Zehn hilfreiche Datenschutz-Tipps

Einfache Regeln, wie Sie persönliche Daten vor Missbrauch bewahren können

1. Verwenden Sie verschiedene Identitäten?

Erledigen Sie Ihre private Post auf dem Briefpapier Ihres Arbeitgebers? Nein! Dann legen Sie sich für die private E-Mail doch auch mehrere Adressen zu. Für das Preisausschreiben im Internet und die Kommunikation mit dem Bankberater können Sie dann verschiedene E-Mail Adressen verwenden.

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Zehn einfache Regeln, wie Sie persönliche Daten vor Missbrauch bewahren können
Zehn einfache Regeln, wie Sie persönliche Daten vor Missbrauch bewahren können

2. Geben Sie nicht überall etwas ein, wo man etwas eingeben kann.

Ein zweites Browser-Fenster auf dem Bildschirm geht auf und fragt nach dem Passwort, der PIN, einer TAN oder der Adresse? Denken Sie nach, bevor Sie etwas eingeben. Insbesondere, wenn Sie in einer solchen Situation noch nie solche Fragen gestellt bekommen haben.

3. Klicken Sie nicht auf jedes O.K.

Bevor Sie auf einen Okay-Button klicken, lesen Sie zuerst die Frage oder den Text. Sonst geben Sie Ihr O.K. für ein Abo, das Sie nicht wollen, oder Sie löschen Ihre Urlaubsbilder von der Festplatte.

4. Was Sie nicht auf eine Postkarte schreiben wollen, sollten Sie nicht per E-Mail verschicken.

Eine E-Mail kann von vielen Administratoren gelesen werden, genauso wie die Postkarte vom Briefträger. Alles was Sie nicht auf eine Postkarte schreiben würden, sollten Sie auch nicht per E-Mail verschicken. Genauso wie Sie einen Brief in einen Umschlag stecken, können Sie eine E-Mail  verschlüsseln.

5. Gehen Sie mit fremden Daten genauso sorgfältig um, wie mit Ihren eigenen Daten.

Da würde ich meine Adresse nie eingeben! Dann tun Sie es auch nicht mit der Adresse von Freunden, Nachbarn oder Kollegen. Sie wollen ja auch nicht, dass andere Ihre Daten irgendwo angeben.

6. Kein Unternehmen hat etwas zu verschenken.

Ob in Zeitschriften, im Fernsehen oder im Internet: Viele Preisausschreiben werden nur wegen Ihrer Daten veranstaltet. Ihr guter Name mit Adresse hat durchaus einen Wert. Seien Sie sich dessen bewusst und „verkaufen“ Sie Ihre Daten nicht unter Wert.

7. Verwenden Sie unterschiedliche Passworte.

Obwohl es manchmal stressig ist, wenn wir den Hausschlüssel vergessen haben, verzichten wir nicht auf Schlösser in der Haustür. Und deshalb sollten wir auch gute Passworte verwenden und uns abmelden bevor wir Programm schließen und den Rechner herunterfahren. Wir schließen die Haustür ja auch ab.

8. Ich hab nichts zu verbergen, oder?

Sie haben nichts zu verbergen? Jeder darf Ihr Einkommen, Ihre Krankengeschichte, Ihre kleinen Geheimnisse, Vorlieben und Abneigungen wissen? Nein! Dann gehen Sie auch sorgfältig mit diesen Daten um und lassen sie nicht herumliegen.

9. Im Internet wächst kein Gras drüber!

Sobald Daten, Bilder oder Texte im Internet sind, haben Sie die Kontrolle darüber verloren. Es ist fast unmöglich im Internet etwas komplett zu löschen. Denken Sie daran, bevor Sie etwas online stellen. Sie können es nicht zurückholen.

10. Rechner-Impfschutz auffrischen

Grippe-Schutz muss man jedes Jahr auffrischen. Auch der Virenscanner auf Ihrem Rechner muss täglich (!) aufgefrischt werden. “Nur mal kurz ins Internet“ – keinesfalls ohne Virenschutz! Man weiß nie wo man sich ansteckt.

Von Heidi Schuster und Rainer W. Gerling

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