschen Aktivitäten sind in ein weltweites Kollaborationsprojekt eingebettet, um alle Ergebnisse einheitlich in einer Datenföderation (ESGF) bereitzustellen.

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ScalES - Skalierbarkeit von Erdsystemmodellen

2012 Jörg Behrens, Joachim Biercamp, Thomas Jahns, Jana Meyer
Informatik Klimaforschung
ScalES widmete sich anhand ausgewählter gekoppelter Erdsystemmodelle typischen Skalierungsproblemen. Unter der Koordination des DKRZ erstellten Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, IBM Deutschland, Max-Planck-Institut für Chemie, Max-Planck-Institut für Meteorologie und das Karlsruher Institut für Technologie allgemein einsetzbare Softwarebibliotheken für verbesserte Skalierung von Erdsystemmodellen und darüber hinaus. Wichtige Komponenten sind paralleler IO, Partitionierungs- und Parallelisierungsmodul (ScalES-Lib) und globale Kommunikation (UniTrans). mehr

Datenflut in der Klimaforschung und daraus resultierendes Datenmanagement am DKRZ

2011 Michael Böttinger, Stephan Kindermann, Jana Meyer, Hans Ramthun
Informatik Klimaforschung
2010 wurde die Gruppe „Modelle & Daten“ ins DKRZ als Abteilung „Datenmanagement“ integriert, welche verantwortlich ist für das WDCC, Konsortialrechnungen sowie einen Langzeit-Archivierungsservices. Das DKRZ ist Partner bei Metafor - einem Projekt, welches ein einheitliches Informationsmodell entwickelt und eine einheitliche Nomenklatur für die in der Klimamodellierung gebrauchten Begriffe aufgestellt hat. 2010 informierte das DKRZ die Öffentlichkeit aktiv über seine Arbeit. Neben der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen organisierte das DKRZ erstmalig eigene Konferenzen. mehr

Ein Jahr des Umbruchs und der Erneuerungen

2010 Biercamp, Joachim; Böttinger, Michael; Meyer, Jana
Geoforschung Klimaforschung
2009 war das Jahr des Umbruchs: Im Frühjahr ging der neue Supercomputer und das neue Datensilo in Betrieb, eine neue Geschäftsführung nahm ihre Arbeit auf und das neue Gebäude wurde bezogen. Höhepunkt war die DKRZ-Einweihung mit hochrangigen Gästen im Dezember. Der neue Supercomputer ermöglicht es, weitaus komplexere Simulationen durchzuführen, wie beispielsweise die Berechnungen für den kommenden IPCC-Bericht AR5 oder das STORM-Experiment. Der DKRZ-Geschäftsführer Ludwig erforscht die Energieeffizienz von Hochleistungsrechnern, sodass sich das DKRZ nun auch wissenschaftlich engagiert. mehr
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